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RKI-Studie: In diesen Ländern infizieren sich Urlauber mit Corona

Reiserückkehrerinnen und -rückkehrer tragen zum Infektionsgeschehen in Deutschland bei. (Symbolfoto)

Reiserückkehrerinnen und -rückkehrer tragen zum Infektionsgeschehen in Deutschland bei. (Symbolfoto)

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland steigt schneller an als im Sommer 2021 – und das trotz der Impfquote. Am 6. August liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 20,4, der Wert hat sich innerhalb eines Monats vervierfacht. Der Blick auf die kommenden Wochen lässt nicht Gutes erahnen. Neben der besonders ansteckenden Delta-Variante gibt es für den rapiden Anstieg der Corona-Infektionszahlen noch einen anderen Grund: Reisende, die aus dem Ausland zurückkehren.

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„Dass die Inzidenz noch etwas stärker als erwartet angestiegen ist, hängt unter anderem mit Rückkehrern zusammen, deren Anteil an den bestätigten Fällen höher liegt als von uns berücksichtigt“, sagte der Mathematiker Jan Fuhrmann Ende Juli gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Fuhrmann berechnet an der Universität Heidelberg mögliche Szenarien zum Verlauf der Pandemie.

RKI: Inzidenz steigt schneller als im Sommer 2020

Erlebt Deutschland derzeit den Beginn der vierten Corona-Welle? Das Robert Koch-Institut hat zur aktuellen Entwicklung wieder neue Daten vorgelegt.

Infektionen im Ausland steigen laut RKI zu

Wo sich die Menschen im Ausland am häufigsten infizieren, teilt das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem wöchentlichen Lagebericht mit. Im Zeitraum vom 5. Juli bis zum 1. August (Kalenderwoche 27 bis 30) wurde bei 5049 Personen eine wahrscheinliche Ansteckung im Ausland gemeldet – das sind laut dem Institut etwa 12 Pro­zent aller übermittelten Fälle, deren Zahl in dem Zeitraum bei 42.431 liegt. Anfang Juni lag der Anteil der gemeldeten Ansteckungen im Ausland noch bei einem Prozent. Deutschland bleibt aber mit 19.628 Nennungen weiterhin mit Abstand das Land mit den meisten Nennungen als möglicher Infektionsort.

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Die Daten, die dem RKI vorliegen, zeigen jedoch kein vollständiges Bild: So lägen in 42 Prozent der in den KW 27 bis 30 übermittelten Fälle keine Angaben zum wahrscheinlichen Infektionsland vor, hieß es. Der Anteil der Fälle, bei denen eine wahrscheinliche Ansteckung im Ausland bekannt ist, stieg laut Bericht im Vergleich zur Vorwoche nicht weiter an.

Der Wochenbericht gibt trotz alledem einen guten Überblick darüber, in welchen Urlaubsländern sich die Deutschen am häufigsten infizieren. Denn das RKI listet darin die zehn Länder auf, die von Corona-Infizierten in dem oben genannten Zeitraum am häufigsten als Infektionsland außerhalb Deutschlands genannt wurden. Dabei wurden alle Corona-Fälle berücksichtigt, die dem RKI bis zum 1. August gemeldet wurden.

Die meisten Reisenden infizieren sich in Spanien

Das Infektionsland Nummer eins im Ausland ist Spanien – und zwar mit deutlichem Abstand. In dem Zeitraum vom 5. Juli bis 1. August steckten sich laut RKI insgesamt 1481 Personen in dem beliebten Urlaubsland mit dem Coronavirus an. Spanien gilt nach einem deutlichen Anstieg der Corona-Infektionszahlen als Hochrisikogebiet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt dort aktuell bei 308,6 (Stand 6. August). Für ungeimpfte und nicht genesene Reiserückkehrerinnen und -rückkehrer hat diese Einstufung eine Quarantänepflicht zur Folge.

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Auf dem zweiten Platz der sogenannten Expositionsländer im Ausland folgt die Türkei – dort steckten sich in dem Zeitraum insgesamt 494 Reisende aus Deutschland an. In der Türkei liegt die Sieben-Tage-Inzidenz zurzeit bei 194,6. Auf Platz drei folgt Kroatien, dort steckten sich 318 deutsche Reisende an. In dem Land liegt die Sieben-Tage-Inzidenz zwar insgesamt nur bei 30,8 (Tendenz steigend), bei Urlaubenden beliebte Küstenregionen liegen jedoch deutlich über diesem Wert. Die Inzidenz in der Gespanschaft Dubrovnik-Neretva beträgt 109, Split-Dalmatien liegt bei 63 und Zadar bei 87.

Zahl der infizierten Rückkehrer aus den Niederlanden sinkt

In den Niederlanden steckten sich zwischenzeitlich sehr viele Reisende aus Deutschland an, doch die Zahlen sinken wieder. Insgesamt verzeichnete das RKI 281 Fälle. Während sich jedoch in KW 28 noch 100 deutsche Reisende dort angesteckt hatten, waren es vergangene Woche nur noch 51. Das Land steht aktuell auf Platz vier der Expositionsländer im Ausland.

In dem Nachbarland waren die Infektionszahlen Anfang Juli explosionsartig in die Höhe geschnellt, zwischenzeitlich lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei über 400. Doch die Zahl der Neuinfektionen sind nach einem kurzen Plateau wieder, der Wert liegt aktuell bei 116,6 (Stand: 6. August). Das beliebte Urlaubsziel der Deutschen gilt seit dem 27. Juli als Hochrisikogebiet.

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Griechenland und Frankreich ebenfalls Infektionsländer

Zu den zehn am häufigsten genannten Infektionsländern zählen auch Griechenland und Frankreich. Dem RKI wurden in dem Zeitraum ab Ende Anfang Juli bis vergangene Woche 274 Fälle mit Infektion in Griechenland und 229 Fälle mit Ansteckung in Frankreich gemeldet. In beiden Ländern steigt die Kurve.

Das gilt nicht nur in Bezug auf die Infektionszahlen von Reisenden aus Deutschland, sondern auch für die Länder insgesamt: Seit Anfang Juli steigen die Corona-Infektionszahlen sowohl in Griechenland als auch in Frankreich wieder an. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 181,9 beziehungsweise 232,2.

Die letzten vier Plätze auf der Liste des RKI nehmen Italien (154 Fälle), Russland (151), Österreich (126) und Dänemark (mit 78 Fällen) ein.

RND/jaf/gei

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