• Startseite
  • Reise
  • Hotels bleiben geschlossen – Dehoga erwägt Klage gegen Corona-Beschlüsse

Hotels bleiben geschlossen – Dehoga erwägt Klage gegen Corona-Beschlüsse

  • Für Hotels und Gastronomie gibt es im neuen Öffnungsfahrplan kaum Aussicht auf Lockerungen.
  • Vertreter aus der Tourismusbranche kritisieren das als inakzeptabel.
  • Der Branchenverband Dehoga Nordrhein erwägt sogar eine Klage.
Anzeige
Anzeige

Fünf Stufen umfasst der Öffnungsfahrplan, der in der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen wurde. Die Lockerungen orientieren sich an den Inzidenzwerten. Ab Montag sollen bereits Treffen mit mehr Menschen wieder möglich sein, auch der Einzelhandel kann ab dem 8. März bei einem Inzidenzwert von unter 50 wieder öffnen. Generell nicht berücksichtigt wurden in dem Stufenplan die Branchen Gastronomie, Reisen und Hotels.

Dehoga NRW: Branche steht „mit dem Rücken zur Wand“

Der einzige Teilbereich, der bedacht wurde, ist die Außengastronomie: Kaffee und Kuchen unter freiem Himmel dürfen nach dem Öffnungsfahrplan von Bund und Ländern frühestens ab dem 22. März serviert werden. An diesem Datum wollen die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten auch entscheiden, wie es für Hotels und Gastgewerbe weitergehen soll. Der Hotel- und Gaststättenverband Nordrhein-Westfalen (Dehoga) kritisiert in einer Pressemitteilung die „Planlosigkeit“ der Ministerpräsidentenkonferenz und die fehlende Perspektive für eine Branche, die „mit dem Rücken zur Wand“ stehe.

Anzeige
Video
Laschet: „Coronavirus ist nicht auf null zu bringen“
1:08 min
„Der Wunsch und das Drängen die Einschränkungen zurückzunehmen ist nachvollziehbar und berechtigt, aber die Pandemie ist noch da“, so Laschet.  © dpa/TNN

Der Dehoga Nordrhein kündigt zugleich an, eine Anwaltskanzlei mit einer Klage gegen eine auf Basis der Beschlussvorlage erlassenen Rechtsverordnung zu beauftragen.

„Uns ging es nicht darum, alle Betriebe von Null auf Hundert zu öffnen. Aber wir erwarten fundierte Erklärungen, warum der Osterurlaub in der Eifel oder im Sauerland in einem nach RKI-Aussagen unbedenklichen Hotel oder ein Abendessen in einem Restaurant mit ausgeklügeltem Schutzkonzept und unter Einhaltung der AHA-Regeln weiterhin verboten bleiben“, sagt Bernd Niemeier, Präsident des Dehoga NRW. Die in Aussicht gestellten Lockerungen in anderen Bereichen könnten zu höheren Inzidenzen führen – und so möglicherweise die Öffnungsperspektive im Gastgewerbe weiter eintrüben.

Anzeige

Die Hotels, Restaurants, Kneipen, Cafés und andere Betriebe hätten bewiesen, dass ihre Corona-Schutz- und Hygienekonzepte funktionierten. Gleichzeitig kritisiert der Branchenverband Versäumnisse bei Impfungen, Tests und Digitalisierung, durch die sich die seit mehr als vier Monaten andauernden Schließungen des Gastgewerbes weiter verlängern. „Manchmal kann man den Eindruck gewinnen, wir wären im Jahr 2020 und die Pandemie sei gerade ausgebrochen“, sagt Niemeier.

RND/cs

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen