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  • Gumpen am Königssee: Nationalpark sperrt beliebten Instagram-Hotspot

Selfie-Hotspot: „Infinity-Pools“ am Königssee gesperrt – bis zu 25.000 Euro Strafe

  • Der Königsbachfall ist mit seinen Natur-Pools ein Instagram-Hotspot.
  • Da die vielen Besucher aber der Pflanzen- und Tierwelt schaden, wird das Gebiet nun gesperrt.
  • Wer sich nicht an das Betretungsverbot hält, muss mit bis zu 25.000 Euro Strafe rechnen.
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Die Gumpen im Königsbachfall im Nationalpark Berchtesgardener Land sind mit ihrem kristallklaren Wasser und dem Bergpanorama ein beliebtes Fotomotiv. Obwohl kein offizieller Weg dorthin führt, kommen bei schönem Wetter um die 400 Personen zu den natürlichen Pools, um sich dort für die sozialen Medien zu inszenieren. Doch damit ist nun Schluss. Wie der Nationalpark heute mitteilte, wird der Bereich um die Gumpe im oberen Teil des Königsbach-Wasserfalls ab dem 30. Juni für mindestens fünf Jahre gesperrt.

Hohe Strafe bei Missachtung

Auf Instagram schreibt der Park, dass die Sperrung „aus Gründen des Naturschutzes geschieht und der Pflanzen- und Tierwelt vor Ort die Möglichkeit geben soll, sich von den ihr zugefügten Schäden der letzten Jahre zu erholen“. Besonders der durch soziale Medien entstandene Massenansturm auf die Pools habe dazu geführt, dass zahlreiche Tierarten, darunter streng geschützte Vogelarten, massiv gestört wurden. Wer das Gebiet trotz Sperrung betritt, muss mit einer Strafe von bis zu 25.000 Euro rechnen.

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Die Sperrung des Gebietes war lange Zeit umstritten. Der Gemeinderat von Schönau hatte sich dagegen ausgesprochen. „Es ist nicht der richtige Weg, zu sperren“, sagte der zweite Bürgermeister Richard Lenz (Freie Wähler) Anfang Mai. „Wir haben freies Betretungsrecht.“ Verbände waren unterschiedlicher Meinung. Während der Landesbund für Vogelschutz für eine mehrjährige Sperrung plädierte, wollte der Deutsche Alpenverein auf Eigenverantwortung setzen.

Positive Reaktionen auf Instagram

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Auf Instagram sind die Reaktionen auf die Verkündigung der Sperrung nun aber größtenteils positiv. So schreibt ein Nutzer beispielsweise: „Ich als Anwohner finde es richtig und wichtig. Die Vergangenheit zeigte eine Menge Missachtung der Regeln von Touristen“. Ein anderer kommentiert: „Absolut verständlich, die Erholung der Natur hat hier Priorität! Schade, dass es oft nur mit Verboten und Strafen geht.“

RND/jaf

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