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Delta verbreitet sich in Europas Urlaubsländern – nur noch neun melden eine Inzidenz unter 30

  • Angesichts der immer länger werdenden Liste an Corona-Risikogebieten fragen sich viele Urlaubende, wohin sie überhaupt noch reisen können.
  • Durch die Ausbreitung der Delta-Variante gibt es nur noch wenige Länder mit niedriger Inzidenz.
  • In welchen Ländern ist das der Fall? Eine Übersicht samt Einreiseregeln.
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Das Coronavirus breitet sich wieder in immer mehr Ländern aus – angetrieben von der Delta-Variante. Beliebte Urlaubsländer wie Spanien, Portugal und die Niederlande gelten sogar wieder als Hochinzidenzgebiet, Griechenland, Malta sowie Teile Dänemarks und Frankreichs als einfache Risikogebiete. Eine RKI-Studie zeigt, dass sich mittlerweile immer mehr Menschen im Urlaub infizieren. Urlaubende beschleicht die Frage: Gibt es jetzt überhaupt noch Destinationen jenseits der offiziellen Risikogebiete?

Tatsächlich wird die Auswahl an potenziell coronasicheren Urlaubszielen immer kleiner. Nur noch wenige Länder melden eine Sieben-Tage-Inzidenz unter 30 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Wird die Inzidenz von 50 mehrere Tage hintereinander überschritten, dann wird ein Land von der Bundesregierung meist als Risikogebiet eingestuft. Hier neun Reiseziele in Europa, denen bisher keine Einstufung droht, samt Einreiseregeln im Überblick.

In diesen Ländern liegt die Inzidenz unter 30

Tschechien: Nach einem leichten Anstieg der Corona-Neuinfektionen sinken die Zahlen minimal. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Tschechien bei 12,4 (Stand: 29. Juli). Deutsche Urlaubende benötigen für die Einreise eine Vorabanmeldung sowie einen Negativtest oder einen Impf- oder Genesenennachweis. Ein PCR-Test darf nicht älter als 72 Stunden sein, ein Antigentest nicht älter als 48 Stunden. In Innenräumen und im Freien dürfen sich maximal zehn Personen treffen. Ausnahmen bestehen bei organisierten Veranstaltungen im Inneren. Restaurants und Hotels sind für geimpfte, genesene oder getestete Gäste geöffnet. Auch kulturelle Einrichtungen wie Museen, Theater und Schlösser haben geöffnet, allerdings nur für eine begrenzte Besucherzahl.

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Bulgarien: Zwar nehmen in Bulgarien die Corona-Neuinfektionen seit Mitte Juli leicht zu. Die Inzidenz des Landes liegt derzeit aber nur bei 14,0 (Stand: 29. Juli). Getestete dürfen mit einem negativen PCR- oder Antigenschnelltest, der nicht älter als 48 Stunden ist, frei einreisen. Vollständig Geimpfte müssen einen entsprechenden Nachweis vorlegen und Genesene ein positives Testergebnis, das nicht älter als sechs Monate ist und eine abgeschlossene Covid-19-Erkrankung bescheinigt. Hotels und Restaurants sind für alle geöffnet. In Museen, Konzerthallen, Theatern und Stränden gilt eine maximale Auslastung von 50 Prozent.

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So sind die Inzidenzen in Kroatien, Norwegen und Slowenien

Kroatien: In Kroatien steigen die Corona-Infektionen derzeit täglich. Vor allem in Zadar, Dubrovnik, Split und anderen beliebten Urlaubsorten liegen die Werte deutlich über dem landesweiten Durchschnitt. Die Gespanschaft Zadar gilt mit einer Inzidenz von fast 100 bereits als Risikogebiet. Die Inzidenz für das gesamte Land liegt aber bisher nur bei 26,5 (Stand: 29. Juli).

Für die Einreise wird das EU-weit gültige digitale Corona-Zertifikat benötigt, aber auch andere Bescheinigungen über Corona-Tests, den Impfstatus oder eine Genesung werden akzeptiert. Hotels empfangen Urlaubende uneingeschränkt. Cafés sind im Außenbereich, Restaurants auch im Innenbereich geöffnet. An Stränden gibt es Zugangsbeschränkungen und Auflagen. Beispielsweise müssen Liegestühle paarweise in einem Abstand von 4,5 Metern aufgestellt werden.

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Slowenien: Seit Anfang Juli sind die Corona-Zahlen leicht gestiegen, sind aber in den vergangenen Tagen relativ konstant. Das Land meldet eine Inzidenz von 22,5 pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (Stand: 29. Juli). Eine quarantänefreie Einreise ist möglich, wenn ein Genesenennachweis, Impfnachweis oder negativer Corona-Test vorgelegt werden kann. Akzeptiert werden höchstens 72 Stunden alte PCR-Tests oder 48 Stunden alte Antigentests. Die Beherbergung in einem Hotel, der Besuch eines Restaurants im Innenbereich, Casinos, Nachtclubs oder die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen ist nur mit einem der drei Corona-Nachweise möglich, entweder digital oder in Papierform mit QR-Code.

Norwegen: In Norwegen steigen derzeit die Corona-Neuinfektionen wieder, die Inzidenz liegt bisher bei 29,0 (Stand: 29. Juli). Lange gab es strikte Einreisebestimmungen für Touristen, doch seit Kurzem besteht für deutsche Reisende keine Quarantänepflicht mehr. Wer nicht über einen digitalen Impf- oder Genesenenausweis verfügt, muss sich vor der Einreise online registrieren und einen Corona-Test bei der Einreise vornehmen lassen. Das Ergebnis des Schnelltests muss vor Ort abgewartet werden. Geschäfte, Restaurants und Cafés sind uneingeschränkt geöffnet.

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Deutschland als Urlaubsziel: So steht es um die Inzidenz in den Regionen

Auch in Deutschland steigen die Corona-Neuinfektionen wieder an. In Frankfurt am Main, Düsseldorf und Salzgitter liegt die Inzidenz über 30, in Lüneburg, Wolfsburg und im Berchtesgadener Land sogar über 50. Bundesweit liegt die Inzidenz innerhalb der vergangenen sieben Tage bisher aber nur bei 16,0 (Stand: 29. Juli).

Weil es in den meisten Orten keine großen Corona-Einschränkungen gibt, sind Reisen im eigenen Land bei vielen Deutschen beliebt. Lediglich ein Corona-Test, Impf- oder Genesenen-Nachweis wird bei der Beherbergung in Hotels benötigt. Die Hotels, Restaurants und Freizeitparks haben uneingeschränkt geöffnet. Eine Maskenpflicht besteht nur beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln.

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Polen, Ungarn, Slowakei: In diesen Ländern liegt die Inzidenz sogar unter 10

Polen: Eine Inzidenz unter zehn – davon gibt es nur wenige Länder in Europa. Deutschlands Nachbarland Polen meldet aber gerade einmal eine Sieben-Tage-Inzidenz von 2,0 pro 100.000 Einwohner (Stand: 29. Juli). Die Corona-Neuinfektionen schwanken seit Ende Juni leicht.

Für Einreisende besteht grundsätzlich eine zehntägige Quarantänepflicht, die allerdings direkt ausgesetzt werden kann, wenn bereits bei Einreise ein negativer PCR- oder Antigentest vorgelegt wird, der nicht älter als 48 Stunden ist. Von der Quarantänepflicht ausgenommen sind vollständig Geimpfte und Genesene, die einen entsprechenden Corona-Nachweis vorlegen können. Außen- und Innenbereiche von Restaurants sind geöffnet. Hotels dürfen aber nur mit einer maximalen Belegung von 75 Prozent öffnen.

Ungarn: Nur wenige Corona-Neuinfektionen meldet Ungarn, am 28. Juli waren es gerade einmal 59. Dennoch werden es seit Mitte Juli täglich immer etwas mehr. Die Inzidenz liegt damit offiziell bei 4,3. Die Einreise über den Landweg ist ohne Test- und Quarantänepflicht möglich, Flugreisende benötigen das digitale Covid-Zertifikat der EU, so das Auswärtige Amt. Für alle ist der Zutritt zu Restaurants, Cafés, Hotels, Freizeiteinrichtungen und kulturellen Veranstaltungen ohne Beschränkungen möglich.

Slowakei: Ganz leicht steigen auch die Corona-Zahlen in der Slowakei, aber im Vergleich zu den anderen Urlaubsländern mit einer Inzidenz unter 30 meldet das Land immer noch die wenigsten. Am 28. Juli waren es 43 Neuinfizierte. Die Sieben-Tage-Inzidenz: 5,5.

Damit das auch so bleibt, sind die Einreisebestimmungen sehr streng. Eine Onlineanmeldung ist vor der Ankunft nötig, spätestens aber bei Grenzübertritt. Für Reisende ab 18 Jahren besteht eine 14-tägige Quarantänepflicht. Die Einreise mit einem negativen PCR-Testergebnis reicht nicht aus, um diese zu vermeiden. Das gilt auch für Geimpfte. Die Quarantäne kann nach dem fünften Tag mit einem negativen PCR-Testergebnis verkürzt werden. Vollständig Geimpfte sind mit einem entsprechenden Nachweis davon ausgenommen. Hotels haben geöffnet. Ebenso die Außenbereiche der Restaurants, Kneipen und Cafés, in einigen Regionen ist die Bewirtung auch drinnen erlaubt.

In diesen Urlaubsländern liegt die Inzidenz leicht über 30

Die Inzidenz von Schweden (30,1) und Österreich (30,6) steigt täglich leicht an, liegt aber noch unter einer Inzidenz von 50, bei der ein Land die Einstufung als Risikogebiet droht (Stand: 29. Juli).

Für die Einreise nach Österreich wird ein negativer PCR-Test (maximal 72 Stunden alt) oder Antigenschnelltest (maximal 48 Stunden alt) benötigt. Wer aus Deutschland einreist, aber keinen Test vorlegen kann, muss diesen innerhalb von 24 Stunden nachholen. Außerdem ist dann bereits vor der Einreise eine digitale Registrierung notwendig. Geimpfte und Genesene müssen einen entsprechenden Corona-Nachweis erbringen. Hotels, Ferienhäuser und Ferienwohnungen dürfen unter Auflagen Touristinnen und Touristen beherbergen. Restaurants, Museen, botanische Gärten und Zoos sind geöffnet. Ebenso wie Kinos, Theater und Diskotheken, allerdings dürfen diese nur unter Auflagen Menschen empfangen.

Schweden verlangt bei der Einreise einen Corona-Test, Impf- oder Genesenennachweis. Akzeptiert werden PCR-, LAMP- und Antigentests, die nicht älter als 72 Stunden sind. Eine Maskenpflicht gibt es nicht. In Schwimmbädern, Museen und Freizeitparks gibt es keine Beschränkungen. Hotels, Campingplätze sowie Berghütten haben geöffnet, jedoch gibt es Einschränkungen hinsichtlich Besucherbegrenzungen für Berghütten und Jugendherbergen.

RND/bv

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