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Kabarettist Uwe Steimle: Seine Tochter überzeugte ihn von der Impfung

  • Nach anfänglicher Skepsis hat sich der sächsische Kabarettist Uwe Steimle für eine Corona-Impfung entschieden.
  • In einem Interview mit der „Leipziger Volkszeitung“ begründet der umstrittene 58-Jährige jetzt seinen Schritt.
  • Nach drei Todesfällen durch Covid-19 in seiner „unmittelbaren Umgebung“ habe er letztlich seiner Tochter, die Ärztin ist, vertraut, so Steimle.
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Der umstrittene sächsische Kabarettist Uwe Steimle stand der Corona-Impfung zunächst kritisch gegenüber, dass er sich bereits vor Monaten trotzdem für die Impfung entschieden hat, sorgt seit einigen Tagen für Schlagzeilen. In einem Interview mit der „Leipziger Volkszeitung“ (LVZ) begründete der 58-Jährige jetzt den Schritt.

Er habe im April seine Erstimpfung mit Biontech bekommen, „nachdem drei Menschen aus meiner unmittelbaren Umgebung innerhalb einer Woche an Corona verstorben sind“, sagte Steimle der Zeitung. Ausschlaggebend sei danach ein Gespräch mit seiner Tochter gewesen: „Meine Tochter ist Chirurgin und hat als Ärztin in Pflegeheimen geimpft. Sie hat dort auch gesehen, was Corona anrichtet. Zu mir hat sie gesagt: ‚Papa, ich bitte dich, mach das.‘ Ich habe ihr vertraut.“

„Dann bin ich gerne der Verräter“

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Kritik vonseiten der Impfgegner lasse ihn kalt, so Steimle: „Ich finde, es gehört absolut dazu, dass man als Mensch manchmal seine Meinung ändert. Aber dann soll ich der Verräter sein? Dann bin ich gerne der Verräter.“ Er habe auch nie an der Existenz des Coronavirus gezweifelt. „Ich glaube auch nicht an den Irrsinn, dass die uns mit der Impfung umbringen wollen. Aber ich fand die Kommunikation der Regierung anmaßend. Die sagten, dass wir uns impfen lassen sollen – und dann gab es keine Termine“, begründete Steimle seine ursprüngliche Skepsis. Aktiv für die sächsische Impfkampagne werben möchte der Kabarettist nicht: „Es ist die Entscheidung jedes Einzelnen, ob er sich impfen lässt.“

Er werde sich auch seine Auffrischungsimpfung holen, so Steimle. „Ich habe Angst, dass das hier immer weiter geht. Das will ich nicht.“

Uwe Steimle immer wieder in der Kritik

Steimle war in der Vergangenheit immer wieder durch fragwürdige Äußerungen aufgefallen. So hatte er in seiner MDR-Sendung „Steimles Welt“ verleumderische Gerüchte über Flüchtlinge verbreitet, in seinem Bühnenprogramm verglich er die rechtsextreme Terrorzelle „Revolution Chemnitz“ mit der Olsenbande. Im Juni 2019 ließ sich Steimle mit einem „Kraft durch Freunde“-Shirt fotografieren. Der MDR beendete die Zusammenarbeit mit Steimle im Dezember 2019 – Grund sei, dass Steimle in öffentlichen Äußerungen „wiederholt und massiv Grundwerte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Frage gestellt“ habe.

Wiederholt warb der 58-Jährige auch für einen offenen Umgang mit der AfD. Im November 2020 trat Steimle bei „Querdenken“-Protesten in Leipzig auf.

RND/seb

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