• Startseite
  • Reise
  • Corona und Reisen: Diese Urlaubsländer haben ihre Regeln wieder verschärft

Diese Urlaubsländer haben wieder ihre Corona-Regeln verschärft

  • Die vierte Corona-Welle ist in Deutschland und zahlreichen Nachbarländern angekommen.
  • So wurden in dieser Woche unter anderem in der Slowakei, in Österreich und Griechenland die Corona-Regeln verschärft.
  • Hier ein Überblick über die Maßnahmen der Länder.
Anzeige
Anzeige

Die Corona-Lage spitzt sich im Spätherbst immer weiter zu: Deutschland hat flächendeckend 2G und in Bus und Bahn die 3G-Regel eingeführt. Aber auch zahlreiche weitere Länder in Europa haben die Corona-Maßnahmen teilweise drastisch verschärft. Für Ungeimpfte wird das Reisen immer schwieriger. Worauf Reisende nun achten müssen – ein Überblick.

Slowakei verhängt zweiwöchigen Lockdown

Bereits seit Ende Oktober gilt die Slowakei in Deutschland als Hochrisikogebiet – die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 1350,2 (Stand: 25. November). Nun reagiert die slowakische Regierung auf die stark steigenden Corona-Neuinfektionen mit einem Lockdown für alle. Ab Donnerstag, 25. November, müssen vorerst für die nächsten zwei Wochen alle Freizeiteinrichtungen, Gastronomiebetriebe und jene Geschäfte zu schließen, die nicht für eine Grundversorgung mit Lebensmitteln und anderen unentbehrlichen Gütern benötigt werden.

Anzeige

Außerdem hat die Regierung einen sogenannten Notstand beschlossen, der für 90 Tage gilt. Dieser ermöglicht es, die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung einzuschränken. So gilt eine Ausgangssperre, von der es entgegen ursprünglichen Plänen keine Ausnahme für vollständig gegen Covid-19 geimpfte Menschen gibt. Erlaubt bleibt der Weg zur Arbeit. Von Montag an wird es aber eine Testpflicht am Arbeitsplatz geben.

Österreich: Lockdown für alle, danach 2G im Land

Österreich hat angesichts der massiven vierten Corona-Welle die Notbremse gezogen. Das Land ist am 22. November erneut in einen Lockdown gegangen, der für Geimpfte und Genesene definitiv spätestens am 13. Dezember enden soll. Für Ungeimpfte werde der Lockdown danach weitergehen. kündigte Kanzler Alexander Schallenberg an.

Seit Montag gelten Ausgangsbeschränkungen, das Zuhause darf nur aus zwingenden Gründen verlassen werden. Dazu zählen der Weg zur Arbeit, Einkäufe für den täglichen Bedarf, der Gang zur Apotheke oder zum Arzt, sowie der Aufenthalt im Freien zur Erholung. Der Lockdown in Österreich gilt für alle Personen für zunächst zehn Tage. Dann wird evaluiert, ob weitere zehn Tage Einschränkungen notwendig sind. Spätestens mit Ablauf des 12. Dezember soll der Lockdown aber automatisch enden. Allerdings nicht für alle: Wer weder als genesen noch als geimpft gilt, unterliegt auch nach dem 12. Dezember noch einer Ausgangssperre – der Lockdown für Ungeimpfte wird nämlich fortgeführt. Wie lange, ist noch offen.

Anzeige

Für Geimpfte und Genesene sollen den Skigebiete, Museen, Schwimmbäder und weitere Freizeit- und Kultureinrichtungen wieder am Ende des 12. Dezember öffnen. Ungeimpfte haben dann keinen Zutritt.

Griechenland: 2G fast im ganzen Land

Die vierte Corona-Welle hat Griechenland fest im Griff. Die Sieben-Tage-Inzidenz erreichte im November den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie vor 20 Monaten. Daher führt die Regierung neue Beschränkungen ein. Seit Montag, 22. November, gilt in allen öffentlichen Räumen wie Theatern, Kinos, Bars, der Außen- und Innengastronomie, Friseurläden, Firnessstudios und Sporthallen die 2G-Regel. Zutritt hat nur noch, wer eine Impfung oder eine Genesung nachweisen kann. Damit weitete die Regierung die bisher nur in der Innengastronomie geltende 2G-Vorschrift erheblich aus. Bereits Anfang November hatte die Regierung die Corona-Regeln verschärft. Seitdem gilt auf der Arbeit und im Einzelhandel 3G.

Tschechien orientiert sich an Bayern und führt vielerorts 2G ein

Tschechien hat im Kampf gegen das Coronavirus in vielen Bereichen die 2G-Regel eingeführt. „Wir haben uns vom bayerischen Modell inspirieren lassen“, so der geschäftsführende Ministerpräsident Andrej Babis. Wer eine Gaststätte oder ein Hotel besuchen will, muss seit Montag (22. November) an vollständig geimpft oder genesen sein – ein negativer Test reicht nicht mehr. Dies gilt auch für Dienstleistungen wie Friseure sowie für Großveranstaltungen. Zudem sollen wieder flächendeckend Schnelltests in Firmen eingeführt werden.

Anzeige

Die tschechischen Gesundheitsämter hatten am Mittwoch (17. November) mit 22.511 Fällen einen Tagesrekord bei den Corona-Neuinfektionen vermeldet. Nach aktuellen Zahlen vom Donnerstag steckten sich innerhalb von sieben Tagen 819 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Virus an. Deutschland hat Tschechien als Corona-Hochrisikogebiet eingestuft und warnt vor touristischen Reisen. Derzeit sind erst 6,2 Millionen der 10,7 Millionen Einwohner des EU-Landes vollständig geimpft.

Norwegen verschärft Einreiseregeln für Ungeimpfte

Die Corona-Fallzahlen brechen auch in Norwegen Rekorde. Deshalb hat die Regierung reagiert und die Einreiseregeln angepasst. Ab Freitag, 26. November, müssen alle Reisenden ab 18 Jahren, die in Norwegen ankommen, einen negativen Corona-Test vorweisen, wenn sie keinen Impf- oder Genesenennachweis haben. Zudem müssen sie unabhängig ihres Impfstatus eine Einreiseerklärung ausfüllen. Ausnahmen gelten nur für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren.

Für Deutsche ist die Einreise ohnehin seit einiger Zeit erschwert. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss sich für zehn Tage in Quarantäne begeben. Ein Freitesten ist drei Tage nach der Einreise mit einem negativen PCR-Test möglich. Zudem müssen Reisende ohne Impf- oder Genesenennachweis am Ankunftsort direkt einen Antigen-Schnelltest machen.

Belgien verschärft Corona-Regeln wieder

Anzeige

Mit verschärften Corona-Maßnahmen will Belgien einen neuen Lockdown verhindern. Angesichts drastisch steigender Fallzahlen gilt seit Samstag (20. November) wieder eine Homeoffice-Pflicht für vier Tage die Woche. Auch die Impfkampagne soll noch einmal an Fahrt aufnehmen: Wer bereits geimpft ist, soll künftig eine dritte Dosis erhalten können. Zudem wird die Maskenpflicht ausgeweitet.

Wegen steigender Corona-Neuinfektionen: Teil-Lock­down in den Niederlanden

Angesichts rasant gestiegener Corona-Neuinfektionen hat die niederländische Regierung einen dreiwöchigen Teil-Lockdown verhängt. Seit Samstagabend, 13. November, müssen demnach Restaurants, Bars und Supermärkte um 20 Uhr schließen, Profisport findet in leeren Stadien statt. Alle Niederländer sind aufgefordert, so viel wie möglich von zu Hause aus zu arbeiten. Geschäfte, die keine Waren des täglichen Bedarfs verkaufen, schließen ab Samstag bereits um 18 Uhr.

Gesundheitsminister Hugo de Jonge sagte, die Regierung arbeite auch an Rechtsvorschriften, die den Zugang zu einigen sogenannten Hochrisiko-Orten und -Veranstaltungen auf Personen beschränken, die nachweisen können, dass sie vollständig geimpft sind oder sich von Covid-19 erholt haben. Ein negativer Test von Ungeimpften würde dann nicht ausreichen.

Erste Corona-Beschränkungen in Dänemark wieder eingeführt

Nach zwei Monaten ohne jegliche Beschränkungen im Land gelten in Dänemark wieder vereinzelte Corona-Maßnahmen. Seit Freitag, 12. November, muss man unter anderem bei größeren Veranstaltungen wie Konzerten und Messen sowie im Restaurant, in der Kneipe und in der Diskothek wieder seinen Corona-Pass vorzeigen. Damit kann man im nördlichsten deutschen Nachbarland vorweisen, dass man geimpft, genesen oder negativ auf das Coronavirus getestet worden ist.

Dänemark hatte angesichts hoher Impf- und niedriger Infektionszahlen am 10. September alle im Land verbliebenen Corona-Beschränkungen aufgehoben. In den vergangenen Wochen ist die Zahl der Neuinfektionen jedoch stark angestiegen, zuletzt gab es die höchsten Tageswerte des gesamten Jahres. Aus diesem Grund wurde in dieser Woche beschlossen, Covid-19 für zunächst einen Monat wieder als „gesellschaftskritische Krankheit“ zu bezeichnen.

Frankreich hat Einreiseregeln für Ungeimpfte aus Deutschland verschärft

Viele Länder stufen Deutschland aufgrund der hohen Infektionszahlen als Risikogebiet ein. Auch Frankreich reagiert darauf mit verschärften Einreiseregeln für ungeimpfte Reisende aus Deutschland. Seit Samstag, 13. November, müssen Menschen ohne Impfung ab zwölf Jahren, die aus Deutschland in das Nachbarland einreisen wollen, einen weniger als 24 Stunden vor der Abreise vorgenommenen negativen PCR- oder Antigentest vorweisen.

Bislang durften die Testergebnisse maximal 72 Stunden alt sein. Ausnahmen gibt es unter anderem für Berufspendler. Neben Deutschland sind unter anderem auch Österreich und Belgien neu von den schärferen Auflagen betroffen.

In Frankreich gilt übrigens bereits seit August in Fernzügen und Fernbussen die 3G-Regel. Die Maßnahme hat im Nachbarland ihren Praxistest bestanden. Polizisten kontrollieren die Passagiere, wenn sie aussteigen. Dabei müssen Ungeimpfte den entsprechenden Corona-Test seit dem 15. Oktober aus der eigenen Tasche bezahlen.

RND/bv/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen