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Zwölf Tage unterwegs

Motorradfahrer reist von Deutschland zu Hochzeit nach Afghanistan

Ein Motorradfahrer ist zwölf Tage von Deutschland bis nach Afghanistan gereist. (Symbolbild)

Berlin/Kabul. Um bei einer Hochzeit in Kabul dabei zu sein, ist ein Mann von Deutschland mit dem Motorrad nach Afghanistan gefahren. Nach zwölf Tagen und der Überquerung zahlreicher Landesgrenzen erreichte der Biker laut einem örtlichen Medienbericht am Samstag die zentralafghanische Provinz Ghasni, wo er erstmals an einem Taliban-Kontrollpunkt angehalten wurde.

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Örtliche Taliban-Beamte und Anwohner bestätigten der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag den Bericht. Der Mann stammt nach eigenen Angaben ursprünglich aus der afghanischen Provinz Paktia und besitzt dem Vernehmen nach sowohl die afghanische als auch deutsche Staatsbürgerschaft. Wo in Deutschland er seine Reise startete und normalerweise lebt, war nicht bekannt.

Reise mit dem Motorrad: Er habe „der Welt zeigen wollen, dass Afghanistan sicher ist“

Für seinen Weg durch die Türkei und den Iran besaß er Taliban-Angaben zufolge Einreisegenehmigungen. Nach Afghanistan sei er aber in Herat eingereist, ohne die Behörden zu informieren. „Er war in Eile, er sagte mir, er müsse weiter nach Kabul, um an einer Hochzeitszeremonie teilzunehmen“, sagte der Leiter der Taliban-geführten Sportabteilung der Provinz, Bilal Mujahid. Er sei persönlich zum Kontrollpunkt geeilt, um den Mann zu begrüßen und ein Foto mit ihm zu schießen. Nach dem Grund für sein Transportmittel gefragt, habe der Biker ihm gesagt, er habe „der Welt zeigen wollen, dass Afghanistan sicher ist“ und man es mit einem Motorrad bereisen könne, behauptete Mujahid.

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Die militant-islamistischen Taliban hatten im August 2021 in Afghanistan erneut die Macht übernommen. Sie bemühen sich seither um den Eindruck, dass das lange von Krieg und Terrorismus geplagte Land unter ihrer Führung sicherer sei.

RND/dpa

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