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Sorge auf Rügen: Fünf neue Corona-Fälle auf der Urlaubsinsel

  • Auf der Ostseeinsel steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus.
  • Seit am Montag ein Reiserückkehrer positiv getestet wurde, wurden vier weitere Fälle bekannt.
  • Urlauber und Einheimische bemängeln unter anderem die Zustände im öffentlichen Nahverkehr.
Leonie Greife
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Mecklenburg-Vorpommern. Die Urlaubssaison an der Ostseeküste ist noch immer auf ihrem Höhepunkt. Angesichts dessen mehren sich nun die Sorgen vor einer erneuten Ansteckungswelle mit dem Coronavirus. Alleine von Montag bis Mittwoch wurden vier neue Fälle infizierter Personen auf der Insel bekannt, berichtet die “Ostsee Zeitung”. Am Donnerstagmorgen kam den Angaben des Landkreises Vorpommern-Rügen zufolge ein fünfter Fall hinzu.

Der erste positiv getestete Fall war am Montag ein Reiserückkehrer, drei weitere Personen wurden am Dienstag und Mittwoch positiv getestet. Bei allen wurden Kontaktpersonen erfolgreich ermittelt, die sich nun entweder in häuslicher Quarantäne befinden oder bereits negativ auf das Coronavirus getestet wurden. Bei allen Fällen handelt es sich um Insulaner, da infizierte Personen immer an ihrem jeweiligen Wohnort gezählt werden.

Urlauber kritisieren nicht eingehaltene Corona-Regeln

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Viele Menschen dicht gedrängt auf engstem Raum – diese Situation wollen viele in Corona-Zeiten vermeiden. In den Ferien gelingt das aber aktuell nicht immer. Rügen-Urlauber Matthias Niehues aus Vechta beschwerte sich gegenüber der “Ostsee Zeitung” über die Zustände in der historischen Schmalspurbahn Rasender Roland: “Abstände wurden in den überfüllten Zügen nicht eingehalten. Zudem trugen viele Passagiere keinen Mundschutz. Auch gab es bei den Fahrten unserer Familie kein Personal der Kleinbahn, das Fahrkarten oder die Einhaltung der Corona-Regeln kontrolliert hätte.”

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Zwar gilt in den Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs keine Abstandsregel. Allerdings ist in Bussen, Straßenbahnen, Zügen, Taxis, im Innenbereich von Fahrgastschiffen, sowie im Einzelhandel und weiteren öffentlichen Bereichen in Mecklenburg-Vorpommern das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht. Wer sich nicht daran hält, kann zum Beispiel von der Beförderung ausgeschlossen werden. Nicht immer wird die Einhaltung der Maskenpflicht aber ausreichend kontrolliert.

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Schüler und Urlauber nutzen dieselben Busse

Um künftig überfüllte Züge zu vermeiden, will der Betreiber des Rasenden Roland, Pressnitztalbahn, die Fahrgäste durch Mitarbeiter sensibilisieren und gegebenenfalls darum bitten, einen späteren Zug zu nehmen. Aber auch andernorts gibt es Probleme: Die Schule hat in Mecklenburg-Vorpommern wieder begonnen, und die Schüler auf Rügen kommen mit dem normalen Linienverkehr zum Unterricht. Aktuell sind die Busse aber auch mit Urlaubern gefüllt. Eltern beschweren sich, dass ihre Kinder in den überfüllten Bussen stehen müssen und Angst bekommen.

Ob die Maskenpflicht in den Bussen auf Rügen wirklich eingehalten werde, könnten die Fahrer nur beim Einsteigen kontrollieren, erklärt Michael Lang von der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen. Letztendlich liege die Verantwortung aber bei den Fahrgästen selber. “Die können andere Fahrgäste höflich auf die Einhaltung von Schutzmaßnahmen aufmerksam machen oder gegebenenfalls den Fahrer ansprechen.”

Andere Bundesländer greifen da härter durch: In NRW und Schleswig-Holstein sollen Verstöße gegen die Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr künftig bestraft werden. In Bayern und Berlin drohen bereits Bußgelder in Höhe von 150 beziehungsweise 50 bis 500 Euro.

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