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Nur 88 Flüge pro Stunde erlaubt

Flughafen Frankfurt: Wie ist die aktuelle Lage am Airport?

Viel Betreib in der Abflughalle? So eng wie auf diesem Bild in Frankfurt vor der Corona-Zeit geht es zurzeit auf Flughäfen nicht zu.

Viel Betreib in der Abflughalle? So eng wie auf diesem Bild in Frankfurt vor der Corona-Zeit geht es zurzeit an den Flughäfen in Deutschland zu. Gestiegene Reiselust trifft auf reduziertes Personal.

Setzt sich das Flugchaos unverändert fort? Neben dem Personalmangel am Flughafen Frankfurt, das zu Extrem-Warteschlagen an der Sicherheitskontrolle und Gepäckrückgabe sorgt, streikt nun auch noch das Bodenpersonal der Lufthansa am heutigen Mittwoch, 27. Juli. Das hat drastische Folgen für alle Urlauberinnen und Urlauber in Frankfurt: Lufthansa hat vorsorglich mehr als 1000 Flüge an den Drehkreuzen Frankfurt und München gestrichen und fürchtet Auswirkungen bis zum Freitag, 134.000 Reisende sind betroffen.

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Entsprechend leer ist es am Flughafen Frankfurt am Mittwoch: Um 3.45 Uhr legten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lufthansa die Arbeit nieder. Passagierinnen und Passagiere, die an diesem Tag eigentlich fliegen wollten, waren auf Anraten der Lufthansa gar nicht erst angereist. Die Schalter seien an diesem Tag ohnehin nicht in gewohnter Stärke besetzt. Nach morgendlicher Leere bildeten sich lange Schlangen meist ausländischer Kunden vor den spärlich besetzten Schaltern.

Am größten deutschen Airport in Frankfurt wurden am Mittwoch 725 von 1160 geplanten Flügen abgesagt, wie ein Sprecher des Betreibers Fraport erklärte. Damit sind auch Flüge anderer Gesellschaften betroffen, die üblicherweise vom Lufthansa-Bodenpersonal mitbetreut werden. Lufthansa selbst hatte für Mittwoch die Zahl von 646 streikbedingten Flugabsagen genannt.

Gestrichen wurden auch Flüge von Lufthansa-Konzerngesellschaften wie Swiss, Austria, Brussels oder Air Dolomiti. Darüber hinaus konnten auch unter anderem Maschinen von Croatian, United, Air Canada oder der polnischen LOT nicht abheben.

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Lufthansa-Streik am Flughafen Frankfurt: So gehen die Verhandlungen weiter

Lufthansa-Kunden müssen nach dem Warnstreik des Bodenpersonals am Mittwoch zumindest bis zur nächsten Gesprächsrunde in der kommenden Woche keine weiteren Aktionen der Gewerkschaft Verdi fürchten. Verdi-Verhandlungsführerin Christine Behle sagte am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“ auf eine entsprechende Frage: „Das kann ich ausschließen.“ Verdi und die Lufthansa wollen wieder am 3. und 4. August über Gehälter und Arbeitsbedingungen der rund 20 000 Bodenbeschäftigten sprechen. Behle verteidigte zudem die Länge des Warnstreiks von mehr als 24 Stunden: Man versuche, alle Beschäftigten einzubeziehen.

Starts und Landungen am Flughafen Frankfurt auch nach 23 Uhr möglich

Dabei wollen die Menschen in den Ferien nur eines: Ab in den Urlaub! Doch auch, wenn das Flughafenchaos in Frankfurt an Mittwoch wegen des Streiks aussetzt, trüben lange Warteschlangen an den anderen Reisetagen die Stimmung: Reisende müssen immer wieder extrem lange beim Check-in, an der Sicherheitskontrolle und bei der Gepäckrückgabe warten. Hinzu kommen oft kurzfristige Annullierungen und zahlreiche Flugverspätungen – am Frankfurter Airport müssen sich Reisende außerdem vermehrt auf Starts und Landungen nach 23 Uhr einrichten.

Dieser Überblick zeigt, wann Sie spätestens am Check-in am Flughafen Frankfurt stehen sollten, wie lange Sie zu den Stoßzeiten warten müssen und wie Sie bei Problemen vorgehen.

Fluggäste warten im Flughafen Hamburg vor dem Sicherheitscheck auf die Abfertigung. Zu Beginn der Sommerferien im Norden herrscht großer Andrang am Flughafen. Auch in Frankfurt war es am Wochenende voll.

Fluggäste warten im Flughafen Hamburg vor dem Sicherheitscheck auf die Abfertigung. Zu Beginn der Sommerferien im Norden herrscht großer Andrang am Flughafen. Auch in Frankfurt war es am Wochenende voll.

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Besonders betroffen von langen Wartezeiten und Flugausfällen sind Urlauberinnen und Urlauber, deren Flug zu den Stoßzeiten des Flughafens Frankfurt geht, also vor allem freitags bis sonntags in den Morgen- oder Abendstunden. Besonders zu Ferienbeginn ist mit einem erhöhten Fluggastaufkommen zu rechnen. Im Juli starten 15 Bundesländer in die Sommerferien, oft mehrere gleichzeitig zu den Wochenenden hin. Hier ein Überblick.

Der Betrieb laufe auch am zweiten Tag der Sommerferien in mehreren Bundesländern ohne erkennbare Probleme. In den Terminals herrsche zwar Hochbetrieb, aber bislang funktioniere alles geordnet, sagte ein Fraport-Sprecher am Sonntag.

Ausfälle am Flughafen Frankfurt: Diese Flüge sind gestrichen

Der Frankfurter Flughafen hat eine deutliche Kapazitätsbegrenzung für Passagiere eingeführt: Nur noch 88 Starts und Landungen pro Stunde sind erlaubt, vor wenigen Wochen gab es noch Spitzen mit bis zu 106 Flugbewegungen in der Stunde am Fraport.

Sollte es zu Verspätungen oder Ausfällen kommen, informieren die Airlines ihre Passagiere darüber in der Regel per E-Mail oder per App. Wer sicher gehen will, checkt den Flugstatus vor der Reise. Dazu geben sie die jeweiligen Flugdaten sowie Start- und Zielflughafen in ein Formular auf der Website der jeweiligen Airline ein:

Lufthansa | Eurowings | Condor | Ryanair | Easyjet | Wizzair | Turkish Airlines | Sunexpress | Emirates | KLM | Scandinavian Airlines (SAS) | TuiFly

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Im Rahmen des Lufthansa-Streiks fallen fast alle Flüge dieser Airline aus. Die Flieger der Lufthansa-Tochter Eurowings Discover werden wie geplant durchgeführt. Sie verbinden Frankfurt mit Urlaubszielen wie Palma oder Hurghada, aber auch mit verschiedenen Zielen in den USA.

Welche Flüge verspäten sich am Flughafen Frankfurt?

Aktuell kommt es immer wieder zu Verspätungen am Flughafen Frankfurt. Einen aktuellen Überblick bietet die Liste der Ankünfte und Abflüge. Reisende können sie hier einsehen.

Wie lange vor Abflug muss man am Flughafen Frankfurt sein?

Der Flughafen Frankfurt empfiehlt daher aktuell, mindestens zweieinhalb Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. Reisende mit Aufgabegepäck sollten zügig zum Schalter gehen und sich anschließend unmittelbar an der Sicherheitskontrolle anstellen. Wer ohne Aufgabegepäck reist, spart sich eine der Warteschlangen, indem er oder sie im Vorfeld bereits online eincheckt.

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Wie lange sind aktuell die Wartezeiten am Flughafen Frankfurt bei Sicherheitskontrolle und Check-in?

Die Wartezeiten sind abhängig vom Fluggastaufkommen. Zu den Stoßzeiten – vor allem also an den Wochenenden, in den Morgenstunden, vom Nachmittag bis zum Abend – ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Auf den Monitoren am Flughafen können Reisende erkennen, wie lang sie voraussichtlich in der Schlange an der Sicherheitskontrolle warten werden.

Gähnende Leere: Während der Hochphase der Corona-Pandemie herrschte am Flughafen Frankfurt zeitweise nahezu gespenstische Stille. Inzwischen ist der Trubel fast so stark wie vor der Pandemie zurückgekehrt.

Gähnende Leere: Während der Hochphase der Corona-Pandemie herrschte am Flughafen Frankfurt zeitweise nahezu gespenstische Stille. Inzwischen ist der Trubel fast so stark wie vor der Pandemie zurückgekehrt.

Um die Wartezeit für alle Reisenden möglichst kurz zu halten, rät der Flughafen, den Plastikbeutel mit den Flüssigkeiten sowie Elektrogeräte bei der Hand zu haben, sobald Reisende den Sicherheitscheck erreicht haben. Auch Jacken sollten Reisende vorab ausziehen und mit in den Korb legen.

Flug verspätet oder gestrichen: Das müssen Reisende wissen

Wenn ein Flug verspätet oder gar gestrichen wird, haben Reisende Anspruch auf eine Ersatzbeförderung oder auf die vollständige Rückerstattung der Ticketkosten. Sie sollten sich dazu möglichst zügig mit der Airline in Verbindung setzen. Wenn die Airline von sich aus keine Umbuchung anbietet, dürfen Reisende selbst aktiv werden und einen Alternativflug buchen. Den neuen Reisepreis können sie später von der Fluggesellschaft zurückfordern. Wenn der Flug im Rahmen einer Pauschalreise gestrichen wird, ist der Reiseanbieter der erste Ansprechpartner. Er muss für Ersatz sorgen.

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In bestimmten Fällen steht Reisenden außerdem eine Entschädigung zu: Wenn die Info über die Annullierung weniger als 14 Tage vor Reiseantritt erfolgt, muss die Airline je nach Flugstrecke zwischen 250 und 600 Euro zahlen. Nicht zahlen muss die Airline, wenn der Flug wegen außergewöhnlicher Umstände gestrichen wird, etwa Unwetter, Streik, politische Unruhen oder Naturkatastrophen.

Verspätetes und verlorenes Gepäck: An wen wenden am Flughafen Frankfurt?

Auch an der Gepäckausgabe könne es wegen Personalmangel zu „erheblichen Wartezeiten“ kommen, warnt der Airport. „Bitte planen Sie dies ein, wenn Sie einen Anschlusszug buchen oder sich abholen lassen möchten“, gibt der Flughafen bei Twitter bekannt. Hier ist Geduld gefragt. Schon seit Wochen gibt es an dem Airport Probleme bei der Gepäckabfertigung, weil sich in der Corona-Krise viele Mitarbeiter neue Jobs gesucht haben. Ein Fraport-Sprecher hatte bereits darauf vorbereitet, dass auch an diesem Wochenende Wartezeiten von ein bis zwei Stunden an der Gepäckausgabe möglich seien.

Der Airport gibt bekannt: „Bei der Rückreise kommt es insbesondere an der Gepäckausgabe zu Wartezeiten. Reisende sollten dies bei der Planung ihrer weiteren Heimfahrt, bei der Buchung von Zugverbindungen und Verabredungen mit Abholern entsprechend berücksichtigen.“

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Sollte das Gepäck gar nicht eintreffen, sollten Reisende sich am Lost-and-found-Schalter der jeweiligen Fluggesellschaft melden, die sich im Bereich der Gepäckausgabe befindet. Sollte der Koffer sich auf dem Gelände des Flughafens befinden, können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihn womöglich mithilfe einer genauen Beschreibung ausfindig machen.

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Hilft auch das nichts, sollten Reisende für die Verlustmeldung die jeweilige Airline kontaktieren. Bei der Lufthansa zum Beispiel kann der Verlust des Koffers online oder über die Lufthansa-App gemeldet werden. Reisende sollten dabei die Flugnummer und die Anzahl der aufgegebenen Gepäckstücke bei der Hand haben.

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Flughafen Frankfurt: Gibt es Entschädigungen bei Kofferverlust?

Wenn ein Koffer nach 21 Tagen nicht wieder aufgetaucht ist, so gilt er als verschollen. Reisende am Flughafen Frankfurt können in diesem Fall eine Entschädigung von maximal 1385 Euro erhalten. Dazu ist es wichtig, dass Reisende sich nach dem Verlust nach der Landung bei der jeweiligen Fluggesellschaft am Lost-and-found-Schalter am Flughafen melden. Dort füllen die Reiserückkehrerinnen und -rückkehrer ein Formular aus und hinterlassen ihre Adresse. Sollte das Gepäckstück tatsächlich innerhalb von 21 Tagen nicht auftauchen, muss die Airline den Zeitwert der Gegenstände im Koffer erstatten.

Wer eine Pauschalreise gebucht hat, wendet sich an den jeweiligen Reiseveranstalter.

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Flughafen Frankfurt: Servicenummer und Ansprechpartner

Wer vor, während oder nach der Reise zum oder vom Airport Frankfurt Fragen hat, erreicht die Servicemitarbeiterinnen und -mitarbeiter am Flughafen unter der Telefonnummer 069 6900. Am Flughafen selbst helfen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Service Points weiter. Sie befinden sich in Terminal 1 beim Abflug B auf Ebene 2 und im Terminal 2 in der Halle D/E, ebenfalls auf Ebene 2. Einen weiteren Infoschalter gibt es im Bereichen B (Transit) auf Ebene 3.

Wer sich mit einer Frage an die Fluggesellschaft wenden möchte, findet die Telefonnummern der wichtigsten Fluglinien hier:

  • Condor: 0180 6 767767 (Kosten: 20 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, mobil 60 Cent)
  • Easyjet: 049 030 726297510 (zum Festnetztarif des Telefonanbieters)
  • Emirates: 069 94519 2000 (zum Festnetztarif des Telefonanbieters)
  • Eurowings: 01806 356 365 (0,20 Euro pro Anruf)
  • KLM: 069 299 93 770 (zum Festnetztarif des Telefonanbieters)
  • Lufthansa: 069 86 799 799 (zum regulären Festnetztarif des Telefonanbieters)
  • Ryanair: 030 8009 8356 (zum regulären Festnetztarif des Telefonanbieters)
  • SAS: 069 8679 9676 (zum regulären Festnetztarif des Telefonanbieters)
  • Sun Express: 069 9023 4000 (zum regulären Festnetztarif des Telefonanbieters)
  • Sundair: 030 53676791 (zum regulären Festnetztarif des Telefonanbieters)
  • Swiss: 069 86798000 (zum regulären Festnetztarif des Telefonanbieters)
  • TAP Air Portugal: 0180 6000941 (Kosten: 20 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, mobil 60 Cent)
  • Thai Airways: 069 92874 444 (zum regulären Festnetztarif des Telefonanbieters)
  • Turkish Airlines: 069 86799849 (zum regulären Festnetztarif des Telefonanbieters)
  • Tuifly: 0421 5250579 (zum regulären Festnetztarif des Telefonanbieters)

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RND/vh/gei

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