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Flugreisen

Airline bietet kinderfreie Kabine im Flugzeug an

Eine Frau versorgt ein Kind im Flugzeug.

Eine Frau versorgt ein Kind im Flugzeug.

Wer mit dem Flugzeug unterwegs ist, der ist seinen Mitreisenden in der Kabine unweigerlich ausgeliefert. Ausweichen von Gerüchen, Geräuschen und Geplapper von den Nebenmännern und ‑frauen – unmöglich. Deswegen verkauft die Billigfluggesellschaft Scoot aus Singapur jetzt gegen Aufpreis Plätze in einer kinderfreien Kabine im vorderen Teil des Fliegers. Betreten darf sie nur, wer mindestens zwölf Jahre alt ist.

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Eine dünne Wand trennt dort den kinderfreien Bereich von anderen und womöglich jüngeren Fluggästinnen und ‑gästen im hinteren Teil des Fliegers ab. Die Airline verspricht den Passagierinnen und Passagieren auf diese Weise einen „ruhigen Flug“ – und somit die Möglichkeit für ein ausgiebiges Nickerchen in luftiger Höhe. Wer die Chance auf tieferen Schlaf im Flugzeug mit dieser Option vergrößern möchte, muss allerdings draufzahlen. Auf einem Flug von Berlin über Athen nach Singapur werden für einen Sitz im abgetrennten Bereich noch einmal 53 Euro fällig. Wer noch Extrabeinfreiheit dazubucht, zahlt insgesamt 85 Euro mehr. Familien verbannt die Airline unterdessen in den hinteren Teil des Flugzeugs.

Kinderfreie Kabine sorgt für Diskussionen

In den sozialen Medien sorgt das für Diskussionsstoff. „Es ist der beste Platz für alle Schlafmützen“, schwärmt eine Frau bei Twitter. Eine andere zweifelt an der Wirksamkeit der dünnen Trennwand: „Es ist sinnlos, mehr Geld für einen solchen Platz zu zahlen, weil ein einziges schreiendes Kleinkind ausreicht, um den Frieden im gesamten Flugzeug zu stören.“ Ein anderer schreibt: „Babys sollten im Flugzeug verboten werden.“

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Eine ähnliche Diskussion hatte im vergangenen Jahr bereits Japan Airlines ausgelöst. Die Fluglinie bietet ein ähnliches Prinzip an: Während des Buchungsvorgangs werden diejenigen Plätze markiert, die für Kinder im Alter zwischen acht Tagen und zwei Jahren reserviert sind. So können weitere Passagierinnen und Passagiere von ihnen entfernte Sitze auswählen. In Deutschland gibt es ein solches System bislang nicht. Auf Anfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) teilte die Lufthansa bereits 2021 mit: „Bei Lufthansa ist eine solche Kennzeichnung nicht geplant. Regelmäßige Kundenbefragungen haben keinen diesbezüglichen Bedarf ergeben.“

RND/vh

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