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„Corona-Test statt Hausarrest“: Reiseverband fordert Aufhebung der Quarantänepflicht

  • Obwohl die Sehnsucht nach Urlaub groß ist, halten sich die Deutschen weiter mit Buchungen zurück.
  • Der Deutsche Reiseverband sieht dies vor allem in der Quarantänepflicht für Reiserückkehrer begründet.
  • Er fordert deshalb die Bundesregierung auf, diese aufzuheben und bilaterale Vereinbarungen mit Reiseländern zu schließen.
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Wie kann sicherer Tourismus in der Pandemie ermöglicht werden? Der Deutsche Reiseverband (DRV) setzt hier auf gezielte Vereinbarungen mit wichtigen Reiseländern: „Die Bundesregierung muss sichere Reisekorridore schaffen“, fordert Norbert Fiebig gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Er kritisierte, das dies bislang noch nicht geschehen sei – dabei habe sich im vergangenen Jahr am Bespiel Türkei gezeigt, dass das Modell funktioniere.

Quarantänepflicht „Killer für die Reisetätigkeit“

Die Reisebranche brauche nach einem „katastrophalen Jahr 2020″ endlich positive Perspektiven. Reiseveranstalter hätten 80 Prozent ihres üblichen Umsatzes verloren, und auch für 2021 sähe es alles andere als gut aus. „Für 2021 wäre es schon als Erfolg zu werten, wenn rund 50 Prozent des Umsatzvolumens von 2019 erreicht werden würden“, so Fiebig.

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Derzeit sei die Buchungszurückhaltung aber noch groß – Grund dafür seien vor allem die Quarantäneregelungen für Einreisende aus Risikogebieten. Die bezeichnet Fiebig daher als „Killer für die Reisetätigkeit“.

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Der DRV-Präsident fordert die Aufhebung der Quarantänepflicht und eine Teststrategie für Reisende: „Wir sagen: Corona-Test statt Hausarrest“, so der DRV-Präsident. Organisierte Reisen seien nicht Treiber der Pandemie, das habe auch eine aktuelle RKI-Studie gezeigt. Die Hygiene- und Sicherheitskonzepte von Hotels, Airlines und Reiseveranstaltern seien aufgegangen. „Das muss jetzt endlich auch in den politischen Entscheidungen reflektiert werden.“

Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbands, auf der Eröffnungspressekonferenz der ITB im Jahr 2018. © Quelle: imago images/STPP
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Reiseverband fordert Aufhebung der Mallorca-Reisewarnung

Derzeit müssen Menschen, die aus einem ausländischen Risikogebiet nach Deutschland einreisen, für zehn Tage in Quarantäne. Dieser Zeitraum kann mit einem Corona-Test ab dem fünften Tag verkürzt werden. Als Risikogebiete werden Regionen oder Länder eingestuft, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz bei mehr als 50 liegt. Wer aus einem Virusvariantengebiet nach Deutschland kommt, muss 14 Tage in Quarantäne und kann sich nicht freitesten. Daran will auch der DRV nicht rütteln. „Wir halten uns hier an die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes und des Auswärtigen Amtes“, so Fiebig.

In diesem Zuge kritisiert der DRV-Präsident die nach wie vor bestehende Reisewarnung für Mallorca: „Da haben wir absolut kein Verständnis für – die Inzidenz liegt dort unter 25.“ Die Bundesregierung müsse die Reisewarnungen differenzierter aussprechen, Spanien sei eben nicht gleich Spanien.

RND/gei

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