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Reiseroute offenbart Billigfliegerproblem

Fußballfan aus Sunderland reist aus Kostengründen über Menorca zu Spiel in London

Fliegen ist häufig günstiger, als mit der Bahn zu fahren.

Der Brite James Jelly ist Fußballfan. Sein Lieblingsteam: der AFC Sunderland. Wie tausend andere Fans wird er sich am Samstag in London das Spiel seines Teams gegen den Wycombe Wanderers FC anschauen. Das ist nicht weiter spektakulär. Interessant ist jedoch, wie James Jelly von Sunderland im Nordosten Englands ins südlich gelegene London reist. Laut einem Bericht der BBC reist Jelly nämlich nicht mit dem Zug, sondern mit dem Flugzeug – mit längerem Zwischenstopp auf Menorca.

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Flugtickets sind 53 Euro günstiger als Reise mit der Bahn

Statt rund 440 Kilometern legt der 33-Jährige nun also um die 4000 Kilometer zurück, um seine Lieblingsmannschaft spielen zu sehen. Der Grund für den enormen Umweg: die Kosten. Der Flug über die balearische Insel ist für James Jelly wesentlich günstiger als eine Fahrt mit dem Zug.

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Für den Flug nach Menorca zahlt Jelly 12,50 Pfund (rund 15 Euro), der Anschlussflug nach London am Tag darauf kostet ihn noch einmal 10,50 Pfund (12 Euro), insgesamt also nur 27 Euro. Für das Hotel auf Menorca, wo er die Nacht verbringt, kommen noch einmal 28 Pfund (33 Euro) hinzu.

Hätte er sich für eine Zugfahrt entschieden, hätte er für eine Fahrt von Sunderland zum Bahnhof „King’s Cross“ in London nach Angaben der BBC mindestens 69 Pfund, etwa 80 Euro, zahlen müssen.

Der Fall macht auf ein größeres Problem aufmerksam

Der Vorfall wäre nur eine amüsante Anekdote, würde sie nicht auf ein größeres Problem aufmerksam machen: Flüge mit Billigfluggesellschaften sind häufig günstiger als Bahnfahrten, was dazu führt, dass sich viele Reisende genau wie James Jelly gegen die umweltfreundlichere Zugfahrt und für eine Reise mit dem Flugzeug entscheiden.

Die Reisedauer scheint viele Reisende in Europa hingegen nicht vom Bahnfahren abzuhalten: Eine YouGov-Befragung im Auftrag der Umweltorganisation Germanwatch aus dem vergangenen Jahr zeigt, dass in Polen 37 Prozent der Befragten bereit seien, auch Reisezeiten von mehr als sieben Stunden in Kauf zu nehmen.

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In den Niederlanden, Spanien und Frankreich sind es rund 25 Prozent, während Deutschland in diesem Aspekt Schlusslicht mit 14 Prozent ist. Generell ist aber mehr als jeder Zweite bereit, Flug- durch Zugreisen zu ersetzen. Aber eben nur zu einem „vernünftigen Preis“.

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RND/jaf

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