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Belgien verbietet ab sofort touristische Reisen bis März

  • Belgien zieht die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus drastisch an.
  • Die Regierung verhängt ein Verbot aller touristischen und nicht notwendigen Reisen.
  • Bis Anfang März sind Urlaubsreisen und Freizeitausflüge verboten. Grenzpendler sollen nicht eingeschränkt werden.
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Im Kampf gegen die Mutationen des Coronavirus verbietet Belgien alle nicht zwingend notwendigen Reisen nach Belgien und von Belgien ins Ausland. Dies gilt vom 27. Januar bis zum 1. März, wie das Auswärtige Amt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen für das Land mitteilt. Verboten sind beispielsweise Urlaubsreisen und Freizeitausflüge. So soll verhindert werden, dass neue Corona-Infektionen in das Land getragen werden. Das Verbot soll im Straßen-, Flug-, Schiffs- und Schienenverkehr kontrolliert werden.

Notwendige Reisen sind weiterhin zugelassen. Der Warenverkehr soll weiter fließen, Grenzpendler nicht eingeschränkt werden. Ebenfalls können weiterhin Fahrten zum Besuch des nicht im gleichen Haushalt lebenden Partners und gemeinsamer Kinder oder aus anderen wichtigen familiären Gründen stattfinden. Auch Reisen aus medizinischen Gründen, Fahrten im Rahmen des kleinen Grenzverkehrs und Transitreisen durch Belgien sind weiterhin möglich.

“Wir bauen keine Mauer um unser Land”, hatte Regierungschef Alexander De Croo am Freitag nach der Entscheidung gesagt. Wer für sich eine der Ausnahmen in Anspruch nimmt, muss eine “ehrenwörtliche Erklärung” ausfüllen.

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Nur noch wenige Passagiere an Flughafen in Brüssel erwartet

Am Flughafen der belgischen Hauptstadt Brüssel wurden am Mittwoch nicht einmal 2000 Passagiere erwartet, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. In den vorangegangenen Tagen seien es noch zwischen 6000 und 8000, vor der Pandemie bis zu 60.000 Passagiere gewesen. Einer Flughafen-Sprecherin zufolge wurden die Passagiere von den Fluggesellschaften und der Polizei kontrolliert.

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Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten sich vergangene Woche darauf verständigt, den Reiseverkehr angesichts besonders gefürchteter Varianten des Coronavirus weitgehend auszubremsen. Belgien geht mit dem Verbot allerdings darüber hinaus.

Das Königreich mit 11,5 Millionen Einwohnern will so auch seine verhältnismäßig gute Corona-Lage bewahren. Doch auch hier stiegen die Infektionszahlen zuletzt wieder. In den vergangenen zwei Wochen wurden nach Angaben des Gesundheitsamts Sciensano 252 neue Fälle je 100.000 Einwohner registriert - ein Zuwachs um 12 Prozent. Insgesamt waren es in der vergangenen Woche täglich im Schnitt 2148 Fälle. Im Oktober waren es zeitweise mehr als 20.000 Fälle pro Tag gewesen.

RND/bv/dpa

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