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Wendlers Verschwörungslivestream: Von Wahlbetrug bis zum Umsturz der Bundesregierung

  • Michael Wendler hat vor rund 30.000 Zuschauern einen Livestream abgehalten.
  • Mit dabei: Verschwörungserzählungen über die Corona-Pandemie und waschechte Umsturzfantasien.
  • Eine Rückkehr ins Showbusiness dürfte sich damit wohl endgültig erledigt haben.
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Cape Coral. Vor rund 30.000 Zuschauern hat Schlagersänger Michel Wendler am Abend auf Instagram einen Livestream abgehalten. Mit dabei: Verschwörungstheorien über die US-Wahl, erfundene Erzählungen über eine angeblich geplante Zwangsimpfung und waschechte Umsturzfantasien. An sein Karriereende glaubt der ehemalige DSDS-Juror derweil noch immer nicht.

„Ich bin unkaputtbar“, meint Wendler angesichts der hohen Zuschauerzahl seines Livestreams – und bedankt sich bei allen Fans, die weiterhin hinter ihm stünden. Ob das tatsächlich noch jemand tut, lässt sich an diesem Abend nur schwer überprüfen: Die Kommentare des Livestreams hat der Schlagersänger während der rund 30-minütigen Verschwörungsshow vorsichtshalber deaktiviert.

„Deshalb wird das nicht funktionieren, was die Medien von sich geben und über mich verbreiten und mein Karriereende prognostizieren", meint Wendler und ergänzt: „Alles lächerlich.“ Er streamt aus seinem Haus in Florida, einem „republikanischen Bundesstaat“, in dem es „Schwachsinn“, wie etwa die Maskenpflicht und Lockdowns nicht gebe, so Wendler.

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Umsturzfantasien und Hildmann-Verschwörungen

Es folgt ein 30-minütiges Potpourri der Verschwörungsideologien: Ein bisschen Deep State und Qanon, ein bisschen Wahlbetrug – und dann sei auch noch in Deutschland ein Gesetz geplant, dass die Grundrechte aller Bürger vollends ausheble, inklusive Zwangsimpfung. Woher Wendler all das weiß, lässt sich mit einer kurzen Internetrecherche herausfinden: Der rechtsextreme Verschwörungsideologe Attila Hildmann verbreitet seit einigen Tagen erfundene Geschichten zu genau diesem Thema. Am Montag hatten Beamte der Brandenburger Polizei dessen Wohnung durchsucht und dabei diverse Geräte und Speichermedien beschlagnahmt.

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Auch Umsturzfantasien sind Teil von Wendlers Livestream. Angela Merkel, Jens Spahn, Christian Drosten – sie alle würden „zur Rechenschaft“ gezogen, es werde nicht mehr lange dauern. Und in den USA würde Donald Trump das regeln. Wendler spricht von einem „Wahlbetrug sondergleichen“. Er glaube „an Donald Trump, weil er das Ruder rumreißen wird. Donald Trump wird alle zur Rechenschaft ziehen.“ Und die Bevölkerung werde mithelfen.

Manager trennt sich von Wendler

Sein Livestream endet mit dem wiederholten Aufruf, in seine Gruppe im russischen Messenger Telegram zu wechseln. Die großen Technologieunternehmen hätten sich „leider alle falsch positioniert“, meint er. Auch die geplante Querdenker-Demo am Mittwoch in Berlin erwähnt Wendler und ruft seine Fans zum Protest auf. Rund 5000 Demonstranten werden dort am Morgen erwartet. Die Polizei in Berlin hatte bereits am Montag angekündigt, die Einhaltung der Corona-Regeln „mit allen zulässigen Mitteln durchsetzen“.

Michael Wendler hatte zuletzt immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Nach seinem Ausstieg aus der Jury von DSDS und seinem Ausflug in die Telegram-Verschwörungsszene, war der Schlagersänger kurz darauf zurückgerudert. Sogar eine Entschuldigung an seinen bisherigen Arbeitgeber RTL erfolgte – doch der Sender lehnte dankend ab. Seither postet Wendler wieder auf Telegram.

Zuletzt hatte Wendlers bisheriger Manager Markus Krampe die Zusammenarbeit mit dem Schlagersänger beendet. Spätestens seit dem Livestream am Dienstagabend ist eine Rückkehr ins Showbusiness für den Schlagersänger wohl ein für alle Mal ausgeschlossen.

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