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Wie die Corona-Pandemie den Kreuzfahrturlaub nachhaltig verändert

  • Kreufahrtschiffe weltweit stehen angesichts der Coronavirus-Pandemie dieser Tage still.
  • Wird die Krise der Branche auch nach der Pandemie anhalten?
  • Deutschlands Kreuzfahrt-Professor sieht gute Chancen für eine Erholung der Reedereien – wenn auch nicht sofort.
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Wie geht es weiter mit der Kreuzfahrtbranche? Diese Frage stellen sich Urlauber, Reedereien und Reiseveranstalter schon seit einigen Monaten. Und das aus gutem Grund, denn: Kreuzfahrtschiffe wurden im Laufe der Krise nicht selten zum Corona-Hotspot und Tausende Passagiere mussten teilweise Wochen auf den Schiffen in ihrer Kabine ausharren. Die Pandemie geht für die Branche mit einem Imageschaden einher – aber wird er auch anhalten, wenn die Krise wieder im Griff ist?

Corona-Krise als „Beschleuniger“ für positive Veränderungen

Deutschlands einziger Kreuzfahrt-Professor, Alexis Papathanassis von der Hochschule Bremerhaven, war im Sommer 2020 noch skeptisch, was die Zukunft der Branche angeht. Nun zeigt er sich im Interview mit der „Ostsee Zeitung” zuversichtlich: Die Krise wirke als „Beschleuniger” für positive Trends in der Kreuzfahrtbranche. So hätten etwa zahlreiche Reedereien die Modernisierung ihrer Flotte deutlich früher als geplant realisiert. Damit werde die Kreuzfahrt nun auch umweltfreundlicher.

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Auch an Bord soll es laut Papathanassis positive Veränderungen geben, etwa ausgebaute Sicherheits- und Hygienekonzepte. „Dahingehend haben die Reedereien in den vergangenen Monaten viel gelernt und viel entwickelt. Das werden sie beibehalten – weil es auch den Urlaub für die Gäste sicherer und auch komfortabler macht”, sagt der Kreuzfahrtexperte.

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Arosa-Geschäftsführer: „Flusskreuzfahrten krisenfest“

Auch Flusskreuzfahrten, wie sie die deutsche Reederei Arosa anbietet, sind von der Pandemie getroffen, wenn auch nicht so schwer, wie Überlandkreuzfahrten. Arosa-Geschäftsführer Jörg Eichler hat sein Unternehmen allerdings früh mit Gesundheitskonzepten abgesichert. So habe er das Schlimmste verhindern können, wie er der „Ostsee Zeitung” erzählt: „Auch wir haben die Folgen der Pandemie wirtschaftlich zu spüren bekommen. Aber Flusskreuzfahrten haben sich als krisenfest erwiesen.”

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Der Saisonstart sei nun für Ende März geplant. „Wir blicken optimistisch in das Jahr 2021: Die Impfungen haben begonnen, es werden immer mehr Impfstoffe zugelassen”, sagt Eichler dem Blatt. Und Stand jetzt sollen die Flusskreuzfahrten in Frankreich und Portugal dann bereits wieder anlaufen.

Ein Projekt verzögert sich hingegen: Der Ausbau eines neuen E-Motion-Schiffes mit Batteriebetrieb, das ursprünglich im Mai 2021 im Rhein starten sollte, wird auf das Jahr 2022 verschoben.

Aida setzt auf ausgiebiges Hygienekonzept

Auch bei Deutschlands größter Reederei Aida Cruises kommt es zu Verzögerungen: Eigentlich sollte die „Aida Cosma“ im Sommer erstmals in See stechen, nun wird Ende des Jahres angepeilt. „Sie kommt etwas später als ursprünglich geplant. Aber sie kommt”, sagt Aida-Vizepräsident Hansjörg Kunze der „Ostsee Zeitung”. 2023 solle dann der nächste Neubau starten.

Aktuell stehen die Aida-Schiffe still – mindestens bis Ende Februar. Am 6. März soll die „Aida Perla” dann wieder die Leinen loslegen und in Richtung Kanaren starten, einen Tag später die „Aida Mar”. Kunze ist überzeugt vom Sicherheitskonzept auf den Kussmund-Schiffen: „Auf keiner der fünf Touren während der Pandemie gab es einen einzigen Corona-Fall. Unser Sicherheits- und Hygienekonzept geht voll auf.”

Erholung der Kreuzfahrtbranche dauert

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Wann Kreuzfahrturlaub wieder möglich sein wird? Branchenexperte Papathanassis rechnet damit, dass die Sommersaison 2021 möglich sein wird. Auch Arosa-Chef Eichler sieht den Reisestart auf einem guten Weg: „Die Europäer halten ihre Grenzen stärker offen als im Frühjahr 2020, und die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen. Ich bin mir sicher, dass die meisten – sobald es möglich ist – auch wieder reisen werden.” Bis sich die Kreuzfahrtbranche aber von der Krise erholt hat, werde es laut dem Kreuzfahrt-Professor aber noch etwas dauern – bis mindestens Ende 2023.

RND/lz

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