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Umstrittener Sänger

„Viele Fehler gemacht“: Xavier Naidoo distanziert sich in Video von rechten Verschwörungstheorien

Der Sänger Xavier Naidoo.

Der umstrittene Sänger Xavier Naidoo hat sich in einem am Dienstagabend veröffentlichten Video von Rechtsextremismus und Verschwörungstheorien distanziert. Nationalismus, Rassismus, Homophobie und Antisemitismus verurteile er aufs Schärfste, sagte der 50-Jährige in der rund drei Minuten langen Aufnahme. Er bedauere, Menschen mit seinem Verhalten verletzt und vor den Kopf gestoßen zu haben. „Hierfür entschuldige ich mich und bitte um Verzeihung.“

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Naidoo hatte sich in den vergangenen Jahren immer wieder mit Rassismus- und Antisemitismusvorwürfen konfrontiert gesehen. Während der Corona-Pandemie machte er durch die Verbreitung von Verschwörungstheorien Schlagzeilen.

„Habe mich Gruppierungen geöffnet, von denen ich mich lossage“

In dem bei Instagram veröffentlichten Video sagte der Sänger jetzt: „Ich habe erkannt, auf welchen Irrwegen ich mich teilweise befunden habe und dass ich in den letzten Jahren viele Fehler gemacht habe.“ Ihm sei bewusst geworden, dass er viele Menschen mit verstörenden Äußerungen irritiert und provoziert und sich verrannt habe. „Ich habe mich Theorien, Sichtweisen und teilweise auch Gruppierungen geöffnet, von denen ich mich ohne Wenn und Aber distanziere und lossage. Ich war von Verschwörungserzählungen geblendet und habe sie nicht genug hinterfragt.“

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Er habe Dinge gesagt und getan, die er heute bereue. „Mir ist es wichtig zu sagen, dass ich mich von allen Extremen distanziere, insbesondere auch von rechten und verschwörerischen Gruppen.“

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Als Erklärung für seinen Sinneswandel nannte Naidoo den Krieg in der Ukraine. Die „brutale russische Invasion in der Ukraine, die Gewalt, die Menschenverachtung“ habe ihn „bestürzt und aufgerüttelt“. Seine Frau komme aus der Ukraine, von dort habe er Familie und Freund holen müssen, „weil dort Angst und Schrecken“ herrsche. Das habe ihn tief bewegt und sei ein Grund gewesen, sich kritisch zu hinterfragen.

Auftritte mit „Reichsbürgern“ und „Querdenkern“

Naidoo hatte sich als Soulsänger und mit der Gruppe Söhne Mannheims einen Namen gemacht. Später kam es zunehmend zu Kontroversen um den Sänger. 2020 warf ihn RTL aus der Jury der Sendung „Deutschland sucht den Superstar“ – zuvor war ein Video aufgetaucht, in dem zu sehen ist, wie er ein Lied mit rassistischen Textzeilen singt.

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Immer wieder wurden Naidoo in den vergangenen Jahren auch Nähe zu rechtsextremen Verschwörungserzählungen, etwa der Qanon-Bewegung, sowie Antisemitismus vorgeworfen. Während der Corona-Pandemie machte er umstrittene Äußerungen und trat mit sogenannten „Reichsbürgern“ und „Querdenkern“ auf. Gegen viele seiner Konzerte hatte es zuletzt Widerstand gegeben, Auftritte waren abgesagt worden.

Gegen die Kritik, er stünde rechtsextremen Verschwörungserzählungen nahe, wehrte er sich in der Vergangenheit. Im Dezember 2021 urteilte das Verfassungsgericht in Karlsruhe, dass eine Vortragsrednerin ihn als Antisemiten bezeichnen durfte.

RND/seb

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