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Bayerns Kabinett beschließt Quarantänepflicht für Tagestouristen ins Ausland

  • Bisher konnten Deutsche zum Wandern oder Skifahren für einen Tag in die Nachbarländer reisen, ohne anschließend in Quarantäne zu müssen.
  • Das soll in Bayern künftig nicht mehr möglich sein.
  • Das bayerische Kabinett hat für solche Tagestouristen eine Quarantänepflicht beschlossen.
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München. Wintersportler und andere Tagestouristen, die auch nur kurz in ein Corona-Risikogebiet im Ausland reisen, sollen in Bayern künftig verpflichtend in Quarantäne müssen. Eine Ausnahmeregelung für Aufenthalte unter 24 Stunden soll nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe gelten, insbesondere Arbeit, Schule, Arztbesuche, familiäre Angelegenheiten und Geschäfte des täglichen Bedarfs. Das hat das bayerische Kabinett am Donnerstag in München beschlossen. Auch bei Tagesausflügen nur zum Skifahren greife also künftig die normale Quarantänepflicht, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

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Söder: Quarantänepflicht für Skifahrer
1:38 min
Bayern führt eine Quarantänepflicht für Tagesausflüge etwa zum Skifahren nach Österreich ein.  © Reuters

Diese Regelung galten bisher für Tagesausflüge in Nachbarländer

Bisher konnten Tagestouristen aus Bayern beispielsweise zum Wandern oder Skifahren für einen Tagesausflug nach Österreich über die Grenze reisen. Erst bei einem längeren Aufenthalt galt bei der Rückkehr die 10-tägige Quarantänepflicht, die nur mit einem negativen Corona-Test nach fünf Tagen aussetzt werden kann. Tschechien hingegen verweigert ohnehin seit dem 22. Oktober Touristen die Einreise – auch für Tagesausflüge unter 24 Stunden.

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Für private Kontakte gilt künftig dieselbe Regel wie in der Bund-Länder-Vereinbarung vom Mittwochabend: “Private Zusammenkünfte” werden auf den eigenen und einen weiteren Haushalt begrenzt, jedoch in jedem Fall auf maximal fünf Personen, Kinder bis 14 Jahre ausgenommen. Bislang gilt in Bayern eine Beschränkung auf zwei Haushalte mit maximal zehn Personen, aber inklusive Kinder.

Dafür aber sollen Familien und enge Freunde zusammen Weihnachten feiern können. Vom 23. Dezember an bis “längstens” 1. Januar sollen Treffen “im engsten Familien- und Freundeskreis” möglich sein, bis maximal zehn Personen insgesamt, Kinder bis 14 Jahre ausgenommen.

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Den derzeit geltenden Teil-Lockdown bezeichnete Söder als Teilerfolg. Er verwies auf die schweren Folgen der derzeit hohen Infektionszahlen in der Corona-Pandemie. “Die Krankenhäuser laufen voll”, sagte Söder, erste Kliniken sendeten Notsignale. Wenn sich die Zahl von derzeit 83 Todesfällen pro Tag bis Weihnachten fortsetze, würden bis dahin allein in Bayern 2500 Menschen sterben. “Das ist ein schweres Schicksal für die Menschen”, sagte der CSU-Chef. Mit Blick auf die Situation im Gesundheitswesen fügte er hinzu: “Wir erleben eine sehr starke Belastung, obwohl wir mehr Intensivbetten haben.”

RND/dpa

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