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Wenig Einsatz gegen rechts: Armin Rohde wundert sich über Kollegen

  • Schauspieler Armin Rohde ist bekannt für sein klares Eintreten gegen Rechtsextremismus.
  • Von vielen seiner Schauspielerkollegen würde er sich dagegen mehr Engagement gegen rechts wünschen.
  • Rohde selbst bekommt nach eigenen Angaben regelmäßig Morddrohungen.
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Hamburg. Der Schauspieler Armin Rohde wünscht sich mehr Engagement von Kolleginnen und Kollegen gegen rechts. „Ich will da keine Zensuren verteilen. Ich wundere mich aber schon, warum so wenige Kollegen ihr Standing für die Botschaft gegen rechts nutzen: Wir sind mehr“, sagte der 65-Jährige dem Magazin „Stern“ laut Vorabbericht vom Mittwoch.

Rohde selbst positioniert sich unter anderem auf Twitter gegen die AfD und wurde deshalb nach eigenen Worten “mit Mord und Totschlag bedroht”. Er lasse sich davon aber nicht einschüchtern. “Es gibt mehr von denen, als man meint, aber es sind längst nicht so viele, wie sie tun”, sagte er: “Das haben damals die Nazis ganz genauso gemacht. Die haben früh so getan, als ob sie überall an den Schaltstellen säßen.” Dadurch hätten sich die Menschen über Gebühr einschüchtern lassen. “Das darf nicht noch mal passieren”, warnte Rohde.

Promotionvertrag wegen Tweet verloren

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Der Schauspieler erlitt wegen seines Engagements nach eigenen Worten auch finanzielle Nachteile. “Ich habe einen Promotionvertrag als Markenbotschafter verloren wegen eines Tweets zur Österreich-Wahl”, sagt er. Nachdem die konservative ÖVP mit der rechten FPÖ koaliert hatte, twitterte der Schauspieler im Dezember 2017 in Anspielung auf Adolf Hitlers verhinderte Karriere als Künstler: “An sämtliche Auswahlgremien sämtlicher Kunstakademien: Sollte sich Sebastian Kurz jemals bei Ihnen bewerben – nehmen Sie ihn auf um Gottes willen, scheißegal, was er vorlegt!”

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Der Tweet sei zwar „nicht präzise genug“ gewesen, sagte Rohde: „Meine Überlegung war: Wer sich mit Faschisten einlässt, wie sauber kann der bleiben?“ Der Ärger habe aber auch etwas Gutes gehabt. „Ich musste das gesponsorte Auto abgeben und geh jetzt viel mehr zu Fuß“, sagte der 65-Jährige.

RND/epd

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