Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

„Plötzlich und unerwartet“

Böhmermann-Sidekick William Cohn ist gestorben

Sänger und Schauspieler William Cohn in der WDR-Talkshow "Kölner Treff" (Archivbild)

Berlin. Diese Stimme! Sie klingt nach Märchenerzähler und nach arrogantem Fernsehsprecher. Sie ist so sonor, dass man ihre Vibrationen körperlich zu spüren meint. Und nun ist diese Stimme verstummt. Wie das Management am Samstag bestätigte, ist der Schauspieler, Sänger, Autor und Sprecher William Cohn am Donnerstag „plötzlich und unerwartet“ gestorben. Er wurde 65 Jahre alt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, Inc., der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Seine Markenzeichen waren hässliche Pullover und Nerdbrille

Millionen Fernsehzuschauerinnen und -zuschauer kannten ihn als ehemaligen Ansager und Sidekick von Jan Böhmermann. Cohn war bei der damaligen ZDF-neo-Sendung „Neo Magazin Royale“ in fast jeder Folge dabei. Er kündigte unter anderem die Gäste an – auf eine einzigartige, sehr skurrile Weise. Aus kryptischen Stichwörtern, die oft als Wortspiel verfremdet waren, reimte sich das Publikum die tatsächlichen Hinweise auf die Vita zusammen – ein besonderer Kitzel für den Geist.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Dabei trat Cohn stets als Kunstfigur auf – wie eine Mischung aus verschrobenem Geschichtenopa und Ansager in einem halbseidenen Salon. Seine Markenzeichen waren hässliche Pullover und Nerdbrille.

Laut seinem Manager Gerd Fischer war seine Paraderolle jedoch eine andere: die des intriganten Waffenhändlers Kaspar im Musical „Ludwig²“, die er seit 2005 mehr als 600-mal spielte. Böhmermann postete bei Twitter ein Gebrochenes-Herz-Emoji und dazu einen poetischen Abschiedstext.

Der beginnt so: „Was William nicht mochte, waren lästige Biografien, die beschreiben, was man denn so draufhat und was man schon so Tolles geleistet hat.“ Eine gute Voraussetzung dafür, Menschen auf eine Weise vorzustellen, die sich von der Norm abhebt. So wie William Cohn.

RND/may/dpa

Mehr aus Promis

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.