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Ampelkarte für Corona-Lage in Europa online: Deutschland zum Großteil orange

Lübeck: Eine Frau geht durch eine Einkaufsstraße in der Lübecker Innenstadt. Schleswig-Holstein ist eines der wenigen Bundesländer, die auf der Ampelkarte der europäischen Gesundheitsagentur ECDC grün erscheint.

Lübeck: Eine Frau geht durch eine Einkaufsstraße in der Lübecker Innenstadt. Schleswig-Holstein ist eines der wenigen Bundesländer, die auf der Ampelkarte der europäischen Gesundheitsagentur ECDC grün erscheint.

Solna. Bürger können sich ab sofort auf einer Ampelkarte im Internet über die Corona-Lage in Europa informieren. Die europäische Gesundheitsagentur ECDC veröffentlichte erstmals eine Europakarte, auf denen Regionen je nach Infektionslage grün, orange oder rot markiert sind.

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Um der Bevölkerung einen besseren Überblick zu verschaffen, hatte sich eine Mehrheit der EU-Staaten am Dienstag auf die Ampelkarte geeinigt. Für grüne Gebiete mit wenigen Infektionen sollen demnach künftig keine Einreiseverbote mehr verhängt werden. Gemeinsame Standards für Reisende aus stärker betroffenen – also orange oder rot markierten – Regionen sind jedoch nicht vorgesehen. Ebenso wenig gibt es einheitliche Kriterien für Quarantäne- und Testpflichten. Auch ist die Empfehlung nicht bindend.

Grundlage der Hauptkarte ist die Zahl der neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen – die sogenannte 14-Tage-Inzidenz –, dazu kommen die Quote positiver Tests sowie die Anzahl durchgeführter Tests pro 100.000 Einwohner. Hinzu kommen drei weitere Karten, die jeweils nur eines dieser Kriterien abbilden. Die ECDC will die Grafiken eigenen Angaben zufolge jeden Donnerstag auf Grundlage der nationalen Daten aktualisieren.

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So ist die Corona-Lage laut der Ampelkarte in Deutschland

Ampelkarte der europäischen Gesundheitsagentur ECDC für die Kalenderwochen 40 bis 41.

Ampelkarte der europäischen Gesundheitsagentur ECDC für die Kalenderwochen 40 bis 41.

Deutschland erscheint auf der Hauptkarte grün und orange. Dabei sind nur die Bundesländer Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen grün markiert. Grüne Regionen sind Gebiete, in denen die 14-Tage-Inzidenz unter 25 und die Rate positiver Tests unter 4 Prozent liegt. Orange sind Regionen, in denen die Inzidenz unter 50, die Rate positiver Tests aber bei 4 Prozent oder darüber liegt. Ebenfalls orange sind Regionen, in denen die Inzidenz zwischen 25 und 150 Fällen liegt, die Rate positiver Tests aber unter 4 Prozent. Bei einer 14-Tage-Inzidenz ab 50 sowie einer Positivrate ab 4 Prozent werden Regionen rot markiert – oder bei einer Inzidenz höher als 150. Zudem gibt es graue Regionen mit unzureichenden Daten.

Ebenfalls grün erscheinen auf der Hauptkarte derzeit einzelne Regionen wie etwa weite Teile Norwegens und Finnlands, sowie circa die Hälfte Griechenlands und Teile Süditaliens. Ansonsten sind viele andere Länder der EU rot.

RND/bv/dpa

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