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  • Corona-Anstieg in Frankreich: Paris und Marseille jetzt Risikogebiete - zuletzt 2524 Neuinfektionen innerhalb eines Tages

Die Corona-Zahlen steigen: Paris und Marseille sind wieder Risikogebiete

  • Weltweit steigt die Zahl der Neuinfektionen schneller als je zuvor, so auch in Frankreich.
  • Die französische Regierung hat ihre Hauptstadt nun zum Risikogebiet erklärt.
  • Sollte Deutschland diese Einschätzung übernehmen, müssten sich Rückkehrer aus Paris einem Coronatest unterziehen.
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Paris. Paris und das Departement Bouches-du-Rhône in der Präfektur Marseille sind von der französischen Regierung zum Corona-Hochrisikogebiet erklärt worden. Binnen 24 Stunden hat sich die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Frankreich um 2669 erhöht, schon am Tag zuvor gab es 2524 Neuinfektionen. Laut einem Dekret der Regierung handelt es sich sowohl bei Paris als auch Bouches-du-Rhône um „aktive Verbreitungsgebiete“.

Mit dem Erlass kann die Regierung Infrastruktur und Transport einschränken, so kann die Regierung etwa den Zugang zu Personen- und Fahrzeugverkehr sowie zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Flugzeugen regulieren. Auch Einrichtungen wie Schulen können geschlossen werden. Konkrete Maßnahmen sind derzeit noch nicht kommuniziert worden. Schaut man etwa in Paris auf die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner, liegt die Stadt mit mehr als 60 Fällen in der roten Zone. Laut „Le Parisien“ könnte die hohe Zahl der Neuinfektionen in Paris auch leicht verzerrt sein, etwa wegen Tests an den Flughäfen.

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Frankreich: Paris und Marseille wieder zu Risikogebieten erklärt
1:40 min
Die französische Regierung hat unter anderem Paris und die Region um Marseille herum zum Corona-Hochrisiko-Gebiet erklärt.  © Reuters
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Deutschland stuft Paris bislang nicht als Risikogebiet ein

Inwiefern die Einschätzung auch Auswirkungen auf deutsche Reisende hat, ist noch unklar. Bis Freitagmorgen hat Deutschland Paris noch nicht als Risikogebiet klassifiziert, noch sind also für Rückkehrer keine verpflichtenden Tests notwendig. Allerdings wird das Robert-Koch-Institut schätzungsweise den französischen Kollegen folgen.

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Großbritannien hatte Frankreich bereits zuvor zum Risikogebiet erklärt und alle britischen Reisenden aufgefordert, das Land binnen 30 Stunden zu verlassen. Wer es nicht rechtzeitig aus Frankreich heraus schafft, muss in Großbritannien für zwei Wochen in Quarantäne. In Deutschland hingegen müssen Urlauber aus Risikogebieten einen Coronatest machen – unabhängig davon, ob sie mit Flugzeug, Auto oder Zug reisen – und nur bei einem positiven Ergebnis in Isolation.

RND/msk

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