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Homeoffice in der Karibik: Veranstalter fliegt Reisende zum Arbeiten an den Strand

  • Urlaub in der Karibik ist derzeit kaum möglich – arbeiten hingegen schon.
  • Einen Reiseveranstalter aus Hannover bringt das auf eine Idee für ein neues Angebot: Homeoffice auf Barbados.
  • Die Insel lockt Ausländer, die digital arbeiten können, mit einem neuen Visum ins Land.
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Hannover. Wo ein Urlaub paradiesisch wäre, lässt sich sicher auch gut arbeiten – das denkt sich offenbar der Reiseveranstalter America Unlimited aus Hannover. Der ist eigentlich auf Reisen in die USA und Kanada spezialisiert – doch das Stammgeschäft ist vollständig zusammengebrochen.

Deshalb entwickelt Geschäftsführer Timo Kohlenberg kreative Ideen, um trotz Corona Angebote auf dem Reiseportal „Corocierge“ platzieren zu können. Die neueste, mit der er um die wenigen verbliebenen Reisenden kämpft, heißt „Homeoffice auf Barbados“. Das Angebot ziele darauf, „Sonne, Strand und Palmen zu genießen, ab und zu im Homeoffice zu arbeiten, halt in wesentlich schönerer Umgebung als zu Hause”, sagte Kohlenberg der „Neuen Presse“.

30 Tage Homeoffice in der Karibik – plus Quarantäne

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Der Weg zur Arbeit in die östliche Karibik würde für Arbeitnehmer 9,5 Stunden und etwa 7400 Kilometer betragen – mit dem Flugzeug geht es von Frankfurt am Main nach Barbados. Allerdings hat der Inselstaat Einreisebeschränkungen erlassen. Für die Reise auf die Karibikinsel ist ein negativer Corona-Test Pflicht, außerdem steht dort zunächst eine Woche Hotelquarantäne an – genug Zeit, um einiges wegzuarbeiten.

Danach dürfen sich die Reisenden ohne Einschränkungen bewegen und nach dem Arbeitstag an den Strand gehen oder Ausflüge machen. Der Preis fürs Homeoffice unter Palmen startet bei 2700 Euro für 30 Tage.

Allerdings müssen die Reisenden einen weiteren Haken in Kauf nehmen: Für Barbados gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, weil der Inselstaat als Risikogebiet gilt. Nach der Rückkehr in Deutschland müssen Reisende nicht nur einen Corona-Test machen, sondern für zehn Tage in Quarantäne. Verkürzt werden kann sie erst mit einem weiteren Corona-Test ab Tag fünf.

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Karibikstaaten bieten in Corona-Krise spezielle Arbeitsvisa

Wer auf eigene Faust zum Arbeiten nach Barbados fliegen will, kann sich für ein neues Arbeitsvisum bewerben: Barbados bietet seit einiger Zeit spezielle Visa für Ausländer an, die digital arbeiten können. Der sogenannte Barbados Welcome Stamp ist ein Jahr lang gültig und kostet 2000 US-Dollar.

Premierministerin Mia Mottley will damit die Wirtschaft ankurbeln, die erheblich unter den fehlenden Touristen leidet. Auch andere Unternehmen versuchen, den Verlusten durch die Corona-Krise mit alternativen Ideen zu trotzen: Europas größter Reiseveranstalter Tui wollte beispielsweise im Herbst an der portugiesischen Algarve nicht genutzte Hotelzimmer zu Arbeitsplätzen umbauen.

RND/gei

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