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Analyse von Flugdaten

Flugchaos in Europa: Jeder vierte Reisende von Ausfällen oder Verspätungen betroffen

Flug gestrichen? Bei Weitem kein Einzelfall in diesem Jahr.

Flug gestrichen? Bei Weitem kein Einzelfall in diesem Jahr.

An Europas Flughäfen herrscht in diesem Jahr Chaos. In vielen Ländern müssen sich Reisende auf verspätete oder gar gestrichene Flüge einstellen. Von Einzelfällen kann schon lange nicht mehr die Rede sein. Aber wie viele Passagierinnen und Passagiere waren bislang konkret von den Problemen betroffen? Dieser Frage ist jetzt die Organisation für Fluggastrechte Airhelp nachgegangen.

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Zahl der Flugprobleme doppelt so hoch wie 2021

Eine Analyse der Organisation, deren Ergebnis dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) exklusiv vorliegt, hat ergeben, dass sich im Zeitraum von Januar bis Ende Juni bereits 66 Millionen Menschen in Europa über Flugverspätungen oder Annullierungen ärgern mussten. Damit war jeder vierte Reisende von den Auswirkungen der Personalknappheit bei Airlines und Dienstleistern am Boden betroffen. Im Vergleich zur ersten Jahreshälfte im vergangenen Jahr ist die Zahl laut der Analyse um 100 Prozent gestiegen. Und auch die Gründe unterscheiden sich. Während in diesem Jahr der Personalmangel die meisten Probleme auslöst, waren es im ersten halben Jahr 2021 vor allem Impfpass- und Testkontrollen.

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Weitere Ergebnisse: Von den 66 Millionen betroffenen Urlauberinnen und Urlaubern starteten fast zwei Millionen mit einer Verspätung von mehr als drei Stunden. Bei knapp 5,5 Millionen fielen die Flüge komplett aus, Anspruch auf eine Entschädigung hatten etwa vier Millionen Reisende. Eine Entschädigung steht nach der EU-Fluggastverordnung allen zu, deren Flug weniger als 14 Tage vor Reiseantritt annulliert wurde. Nur wenn der Flug wegen außergewöhnlicher Umstände wie Unwetter, Streiks und Anschlägen gestrichen werden muss, verfällt der Anspruch.

In diesen Ländern ist das Chaos am größten

Nach Angaben der Organisation ist das Chaos an Flughäfen und bei Airlines in den Niederlanden, Belgien und Slowenien besonders groß. In den Niederlanden waren 34 Prozent der Passagierinnen und Passagiere von Verspätungen betroffen, in Belgien und Slowenien jeweils 31 Prozent. In Deutschland sind es 27,5 Prozent.

Doch es gibt in Europa auch Flughäfen, bei denen sich das Chaos in Grenzen hält: etwa auf Malta, in Belarus und in Irland. Auf Malta waren von Januar bis Ende Juni 11 Prozent der Urlauberinnen und Urlauber von Verspätungen und Ausfällen betroffen, in Belarus 13 Prozent und in Irland 15 Prozent. Doch auch wenn das Chaos sich in diesen Ländern in Grenzen hält, so sind die Flughäfen auch hier weit von einem reibungslosen Ablauf entfernt.

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Lage im Juli: Besonders viele Verspätungen in Brüssel und Frankfurt

Während Airhelp Daten der gesamten ersten Jahreshälfte untersucht hat, hat das Portal „Hopper“ einen kurzen, dafür besonders aktuellen Zeitraum gewählt – vom 1. bis zum 10. Juli 2022, um Aussagen zur Lage an Europas Flughäfen zu treffen. Das Ergebnis: Nur auf die ersten zehn Tage im Juli bezogen gab es am Flughafen Brüssel die meisten Flugverspätungen. Betroffen waren dem Ergebnis der Analyse nach 72 Prozent aller Flüge. Annulliert wurden 2,5 Prozent.

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Auf Platz zwei in puncto Verspätungen landete der Flughafen Frankfurt, wo 68 Prozent aller Flüge den Flughafen nicht pünktlich verließen. Gestrichen wurden hier sogar 7,8 Prozent aller Flüge. Auf Platz drei: der Flughafen in Eindhoven. Verspätet waren hier 67 Prozent der Flüge, gestrichen wurden 1,8 Prozent.

Wie ist die Lage an den Flughäfen in Deutschland?

An vielen Flughäfen trifft aktuell eine gegenüber den Vorjahren stark gestiegene Nachfrage nach Flugtickets auf eine Personalknappheit bei Airlines und Dienstleistern am Boden. Auch an deutschen Flughäfen müssen sich Reisende diesen Sommer auf lange Wartezeiten, Verspätungen und Flugausfälle einstellen.

Wie die aktuelle Lage, beispielsweise am Flughafen Frankfurt, am BER oder am Flughafen in Hamburg, ist, verraten diese Artikel:

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RND/jaf

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