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14 Tage Quarantäne für Reiserückkehrer aus Virusvariantengebieten – kein Freitesten

  • Deutschland verschärft ab diesem Montag erneut seine Einreiseregeln.
  • Wer aus einem Virusvariantengebiet einreist, muss für 14 Tage in Quarantäne – bisher waren es zehn Tage.
  • In einzelnen Bundesländern gibt es Ausnahmen von den Beschlüssen.
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Die Bundesregierung hat 15 Länder größtenteils komplett als Virusvariantengebiet eingestuft. Für diese Gebiete mit besonders hohem Infektionsrisiko durch das verbreitete Auftreten bestimmter SARS-CoV-2 Virusvarianten sollen die Einreisebeschränkungen erneut verschärft werden. Reiserückkehrer müssen künftig für 14 Tage in strikte Quarantäne – bisher waren es zehn Tage. Die Verschärfung wird mit der „vielfach beschriebenen längeren Ansteckungsdauer durch Virusvarianten“ begründet.

Auch ein vorzeitiges Beenden der Quarantäne durch einen negativen Test am fünften Tag nach der Einreise soll damit nicht mehr möglich sein. Das geht aus dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz hervor, dieser wurde von den 16 Bundesländern in den jeweiligen Landesverordnungen umgesetzt.

Bundesländer setzen teils eigene Quarantäne-Regeln um

Teils gibt es Abweichungen von den Bund-Länder-Beschlüssen. So können sich in Baden-Württemberg auch Reiserückkehrer aus Hochinzidenzgebiet künftig nicht mehr nach fünf Tagen freitesten lassen, sondern müssen zehn Tage in Quarantäne. Wer aus einem Gebiet mit Virusvarianten einreist, muss 14 Tage lang in Quarantäne bleiben und kann sich ebenfalls nicht freitesten lassen. In Nordrhein-Westfalen gilt grundsätzlich eine zehntägige Einreisequarantäne, diese kann aber vermieden werden, wenn sich die Reisenden 48 Stunden vor oder bis 24 Stunden nach ihrer Einreise einem Corona-Test unterziehen und das Ergebnis des Tests negativ ist. Einreisende nach NRW aus einem Land mit Virusvarianten können sich frühestens nach fünf Tagen durch einen negativen Corona-Test freitesten.

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Beförderungsverbot aus Virusvariantengebieten verlängert

Gleichzeitig weisen Bund und Länder darauf hin, dass Bürgerinnen und Bürger bei der Rückreise aus Virusvariantengebieten mit eingeschränkten Beförderungsmöglichkeiten rechnen müssen. Denn die Bundesregierung hat zuletzt bereits das Beförderungsverbot für Einreisende aus betroffenen Regionen bis 17. März verlängert. „Mit einem deutlich verringerten Eintrag von Virusvarianten sollen weitere Infektionen möglichst verhindert werden“, heißt es dazu in der Coronavirus-Schutzverordnung. Das Beförderungsverbot betrifft derzeit auch Einreisen aus Tschechien und weiten Teile des österreichischen Bundeslandes Tirol: Im Prinzip dürfen von dort nur noch Deutsche und Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland einreisen. Unter anderem für Berufspendler, die in systemrelevanten Branchen arbeiten, gibt es Ausnahmen.

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Folgende Staaten gelten aktuell zumindest teilweise als Virusvariantengebiete:

  • Botswana (Virusvariantengebiet seit 7. Februar 2021)
  • Brasilien (Virusvariantengebiet seit 19. Januar 2021)
  • Eswatini (Virusvariantengebiet seit 31. Januar 2021)
  • Frankreich: das Département Moselle (Virusvariantengebiet seit 2. März 2021)
  • Irland (Virusvariantengebiet seit 13. Januar 2021)
  • Lesotho (Virusvariantengebiet seit 31. Januar 2021)
  • Malawi (Virusvariantengebiet seit 7. Februar 2021)
  • Mosambik (Virusvariantengebiet seit 7. Februar 2021)
  • Österreich: das Bundesland Tirol (Virusvariantengebiet seit 14. Februar 2021); ausgenommen sind der politische Bezirk Lienz (Osttirol), die Gemeinde Jungholz, sowie das Rißtal im Gemeindegebiet von Vomp und Eben am Achensee
  • Portugal inkl. aller autonomen Regionen (Virusvariantengebiet seit 27. Januar 2021)
  • Sambia (Virusvariantengebiet seit 7. Februar 2021)
  • Simbabwe (Virusvariantengebiet seit 7. Februar 2021)
  • Südafrika (Virusvariantengebiet seit 13. Januar 2021)
  • Tschechien (Virusvariantengebiet seit 14. Februar 2021)
  • Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland inkl. aller Überseegebiete, Isle of Man sowie aller Kanalinseln (Virusvariantengebiet seit 13. Januar 2021)

Die Einreiseregeln für Reisende aus Risikogebieten nach Deutschland

Neben den Virusvariantengebieten weist das Auswärtige Amt noch zwei weitere Arten von Risikogebieten aus, die auf der entsprechenden Liste des Robert-Koch-Institutes stehen: Normale Risikogebiete (Sieben-Tage-Inzidenz von über 50) und Hochinzidenzgebiete (Inzidenz über 200). Die Einstufung entscheidet auch über die Einreiseregeln nach Deutschland:

  • Einreise aus „normalem“ Risikogebiet: Pflicht zur Eintragung in die digitale Einreiseanmeldung; negativer Corona-Test maximal 48 Stunden vor oder nach der Einreise, muss spätestens 48 Stunden nach Einreise vorgelegt werden; Quarantänepflicht für zehn Tage, Zeitraum ab Tag fünf mit zweitem Test verkürzbar.
  • Einreise aus Hochinzidenzgebiet: Pflicht zur Eintragung in die digitale Einreiseanmeldung; negatives Corona-Testergebnis, das maximal 48 Stunden alt ist, muss vor der Einreise vorgelegt werden; Quarantänepflicht für zehn Tage, Zeitraum ab Tag fünf mit zweitem Test verkürzbar.
  • Einreise aus Virusvariantengebiet: Pflicht zur Eintragung in die digitale Einreiseanmeldung; negatives Corona-Testergebnis, das maximal 48 Stunden alt ist, muss vor der Einreise vorgelegt werden; aktuell noch: Quarantänepflicht für zehn Tage, Zeitraum ab Tag fünf mit zweitem Test verkürzbar. Ab 8. März: strikte 14-tägige Quarantäne.
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Bund und Länder appellieren generell, auf nicht zwingend notwendige Reisen im Inland und auch ins Ausland zu verzichten.

RND/gei

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