• Startseite
  • Reise
  • Corona-Mutation: Diese Länder in Europa schließen ihre Grenze für Touristen

Einreiseverbot: Diese Länder in Europa schließen ihre Grenze für Touristen

  • Aus Sorge vor den Corona-Mutationen verbieten immer mehr Länder in Europa die Einreise.
  • Dänemark hat seine Grenzen bereits Anfang Januar für Touristen geschlossen.
  • Nun folgen Portugal, Norwegen, Belgien, Finnland und Tschechien.
Anzeige
Anzeige

Vor einer Woche hatten sich die EU-Staats- und Regierungschefs darauf verständigt, wegen der Gefahr durch die neuen Corona-Varianten vermeidbare Reisen weitgehend auszubremsen. Nun schließen immer mehr Länder in Europa ihre Grenzen für Touristen. Sie verbieten nicht zwingend notwendige und touristische Reisen, damit neue Corona-Infektionen nicht eingeschleppt werden.

Corona-Virusvariantengebiet Portugal riegelt sich ab

So hat sich nun das Corona-Virusvariantengebiet Portugal zur Eindämmung der Pandemie abgeriegelt. Seit Sonntag ist in dem auch bei Deutschen beliebten Urlaubsland die Ein- und Ausreise ohne triftigen Grund untersagt. An der Landgrenze zum Nachbarn und EU-Partner Spanien wurden - wie bereits im Frühjahr 2020 - wieder Kontrollen eingeführt. Bereits seit Freitag, 29. Januar, dürfen Spanier die Grenze zunächst für zwei Wochen nur noch in Notfallsituationen überschritten werden.

Anzeige

An Häfen und Flughäfen wurden zudem nach dem Regierungsdekret die Kontrollen verschärft. Ausnahmen gelten unter anderem für Menschen, die zur Arbeit fahren, an ihren Hauptwohnsitz zurückkehren oder beruflich unterwegs sind, für den Warentransport sowie für medizinische Notfälle oder humanitäre Hilfe. Die Bundesregierung erklärte Portugal ebenfalls am Freitag zum Hochrisikogebiet und verhängte für das Land am Südwestzipfel Europas und andere Länder mit gefährlichen Coronavirus-Varianten eine Einreisesperre, die zunächst bis zum 17. Februar gilt.

Tschechien schließt Grenze für touristische Einreise

Tschechien ermöglicht Ausländern die Einreise seit Samstag, 30. Januar, nur noch in notwendigen Fällen. Ausnahmen gelten unter anderem für Dienstreisen, unerlässliche Familienbesuche, die Teilnahme an Beerdigungen sowie unaufschiebbare Behördenbesuche, wie aus einem Regierungsbeschluss hervorgeht. Wer in Tschechien ein Ferienhaus besitzt, kann dieses vorerst nicht mehr zur Erholung nutzen. Die Ausreise bleibt möglich.

Für Deutsche ändert sich damit praktisch nicht viel: Bereits seit dem 18. Dezember gilt infolge der Ausgangsbeschränkungen, dass Aufenthalte in Tschechien nur noch mit einem triftigen Reisegrund möglich sind. Zudem sind Hotels seit Längerem für Touristen geschlossen. Weil die Bundesrepublik als Corona-Risikogebiet eingestuft wird, muss zudem ein Einreiseformular ausgefüllt und dem zuständigen Gesundheitsamt ein negativer PCR-Test vorgelegt werden.

Anzeige

Frankreich: Einreise-Verbot für Reisende außerhalb der EU

Als Reaktion auf die Verbreitung der Corona-Mutationen verbietet Frankreich die Einreise aus Ländern außerhalb der Europäischen Union seit Sonntag, 31. Januar. Von Reisenden aus EU-Staaten verlangt Frankreich einen negativen PCR-Test.

Anzeige

Norwegen schließt seine Grenzen aus Sorge vor Virusmutationen

Auch Norwegen hat in der Nacht zu Freitag, 29. Januar, die Grenzen für Reisende, die nicht im Land wohnen. Das verkündete Regierungschefin Erna Solberg am Mittwochabend auf einer Pressekonferenz in Oslo. Ausnahmen gebe es nur für Arbeitnehmer mit kritischen Funktionen, den Warentransport und Gesundheitspersonal aus den Nachbarländern Schweden und Finnland. Schweden wiederum hat aber seine Grenzen nach Norwegen geschlossen.

Finnland und Belgien verbieten touristische Reisen

In Finnland und Belgien gelten bereits seit dem 27. Januar verschärfte Einreiseregeln. Belgien verbietet alle nicht zwingend notwendigen Reisen nach Belgien und von Belgien ins Ausland bis März. Das Verbot soll im Straßen-, Flug-, Schiffs- und Schienenverkehr kontrolliert werden. Notwendige Reisen sind weiterhin zugelassen, darunter fallen der Warenverkehr, Grenzpendler, Reisen aus medizinischen und wichtigen familiären Gründen. Außerdem sind weiterhin Fahrten zum Besuch des nicht im eigenen Haushalt lebenden Partners und gemeinsamer Kinder gestattet.

Finnland verhängt für alle Schengen-Staaten scharfe Einreisebeschränkungen. Daraus resultiert, dass praktisch alle nicht notwendige, touristische Reisen in das Land nicht gestattet sind. Denn einreisen dürfen nur Touristen, deren Länder den Inzidenzwert von 25 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 14 Tagen nicht überschreiten.

Aus Deutschland und den anderen Schengen-Staaten dürfen daher nur folgenden Personen einreisen: finnische Staatsangehörige und ihre Familienangehörigen, Inhaber von Aufenthaltsgenehmigungen, in Finnland Studierende, Diplomaten und Personal internationaler Organisationen, Militärpersonal, Personen, die internationalen Schutz benötigen und Personen, die dringende persönliche oder geschäftliche Gründe nachweisen können. Für alle besteht allerdings eine zehntägige Quarantänepflicht nach Einreise, die mit zwei Corona-Tests verkürzt werden kann.

Anzeige

Dänemark: Verschärfte Einreisebestimmungen seit Anfang Januar

Aus Sorge vor mutierten Coronavirus-Varianten und der Corona-Lage weltweit hatte Dänemark die Einreisebestimmungen bereits Anfang Januar verschärft. Seit dem 9. Januar lässt das Land bis auf wenige Ausnahmen nur noch Menschen einreisen, die einen triftigen Einreisegrund sowie einen negativen und maximal 24 Stunden alten Corona-Test vorweisen können. Diese Sonderregelung gilt unter anderem für Bewohner von Grenzregionen, darunter Personen mit Wohnsitz in Schleswig-Holstein. Die Einreise zu rein touristischen Zwecken ist aber grundsätzlich nicht erlaubt. An allen Grenzübergängen werden verstärkt Kontrollen durchgeführt.

RND/bv/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen