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47 Passagiere nach Flug positiv getestet – Studien beleuchten Infektionsrisiko im Flugzeug

  • Nach einem Flug zwischen Neu-Delhi und Hongkong Anfang April wurde jeder vierte Passagier positiv auf das Coronavirus getestet – Rekord.
  • Mittlerweile haben sich mehrere Studien mit dem Thema Infektionen bei Flugreisen beschäftigt.
  • Neben dem Ansteckungsrisiko haben Forschende auch ermittelt, welche Schutzmaßnahmen besonders wirkungsvoll sind.
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Ein trauriger Rekord der indischen Airline Vistara geht gerade um die Welt: Nach der Landung von Flug 6395 zwischen Neu-Delhi und Hongkong am 4. April wurde ein Viertel der Passagiere positiv auf das Coronavirus getestet. Vor Abflug hatten noch alle 188 Fluggäste ein negatives Testergebnis vorgelegt, das nicht älter als 72 Stunden war. Doch nach dem knapp fünf Stunden dauernden Flug wurden 25 Reisende positiv getestet und direkt für 21 Tage in Quarantäne geschickt. An Tag zwölf nach der Landung fielen die Tests bei 22 weiteren Passagieren positiv aus. Das berichten mehrere internationale Medien, wie das US-amerikanische Portal „Forbes“.

Fluggesellschaften verweisen auf Luftfilter an Bord

Fluggesellschaften beteuern immer wieder, dass das Ansteckungsrisiko an Bord gering sei. Die Lufthansa etwa verweist auf die sogenannten Hepa-Filter, welche die Kabinenluft von Bakterien und Viren reinigen und auch in OP-Sälen zum Einsatz kommen. „Durch die Verwendung dieser speziellen Filter ist die Kabinenluft sauberer als die, die der Mensch größtenteils auf der Erde einatmet“, schreibt das Unternehmen aus seiner Website. Dennoch weisen Forschende darauf hin, dass ein kompletter Luftaustausch mehrere Minuten dauert und sich die Passagiere in dieser Zeit mit dem Coronavirus anstecken können.

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Studien aus Großbritannien, Neuseeland, Irland, Vietnam und weiteren Ländern kommen außerdem zu dem Ergebnis, dass sich das Virus auf Langstreckenflügen verbreiten kann. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hatten jeweils Corona-Infektionen auf einzelnen kommerziellen Flügen zurückverfolgen können.

Studie: Abstand im Flugzeug reduziert Ansteckungsrisiko um bis zu 57 Prozent

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Die Wahrscheinlichkeit, an Bord eines Flugzeugs mit einem oder zwei Gängen mit dem Virus in Kontakt zu kommen, könne um bis zu 57 Prozent verringert werden, wenn die mittleren Sitzplätze frei bleiben. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung der US-Seuchenschutzbehörde CDC und der Kansas State University. Ein Fluggast, der in derselben Reihe, aber mit einem Platz Abstand zu einem coronapositiven Passagier sitzt, soll demnach ein 23 Prozent geringeres Infektionsrisiko haben. Auf einem Abschnitt von drei Reihen, die mit positiv und negativ getesteten Personen besetzt sind, sinke das Ansteckungsrisiko um 57 Prozent, wenn die Mittelsitze frei bleiben, so die Studie. Für Fluggesellschaften allerdings sei es unwirtschaftlich, mit geringer Auslastung zu fliegen.

In ihrer Handlungsempfehlung zur Verringerung des Infektionsrisikos bei Flugreisen weist auch die Europäische Flugssicherheitsbehörde EASA darauf hin, dass Abstände von mindestens 1,5 Metern eingehalten werden sollten. Darüber hinaus sollten Crew und Passagiere sowohl an Flughäfen als auch an Bord einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen.

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Wie wichtig die Maske sein kann, zeigt ein Fall vom 23. Januar, über den „Zeit Online“ berichtet: Auf einem Flug von Singapur nach Hangzou infizierten sich demnach zwölf Menschen mit dem Coronavirus, alle bei ein und demselben Mitreisenden. Der Mann aus Wuhan trug den Erreger in sich – und keinen Schutz über Mund und Nase.

RND/cs

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