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Ferienvermieter auf Mallorca bieten Flutopfern Urlaubsrabatt

  • Eine Vereinigung der Ferienvermieter auf Mallorca will deutschen Flutopfern etwas Gutes tun.
  • Ab September sollen Betroffene in den Fincas, Häusern und Wohnungen der Vereinigung 10 bis 50 Prozent Rabatt erhalten.
  • Dazu müssen sie allerdings ein Schreiben ihrer Gemeinde vorzeigen können.
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Mallorca. Die Hochwasserkatastrophe hat Deutschland schwer getroffen. Insgesamt starben mindestens 170 Menschen. Etliche werden noch immer vermisst. In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern stehen viele Menschen vor dem Nichts oder mussten zumindest einen hohen finanziellen Schaden hinnehmen.

Eine Vereinigung der Ferienvermieter auf Mallorca namens Federació ETV Mallorca hat sich für diese Menschen nun eine besondere Aktion ausgedacht: Der „Mallorca Zeitung“ zufolge sollen Flutopfer in den Fincas, Häusern und Wohnungen der Vereinigung Rabatte erhalten: zwischen 10 und 50 Prozent – je nachdem, wie stark die Menschen von dem Hochwasser betroffen sind.

Rabatt für Flutopfer: Angebot gilt ab September

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Wie der Präsident von Federació ETV Mallorca, Jordi Cerdó, gegenüber der Zeitung berichtet, soll das Angebot ab September gelten und mindestens bis März des kommenden Jahres andauern. In der aktuell laufenden Hochsaison gelten die Rabatte noch nicht.

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Um die Vergünstigungen in Anspruch nehmen zu können, müssen sich die Betroffenen mit der Vereinigung in Kontakt setzen und nachweisen, dass sie tatsächlich von den Überschwemmungen betroffen sind. Entweder, weil sie Angehörige verloren haben, ihr Haus beschädigt wurde oder das Auto zerstört ist. „Ein kaputter Kühlschrank reicht nicht aus, um einen Rabatt zu bekommen. Genauso wenig, wie es ausreicht, lediglich in der betroffenen Gegend zu leben, aber selbst keinen Schaden davongetragen zu haben“, so Cerdó.

Präsident lebte selbst einige Jahre in Bottrop

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Als Nachweis akzeptiert Federació ETV Mallorca ausschließlich ein Schreiben des Bürgermeisters oder der Gemeinde, das die Zerstörung des Eigentums dokumentiert. Eine Übersetzung des Schreibens auf Spanisch ist laut Cerdó nicht nötig.

Der Wunsch, den betroffenen Menschen etwas Gutes zu tun, entstand bei Jordi Cerdó aus persönlicher Verbundenheit heraus. Er wohnte selbst einst im Ruhrgebiet: in Bottrop. Seine Tochter lebt dort bis heute. Die Stadt ist nicht weit von den überschwemmten Gebieten in Nordrhein-Westfalen entfernt.

Mallorca droht Einstufung als Hochinzidenzgebiet

Ob jetzt oder erst in ein paar Monaten: Reisende müssen grundsätzlich weiter die Corona-Infektionszahlen beachten. Und die schießen auf der spanischen Urlaubsinsel aktuell in die Höhe, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben der „Mallorca Zeitung“ bei 358 (Stand 21. Juli). Am 11. Juli hat die Bundesregierung deswegen ganz Spanien und damit auch Mallorca als Risikogebiet eingestuft. Das bedeutet, dass das Auswärtige Amt derzeit vor Reisen in das beliebte Urlaubsland inklusive Mallorca abrät, für Mallorca-Urlaubende hat die Einstufung als Risikogebiet aber kaum praktische Auswirkungen.

Bei einer Hochstufung zum Hochinzidenzgebiet sähe das jedoch anders aus. Dann müssten ungeimpfte Reisende, die nicht von Corona genesen sind, nicht nur einen negativen Corona-Test vorweisen (PCR-Test maximal 72 Stunden alt, Antigentest maximal 48 Stunden), sondern nach der Rückreise nach Deutschland auch für zehn Tage in Quarantäne. Der Zeitraum kann durch einen zweiten Test auf fünf Tage verkürzt werden. Da die Sieben-Tage-Inzidenz in Spanien aktuell bei 372,3 liegt, könnte die Hochstufung zum Hochinzidenzgebiet, die bereits bei einer Inzidenz über 200 droht, schon bald folgen.

RND/jaf

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