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  • Camping: Urlaub mit Wohnmobil oder Zelt bei Deutschen immer beliebter

Camping im Trend: Knapp jeder Vierte denkt an Urlaub im Wohnmobil

  • Ob mit Wohnwagen, Zelt oder Van: Camping ist in Deutschland weiter auf dem Vormarsch.
  • Einer aktuellen Studie zufolge beschäftigen sich knapp 20 Millionen Menschen hierzulande mit dieser Art des Reisens.
  • Nicht nur Corona hat diesen Trend beschleunigt.
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Lange galten die Niederlande als Campingnation schlechthin, doch Deutschland hat in den vergangenen Jahren aufgeholt. Denn auch hierzulande steigt die Nachfrage nach Urlaub mit Wohnwagen, Wohnmobil und Co. stetig an – und das bereits vor Corona.

Einer bevölkerungs­repräsentativen Studie der GSR Unternehmens­beratung und Puls Marktforschung zufolge beschäftigen sich knapp 20 Millionen Bundesbürger und Bundesbürgerinnen mittlerweile mit Caravaning: als Besitzer, Mieterin oder weil sie konkret beabsichtigen, demnächst ein Reisemobil anzuschaffen oder zu mieten. Das berichtet das Portal „Reise vor 9“.

Bis Ende 2021 könnte es in Deutschland demnach bis zu 1,5 Millionen zugelassene Wohnwagen und andere Campingmobile geben. Knapp fünf Millionen Menschen hätten in diesem Jahr einen Campingurlaub oder ‑ausflug geplant. Innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahre könnte ihre Zahl auf über 13 Millionen steigen.

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Campingboom: Reisende geben mehr Geld für Fahrzeuge aus

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Für ihre Fahrzeuge geben die Camperinnen und Camper auch mehr aus: Sie hätten 2020 durchschnittlich 54.464 Euro für ein neues Wohnmobil ausgegeben, 13 Prozent mehr als 2019. Im Schnitt 25.276 Euro ließen sich die Deutschen einen neuen Wohnwagen kosten, ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Urlaubskasse sei bei Besitzenden und Mietenden um ein Viertel aufgestockt worden.

Das liebste Reiseziel der befragten Camper und Camperinnen ist laut der Befragung Deutschland: 70 Prozent schlagen im Urlaub ihre Zelte auf einem Campingplatz im eigenen Land auf – oder parken dort ihr Fahrzeug. Im Ausland seien insbesondere Italien und Österreich gefragt. Durchschnittlich 53 Tage pro Jahr seien Wohnwagen- und Wohnmobil­besitzende mittlerweile unterwegs.

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Wohnmobile und Campingplätze sind in der Hochsaison 2021 heiß begehrt. © Quelle: ADAC SE/SUNLIGHT/obs

Fast jeder Zweite sucht Spaß und Abenteuer beim Camping

Dabei gebe es mittlerweile ganz unterschiedliche Campingtypen und unterschiedliche Gründe, weshalb Urlaubende diese Art des Reisens bevorzugen. Für ein Drittel der Befragten spiele die Corona-Pandemie eine Rolle, für knapp die Hälfte (49 Prozent) stehe Spaß und die Suche nach Abenteuer im Vordergrund. 19 Prozent wollten bewusst auf Flug- und Schiffsreisen verzichten und 16 Prozent nannten ökologische Gründe als Motivation.

Auch die Zahl der Stellplätze auf Camping­plätzen steige, allerdings nicht so stark wie die Nachfrage nach Fahrzeugen. 3061 Campingplätze mit 230.000 Stellflächen zähle der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland aktuell. Das seien nur sechs Campingplätze mehr als 2020 – und Schäden durch die Flutkatastrophe noch nicht berücksichtigt.

Die Marktforscher sehen deshalb laut „Reise vor 9“ einen Bedarf an zusätzlichen Einrichtungen, damit sich das Camping­geschäft weiter positiv entwickeln könne. Gleichzeitig würden angesichts überfüllter Campingplätze mehr Menschen kreativ – und wichen auf Alternativen aus wie Camping auf dem Bauernhof oder beim Winzer.

RND/cs

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