Uschi Glas erhält unzählige Hassmails wegen Einsatz für Corona-Impfung

  • Uschi Glas wird wegen ihrer Teilnahme an Impfkampagne der Bundesregierung „schwerst beleidigt“.
  • Die Schauspielerin erhält eine Welle von Hassmails, unter einem Youtube-Clip der Kampagne #ÄrmelHoch finden sich zahlreiche beleidigende und drohende Kommentare.
  • „Man muss einen guten Magen haben“, sagt die 77-Jährige.
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In der Kampagne #ÄrmelHoch werben prominente „Impfluencer“ für Impfungen gegen das Coronavirus, als Erstes war vor gut einer Woche ein Spot mit Uschi Glas (77) online gegangen. Die Reaktionen sind allerdings alles andere als positiv, die Schauspielerin sieht sich einer Welle von Hassmails ausgesetzt. Sie werde „schwerst beleidigt“, sagte Glas im Video-Podcast „19 – die Chefvisite“. Es sei „unvorstellbar, was das für eine Masse ist“, so Glas. „Man muss einen guten Magen haben.“

Die Anfeindungen stimmten sie traurig, „aber umso mehr muss man kämpfen“, so Uschi Glas weiter. Dass Krankheiten wie Kinderlähmung oder die Pocken durch Impfungen verschwunden seien, „realisieren viele Menschen heute nicht mehr“. Sie werde sich jetzt beraten lassen, wie sie auf Drohzuschriften reagieren soll.

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Uschi Glas will „umso mehr kämpfen“

Allein auf Youtube finden sich unter dem Spot mit Glas über 2000 Kommentare. Neben einigen positiven Reaktionen gibt es auch viele kritische, zum Teil beleidigende und drohende Äußerungen. „Ich finde es sehr traurig und sehr beängstigend, wie viel Hass es in unserer Gesellschaft gibt“, so Glas. Doch sie werde nicht aufgeben und nun „umso mehr kämpfen“.

Uschi Glas: „Mit einem kleinen Piks holen wir uns unser Leben zurück“

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Glas tritt in einem Werbespot der Kampagne #ÄrmelHoch auf, mit der das Bundesgesundheitsministerium für die Teilnahme an der Corona-Impfung wirbt. „Früher sind die Menschen noch an Typhus und Pocken gestorben. Durch Impfungen sind dann Gott sei Dank diese Krankheiten verschwunden“, sagt sie darin. Und: „Meinen Enkel habe ich seit über einem Jahr nicht im Arm gehabt. Deshalb lass’ ich mich impfen. Mit einem kleinen Piks holen wir uns unser Leben zurück.“

Weitere prominente Gesichter der Kampagne sind der ehemalige Fußballtorhüter Sepp Maier (77) und TV-Moderator Günther Jauch – der hatte sich in der vergangenen Woche selbst mit dem Coronavirus infiziert. Ziel der Aktion ist es, die Impfbereitschaft in Deutschland zu erhöhen.

RND/seb

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