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Campingplatzbetreiber müssen alle Buchungen für Ostern absagen

  • Viele hatten auf eine Auszeit an Ostern in der Natur gehofft.
  • Doch nun bleiben die Campingplätze zu – nicht nur zum Leid der Touristen.
  • Denn die Osterferien sind mit die wichtigste Zeit für die Betreiber.
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Potsdam. Campingplatzbetreiber in Brandenburg sind über die Corona-Reisebeschränkungen an Ostern enttäuscht. „Ostern gehört zu unserem Kerngeschäft“, sagte der Vizepräsident des Bundesverbands der Campingwirtschaft in Brandenburg (BVCD), Jörg Klofski, der Deutschen Presse-Agentur. 60 von insgesamt 174 Plätzen gehören nach eigenen Angaben zum Verband. Die meisten seien weitestgehend ausgebucht gewesen, sagte Klofski, der selbst einen Campingplatz am Schervenzsee (Landkreis Oder-Spree) betreibt. „Jetzt müssen wir allen absagen.“

„Die Nöte werden damit immer größer“

Der Geschäftsführer der Tourismus-Marketing Brandenburg (TMB), Dieter Hütte, hatte sich von der Sitzung der Kanzlerin und der Ministerpräsidenten am Montag Informationen zu einer weitergehenden Perspektive erhofft. Die Hoffnungen wurden nicht erfüllt. Viele Anbieter sähen sich in ihrer Existenz bedroht. „Die Nöte werden damit immer größer“, sagte Hütte. Den Ausfall des Ostergeschäfts bezeichnete er als „bitter“.

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Der Campingverband hatte gehofft, zum Saisonstart im April öffnen zu können. In einem Brief an Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte sich der BVCD für eine frühe und schrittweise Öffnung der Campingplätze in Brandenburg ausgesprochen. Camping sei sicher - das habe die vergangene Saison verdeutlicht, heißt es darin. „Camping ist die gesündeste Art des Urlaubs“, fügte Klofski hinzu. Der Verband hofft nun auf einen Saisonstart an Pfingsten.

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Reisen ja, aber ohne Unterkunft

Angesichts steigender Infektionszahlen hatten sich Bund und Länder in der Nacht zu Dienstag darauf verständigt, weiter von touristischen Reisen im In- und und Ausland abzuraten. Reisen kann man überall hin, man findet nur keine Unterkunft. Denn Hotels und Ferienwohnungen bleiben auch an Ostern in allen Bundesländern für Touristen geschlossen.

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Beherbergungsverbote und Infektionssorgen hielten im Corona-Jahr 2020 in Brandenburg viele Touristen fern. Etwa 3,3 Millionen Menschen kamen zum Urlaub ins Land, rund 38 Prozent weniger als im Jahr zuvor, teilte das Statistische Landesamt Berlin-Brandenburg Anfang März mit. Die Zahl der Übernachtungen ging demnach um rund 28 Prozent zurück auf etwa 10,1 Millionen, die niedrigste Zahl seit 2008. Einzig Campingplätze zogen mehr Besucher an: 466 500 Gäste entsprachen einem Zuwachs von gut vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr; bei den Übernachtungen ging es zehn Prozent nach oben. Das war der stärkste Andrang seit der Wiedervereinigung.

RND/dpa

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