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Bericht: Spanien soll heute Corona-Hochinzidenzgebiet werden

  • Spanien und die Niederlande sollen einem Medienbericht zufolge als Corona-Hochinzidenzgebiete eingestuft werden.
  • Das würde auch Tausende Urlauberinnen und Urlauber treffen, die derzeit auf Mallorca sind.
  • Wer weder geimpft noch genesen ist, müsste dann nach der Rückkehr in Quarantäne.
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Berlin. Die Bundesregierung will nach einem Medienbericht Spanien – und damit auch die beliebten Ferieninseln wie Mallorca – als Corona-Hochinzidenzgebiet einstufen. Wie die Funke Mediengruppe am Donnerstag unter Berufung auf Regierungskreise weiter berichtete, soll zudem die Niederlande zum Hochinzidenzgebiet erklärt werden.

Das Robert Koch-Institut veröffentlicht jeden Freitag die neuen Corona-Einstufungen der Bundesregierung für das Ausland. Die endgültige Entscheidung der zuständigen Ministerien für Gesundheit, Inneres und Auswärtiges fällt in der Regel kurz vorher.

Was gilt bei Einreise aus Corona-Hochinzidenzgebiet?

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Wer aus einem Hochinzidenzgebiet zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen.

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In Spanien und den Niederlanden waren die Corona-Infektionszahlen in den vergangenen Wochen stark gestiegen: In Spanien liegt die Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen bei 385,2, in den Niederlanden sogar bei 360,9 (Stand: 23. Juli).

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Für die Balearen mit Mallorca als liebster Ferieninsel der Deutschen wurde der Wert mit 365 angegeben – eine Steigerung von 18 Zählern im Vergleich zu Mittwoch. Damit liegen Spanien insgesamt und auch 16 seiner 17 Regionen über dem Wert von 200, ab dem Deutschland ein Land oder eine Region zum Hochinzidenzgebiet erklären kann.

Corona in Spanien: 52,8 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft

Bei der Entscheidung über die Frage, ob Spanien oder einzelne Regionen vom Risikogebiet zum Hochinzidenzgebiet hochgestuft werden müssen, sollen aber auch andere Faktoren als nur die Inzidenzen berücksichtigt werden. Dies könnten etwa die Lage im Gesundheitssystem, die Todesrate und der Stand der Impfkampagne sein.

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In Spanien sind derzeit etwa 13,5 Prozent der Betten auf Intensivstationen mit Corona-Patienten belegt, binnen sieben Tagen wurden 78 Corona-Tote gezählt. 70 Prozent der 47 Millionen Einwohner haben mindestens eine Corona-Impfung verabreicht bekommen, 52,8 Prozent sind vollständig geimpft.

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Die Einstufung als Hochinzidenzgebiet würde die Lage der Tourismusbranche, die in normalen Jahren zwölf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt Spaniens beiträgt, weiter verschlechtern.

RND/dpa

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