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Ab Montag: Großbritannien wird Virusvariantengebiet

Großbritannien wird zum Virusvarianten­gebiet.

Zum Schutz vor einer schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus wird Großbritannien von der Bundesregierung ab Montag als Virusvariantengebiet eingestuft. Das gab das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagabend bekannt. Damit wird die Einreise aus Großbritannien nach Deutschland erheblich eingeschränkt.

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Ein Virusvariantengebiet ist die höchste Corona-Risikokategorie. Die Einstufung Großbritanniens ist wirksam ab Montag, 0.00 Uhr. Sie gilt laut RKI voraussichtlich bis 3. Januar 2022. Eine Verlängerung sei möglich, hieß es.

Wer aus einem solchen Gebiet nach Deutschland einreist, muss für 14 Tage in Quarantäne. Für vollständig Geimpfte, Genesene und Kinder gelten keine Ausnahmen. Außerdem müssen alle Rückkehrenden eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen und einen negativen Corona-Test vorweisen. Ein Antigentest darf dabei höchstens 24 Stunden alt sein, ein PCR-Test maximal 72 Stunden.

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Omikron-Variante: Lauterbach erwartet massive fünfte Welle

Der Bundesgesundheits­minister geht von einer massiven fünften Corona-Welle durch die neue Omikron-Variante aus.

Fluggesellschaften dürfen im Wesentlichen nur noch deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen von Großbritannien nach Deutschland befördern. Es handelt sich aber nicht um ein Flugverbot. Die Regel gilt auch für den Bahn- und den Schiffsverkehr.

Gesundheitsminister fordern schärfere Einreiseregeln

Die Gesundheits­minister der Länder hatten den Bund am Samstag aufgefordert, mit schärferen Einreiseregeln für Reisende aus Virusvarianten­gebieten die Verbreitung von Omikron zu verlangsamen. Der Vorsitzende der Gesundheitsminister­konferenz, Bayerns Klaus Holetschek (CSU), bekräftigte außerdem, der Bund solle sich kurzfristig für eine Einstufung von Großbritannien als Virusvariantengebiet einsetzen.

Großbritannien hatte am Freitag mit mehr als 93.000 Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchststand gemeldet, am Samstag waren es gut 90.000 neue Fälle. Die Zahl der Krankenhaus­einweisungen steigt ebenfalls wieder an. Die Zunahme von Omikron-Fällen verläuft dabei in erschreckendem Tempo: Am Samstag wurden in Großbritannien 10.059 neue Omikron-Fälle gemeldet – dreimal so viele wie am Tag zuvor. Insgesamt gibt es damit im Vereinigten Königreich rund 25.000 bestätigte Omikron-Fälle.

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Reisende müssen für Corona-Rückholflüge zahlen

Das Verwaltungsgericht Berlin entschied am Freitag, dass Reisende für ihre Charterrückflüge selbst aufkommen müssen.

In London, wo Omikron die Delta-Variante bereits verdrängt hat, rief Bürgermeister Sadiq Khan den Katastrophenfall aus. Erste Kliniken bereiten sich Berichten zufolge schon darauf vor, Personal auf Intensivstationen zu verlegen, weil so viele Beschäftigte sich krankmelden mussten und die Einweisungen zunehmen. Die British Medical Association rechnet damit, dass an Weihnachten 32.000 bis 130.000 Beschäftigte im Nationalen Gesundheitsdienst (NHS) fehlen könnten, wie der „Guardian“ berichtete. Letzteres entspräche einem Zehntel der gesamten Belegschaft.

Dänemark und Frankreich werden Hochrisikogebiete

Erst am Freitag hatte das RKI seine Liste turnusmäßig aktualisiert und unter anderem Dänemark, Norwegen und Frankreich zu Hochinzidenz­gebieten erklärt.

Reisende müssen nach der Rückkehr aus einem solchen Hochrisikogebiet in Deutschland für bis zu zehn Tage in Quarantäne, wenn sie weder geimpft noch genesen sind. Erst ab dem fünften Tag ist ein Freitesten möglich. Auch Kinder müssen in Isolation – allerdings müssen sich unter Zwölfjährige nicht freitesten, die Quarantäne endet automatisch nach dem fünften Tag.

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Zudem müssen alle, die aus Hochrisikogebieten zurückkehren, vorab eine digitale Einreise­anmeldung ausfüllen. Getestete, vollständig Geimpfte und Genesene müssen dort ihren Test-, Impf- oder Genesenen­­nachweis hochladen.

RND/sag/dpa

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