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Ansturm an der Ostsee sorgt für volle Strände in der Lübecker Bucht

  • Stau, volle Strände, Gedränge auf den Promenaden: Bei sommerlichem Wetter strömten viele Menschen an Schleswig-Holsteins Küste.
  • In Scharbeutz schaltete die Strandampel am Sonntag erstmals auf Orange.
  • Ein anderes Bild bot sich in Mecklenburg-Vorpommern: Dort verlief der Tourismusauftakt ruhig.
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Endlich mal wieder Seeluft schnuppern: Das wollten am vergangenen Woche viele Touristinnen und Touristen. Dementsprechend voll war es mancherorts an der Küste – so wie beispielsweise in der Lübecker Bucht. In Scharbeutz schaltete der Strandticker am Sonntagabend erstmals auf Orange, wie die „Lübecker Nachrichten“ berichten. Das System zeigt per Ampelsystem in Echtzeit an, wo es voll ist. Und Orange bedeutet: Nur noch wenige Plätze sind frei oder einzelne Strandabschnitte gar gesperrt.

Auch die Strände und Strandpromenaden von Travemünde bis Neustadt waren gut gefüllt. Viele Sonnenhungrige waren bereits am Vormittag angereist, obwohl es da noch kalt war und der Himmel bedeckt. Auf der A 1 von Lübeck in Richtung Fehmarn wurden mehrere Kilometer Stau gemeldet.

Die Sonne lockte am Sonntag zahlreiche Menschen nach Scharbeutz – auf der Promenade war es teils wuselig. © Quelle: Lutz Roeßler
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Auch zum Campen kamen viele Menschen nach Scharbeutz: Auf dem Wohnmobil-Stellplatz „Womohafen“ am Scharbeutzer Strand beispielsweise sei kein einziger der knapp 100 Plätze mehr frei, so Vermieterin Hella Harms (85) gegenüber der Zeitung.

Etliche der Angereisten sowie Urlaubende vor Ort wollten sich außerdem testen lassen – vor den Testzentren bildeten sich am Sonntag lange Schlangen, beispielsweise vor dem Bayside-Testzentrum in Scharbeutz. In Schleswig-Holstein muss bei Anreise ein maximal 48 Stunden altes negatives Testergebnis vorgelegt werden, vor Ort müssen sich die Touristinnen und Touristen dann alle 72 Stunden erneut testen lassen.

Ruhiger Tourismusstart in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern durften am Wochenende die ersten einheimischen Gäste in Hotels, Pensionen und auf Campingplätzen übernachten. Der Geschäftsführer des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf, sprach von einem ruhigen und gelungenen Auftakt. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder bis sechs Jahre sowie vollständig Geimpfte und Genesene mit entsprechendem Nachweis.

Trotz des schönen und warmen Wetters habe es weder an den Stränden und Seen noch in beliebten Touristenorten wie Warnemünde oder Binz größeres Gedränge gegeben, sagte Woitendorf am Sonntag. Die Öffnungen an diesem Wochenende hätten allerdings für die Betreiber der Hotels mit Wirtschaftlichkeit noch nicht viel zu tun gehabt.

Derzeit liefen die Vorbereitungen für das kommende Wochenende auf Hochtouren, wenn auch Touristen aus den anderen Bundesländern wieder im Land übernachten dürfen. „Wir haben allen Grund, jetzt optimistisch nach vorne zu schauen und die Tristesse hinter uns zu lassen“, sagte Woitendorf.

Tagestouristen in MV ab 11. Juni wieder willkommen

Am vergangenen Mittwoch hatte die Landesregierung angesichts der niedrigen Infektionszahlen angekündigt, dass Einheimische bereits für dieses Wochenende Zimmer in Beherbergungsbetrieben Mecklenburg-Vorpommerns buchen könnten. Touristen aus ganz Deutschland könnten vom 4. Juni an wieder im Nordosten urlauben. Tagestouristen dürften ab dem 11. Juni kommen.

Auch der Präsident des Dehoga Mecklenburg-Vorpommern, Lars Schwarz, berichtete am Wochenende von Zufriedenheit im Gastgewerbe. Allerdings entspreche der Vorbuchungsstand für die kommende Hochsaison noch nicht dem der vergangenen Jahre.

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Mit Blick auf das kommende Wochenende empfahl Schwarz den Gästen von außerhalb Mecklenburg-Vorpommerns, sich vor der Anreise zu Hause auf Corona testen zu lassen. Dieser Test sei dann für diejenigen ausreichend, die sich nur in Ferienwohnungen oder auf dem Boot aufhalten. Wer allerdings Dienstleistungen wie Hotels, Restaurants, Museen oder andere Freizeiteinrichtungen in Anspruch nimmt, müsse spätestens alle drei Tage den Test wiederholen.

Es gebe Hochrechnungen, dass in der Hochsaison mehr als 500.000 Tests pro Woche anfallen werden. Die Testkapazitäten seien in einigen Regionen auf den Ansturm ausgerichtet, in anderen gebe es noch Nachholbedarf, sagte Schwarz. Mecklenburg-Vorpommerns Finanzminister Reinhard Meyer (SPD) hatte deshalb in seiner Funktion als Präsident des Deutschen Tourismusverbands alle Akteure in den Kreisen und Kommunen aufgefordert, beim Aufbau der Teststrukturen eng zusammenzuarbeiten.

RND/gei/dpa

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