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  • Deutsche Bahn 2022: Tickets, Fahrpreise, Verbindungen – was sich für Bahnreisende im nächsten Jahr ändert

Was sich bei der Deutschen Bahn für Zugreisende ab 2022 ändert

  • Im kommenden Jahr müssen sich Bahnreisende auf einige Änderungen einstellen.
  • Beispielsweise ist es 2022 nicht mehr möglich, nach dem Einsteigen beim Zugpersonal ein Ticket zu kaufen.
  • Außerdem steigen noch vor dem Jahreswechsel die Fahrpreise. Ein Überblick.
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Die Deutsche Bahn hält im Jahr 2022 für Zugreisende einige Änderungen bereit. So ist es ab dem 1. Januar unter anderem nicht mehr möglich, ein Papierfahrkarte nach dem Einsteigen beim Zugpersonal zu kaufen. Ein Ticket kann dann nach der Abfahrt nur noch über die App oder die Bahnwebsite gebucht werden. Bisher können Reisende, die es eilig haben, im ICE oder Intercity nachträglich eine Fahrkarte gegen einen Aufpreis von 17 Euro kaufen.

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Sprinterzug von Berlin nach Köln: Deutsche Bahn macht Inlandsflügen Konkurrenz
1:03 min
Die Deutsche Bahn geht in die Offensive. Mit neuen Sprinter-Verbindungen will sie von Mitte Dezember an den innerdeutschen Flugangeboten Konkurrenz machen.  © dpa

Deutsche Bahn 2022: Doppelter Fahrpreis für Menschen ohne Ticket

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Ausgenommen von der Regelung sind ab 2022 nur noch Schwerbehinderte. Sie sollen auch weiterhin ihre Tickets beim Zugpersonal bekommen und nachträglich eine Rechnung erhalten. Für alle anderen gilt: Wer ohne Papier- oder Onlineticket in einen Zug steigt, muss richtig tief in die Tasche greifen. Laut Gesetz wird der doppelte Fahrpreis fällig, mindestens allerdings 60 Euro. Im Extremfall kann die DB also den doppelten Flexpreis für die gesamte Zugverbindung in Rechnung stellen, wodurch bis zu 300 Euro berechnet würden.

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Deutsche Bahn erhöht Mitte Dezember 2021 Fahrpreise

Bereits Ende 2021 müssen sich Bahnreisende auf höhere Fahrpreise einstellen. Sie steigen am 12. Dezember im Durchschnitt um 1,9 Prozent. Tickets zum sogenannten Super-Sparpreis und Sparpreise soll es zwar unverändert ab 17,90 Euro beziehungsweise 21,50 Euro geben. Dafür steigen der Flexpreis und die Preise für Streckenzeitkarten um durchschnittlich 2,9 Prozent. Auch Bahncards werden 2,9 Prozent teurer. Laut der Bahn sei es bei den Bahncards 25 und 50 die erste Erhöhung seit sieben Jahren. Im langfristigen Vergleich bleibe das Bahnfahren weiterhin günstig. Eine Fahrt im Fernverkehr koste auch nach der Preiserhöhung im Dezember etwa so viel wie im Jahr 2012.

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30 neue ICE-Züge sollen ab 2022 Tausende zusätzliche Sitzplätze bieten

Weiterhin verfolgt die DB das Ziel, die Fahrgastzahl im Fernverkehr bis 2030 verglichen mit 2015 zu verdoppeln. Ein Anreiz könnten 30 neue Hochgeschwindigkeitszüge bieten, die ab 2022 die DB-Fernverkehrsflotte verstärken. Das Platzangebot für Fahrgäste wächst damit um 13.000 Sitze, die gesamte DB-Flotte im Fernverkehr um 20 Prozent, so die Deutsche Bahn.

Die Fahrzeuge sollen zuerst auf Linien zwischen Nordrhein-Westfalen und München zum Einsatz kommen, die über die Schnellfahrstrecke Köln/Rhein-Main führen. Bis 2026 sollen 421 ICE-Züge mit rund 220.000 Sitzplätzen im deutschen Netz unterwegs sein.

Deutsche Bahn will Kurzstreckenflüge unattraktiv machen

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Mit neuen Sprinterverbindungen will die Deutsche Bahn dem innerdeutschen Luftverkehr Konkurrenz machen. Ab Mitte Dezember fahren etwa zwischen Berlin und Köln Sprinter drei mal täglich in unter vier Stunden und damit bis zu eine halbe Stunde schneller als bisher, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Schneller geht es demnach auch auf der Strecke Düsseldorf-Köln-München und morgens von Hamburg zum Frankfurter Flughafen. Zwischen Berlin und München soll es neue Sprinter am Abend geben.

RND/bv/dpa

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