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Mecklenburg-Vorpommern will über touristische Öffnungen entscheiden

  • Nachdem Schleswig-Holstein und Niedersachsen erste Schritte zur Öffnung touristischer Angebote machen, steht Mecklenburg-Vorpommern unter Druck.
  • Am Dienstag soll dort das weitere Vorgehen beraten werden.
  • Dass das Land mit seinen beliebten Ostsee-Stränden komplett nachzieht, ist allerdings unwahrscheinlich.
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Schwerin. Nach wachsendem Druck für Öffnungen im Tourismus hat Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) Entscheidungen angekündigt. „Am Dienstag wird im Kabinett über weitere mögliche Öffnungsschritte beraten“, sagte er am Sonntag. „Das Gute ist, dass die Fallzahlen weiter sinken. Wir sind allerdings noch nicht auf dem Niveau von Schleswig-Holstein“, betonte Glawe. Bei allen Entscheidungen gehe es auch darum, die Sommersaison nicht zu gefährden.

Am Sonnabend lag die Sieben-Tage-Inzidenz in Mecklenburg-Vorpommern bei 88 und in Schleswig-Holstein bei 50. Während in dem Nachbarbundesland vielerorts der Tourismus bereits geöffnet wird und Außengastronomie möglich ist, geht in Mecklenburg-Vorpommern trotz einer landesweiten Inzidenz unter 100 fast nichts. Auch Niedersachsen kündigte bereits touristische Öffnungen ab Montag an, bei einer Inzidenz von 83,4, allerdings nur für Einwohner von Niedersachsen.

Vollständig geimpfte Tagesgäste sind in Mecklenburg-Vorpommern willkommen

Aus anderen Bundesländern dürfen bislang nur vollständig geimpfte Menschen als Tagesausflügler nach Mecklenburg-Vorpommern einreisen oder die eigene Ferienwohnung nutzen. Ansonsten sind nur Familienbesuche gestattet. Auch Einheimische dürfen keine touristischen Übernachtungen buchen.

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Hoffnungsschimmer für die Tourismusbranche nach langer Corona-Zwangspause: Die G20-Länder gaben am Dienstag ein Signal zum Neustart der Branche.  © dpa

Das alles sorgt für Fust bei Touristikern. Der Verband der Eigentümer von Ferienwohnungen und Ferienhäusern warf der Landesregierung vor, einen „antitouristischen Schutzwall“ um die Landesgrenzen gezogen zu haben. Glawe räumte ein, dass die Situation für den Tourismus angespannt sei. Am Dienstag sind im Kabinett auch Beschlüsse zu Öffnungsschritten für die Schulen und Kitas zu erwarten. Am Montag soll es Vorgespräche geben.

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Sommer-Wochenende lockt Ausflügler an

Der erste warme Sonntag in diesem Jahr hat die Ausflügler jedoch bereits nach draußen gelockt. An den Stränden und auf den Promenaden der Ostseebäder war es am Vormittag aber noch ruhig. In Boltenhagen, Binz und Heringsdorf etwa zeigten die Webcams nur vereinzelte Spaziergänger. Mehr Betrieb herrschte am Strand von Warnemünde. Dort wurden auch schon die ersten Strandmuscheln aufgebaut.

Laut Polizei fließt der Verkehr auf den Straßen bislang ohne Zwischenfälle oder Staus zu den Inseln. Besondere Kontrollen jenseits des Üblichen seien nicht geplant, hieß es aus den beiden Polizeipräsidien in Rostock und Neubrandenburg. Aktuell dürfen laut den Corona-Bestimmungen des Landes neben Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern nur vollständig Geimpfte aus anderen Bundesländern für einen Tagesausflug ins Bundesland kommen. Außerdem dürfen vollständig geimpfte Menschen von außerhalb ihre Ferienwohnungen nutzen. Cafés und Restaurants sind geschlossen.

RND/dpa/msk

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