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Hackerattacke auf Aida: Das stand in der Erpressermail an die Kreuzfahrtreederei

  • Aufgrund von IT-Problemen hatte Aida Cruises an Weihnachten die Silvesterkreuzfahrten abgesagt – andere Kreuzfahrten folgten.
  • Mittlerweile ist klar: Das System von Deutschlands größter Reederei wurde gehackt.
  • Nun gibt die Staatsanwaltschaft Rostock weitere Details preis.
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Rund fünf Wochen nach der Hackerattacke auf die Rostocker Reederei Aida Cruises werden nun neue Details zu dem Cyberangriff bekannt, mit dessen Folgen das Unternehmen noch immer zu kämpfen hat. Laut den zuständigen Ermittlern der Staatsanwaltschaft in Rostock haben die mutmaßlichen Erpresser zwar keine konkreten Forderungen gestellt. Allerdings wurde eine Erpressermail auf einem der infizierten Rechner im Reedereinetzwerk gefunden, in der „Aida aufgefordert wird, mit den Absendern Kontakt aufzunehmen“, sagt der Rostocker Oberstaatsanwalt Harald Nowack gegenüber der „Ostsee-Zeitung“ (OZ). Eine konkrete Forderung, beispielsweise eine Summe, sei darin nicht genannt worden. Auf die E-Mail habe die Reederei aber nicht reagiert.

Experten versuchen Schaden zu beheben – Aida will ab März wieder reisen

Am ersten Weihnachtstag 2020 hatten die unbekannten Täter das System der Reederei mit einer sogenannten Ransomware attackiert. Das Schadprogramm behinderte unter anderem die Bezahlsysteme an Bord der Kreuzfahrtschiffe und den Zugriff auf die Passagierlisten oder Flugdaten der anreisenden Gäste. Daher mussten die geplanten Silvesterkreuzfahrten mit den Schiffen „Aida Perla“ und „Aida Mar“ abgesagt werden – andere Reisen folgten. Das Unternehmen sprach zunächst nur von IT-Problemen.

Der Schaden durch den Angriff dürfte in die Millionen gehen, und noch immer steht unter anderem das Buchungssystem nicht zur Verfügung. Experten würden derzeit versuchen, den Schaden zu beheben. Außerdem sei ungewiss, ob Daten aus dem Netzwerk der Reederei kopiert wurden und wer die Täter sind, so Oberstaatsanwalt Nowack zur OZ. Sie könnten aus dem Ausland oder aus Deutschland stammen. Dennoch plant Aida Cruises, am 6. März wieder mit mehreren Kreuzfahrtschiffen ab Gran Canaria und Mallorca zu reisen.

RND/bv

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