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Flugzeuge bleiben wegen Corona lange am Boden: Sicherheitsexperten warnen

  • Aufgrund der Corona-Pandemie bleiben viele Flugzeuge am Boden.
  • Einige Flugzeuge werden Wochen oder gar Monate nicht bewegt.
  • Luftfahrtbehörden und Versicherer warnen nun vor möglichen Sicherheitsmängeln bei einem Neustart.
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Lange hat die Corona-Pandemie für Stillstand bei den Airlines gesorgt – durch geschlossene Grenzen und fehlende Passagiere blieb ein Großteil der Flugzeuge im Corona-Jahr 2020 am Boden. Die unter anderem in Großbritannien neu aufgetauchte Corona-Mutation könnte die Situation nun ein weiteres Mal verschärfen, denn immer mehr Länder setzen deshalb Passagierflüge aus. Während die Verbreitung von Covid-19 auf diese Weise gestoppt werden soll, warnen Experten vor Sicherheitsmängeln, die bei einer Langzeitlagerung entstehen.

Angaben der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) zufolge könnten unter anderem unentdeckte Insektennester in den Staurohren des Flugzeugs für Probleme sorgen. Diese würden druckempfindliche Sensoren stören, die normalerweise Schlüsseldaten über Fluggeschwindigkeits- und Höhenwerte an einen Computer weiterleiten. Die EASA habe einen „alarmierenden Trend“ an Störungsmeldungen verzeichnet, die auf Insektennester zurückzuführen seien.

Nach langer Standzeit: Probleme bei Flugzeugmotor und Feststellbremse möglich

So musste beispielsweise im Juni der Start eines Wizz-Air-Holdings-PLC-Jet abgebrochen werden, nachdem der Kapitän feststellte, dass die Fluggeschwindigkeit mit null angezeigt wurde. Die Untersuchung des Flugzeugs ergab Insektenlarven in einem der Staurohre, die sich eingenistet hatten, nachdem das Flugzeug zwölf Wochen lang am Boden gestanden hatte. Das teilte die britische Abteilung für Flugunfalluntersuchungen im vergangenen Monat mit, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Passagiere waren nicht an Bord.

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Außerdem müsse die Crew bei einer langen Standzeit mit der Verschmutzung des Kraftstoffsystems, verringertem Druck der Feststellbremse, der Entladung der Notbatterien sowie mit technischen Problemen des Motors rechnen, warnt die EASA.

Versicherer fordern spezielle Schulungsprogramme für Piloten

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Zudem meldet die International Air Transport Association (IATA) in diesem Jahr einen Anstieg schlecht durchgeführter Anflugverfahren, die zu harten Landungen, Überschreitungen der Landebahn und im schlimmsten Fall sogar zu Abstürzen hätten führen können. Zusätzliche Pilotenschulungen seien daher bei der Reaktivierung des Flugverkehrs nötig. Denn Anflüge und Landungen stellen erhebliche Anforderungen an die Besatzung dar, für die Training und regelmäßige Erfahrung von entscheidender Bedeutung seien. Angesichts dieser Daten fordern auch Versicherer spezielle Schulungsprogramme für Piloten, die wieder in den Dienst eintreten, berichtet Reuters.

RND/bv

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