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  • TV-Arzt über Impfpflicht: Eckard von Hirschhausen klar gegen Corona-Pflichtimpfung - „Dann sinkt Zustimmung für freiwillige Impfungen“

Eckart von Hirschhausen gegen Impfpflicht: „Dann sinkt Zustimmung für freiwillige Impfungen“

  • Aktuell wird im Zusammenhang mit dem Coronavirus mal wieder über eine mögliche Impfpflicht diskutiert.
  • Der TV-Arzt und Wissenschaftsjournalist Eckart von Hirschhausen spricht sich klar dagegen aus.
  • Er fordert stattdessen eine fachspezifischere Kommunikation mit verschiedenen betroffenen Berufsgruppen.
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Eckart von Hirschhausen, TV-Arzt und Wissenschaftsjournalist, hat sich am Donnerstagabend im ZDF-Polittalk mit Maybrit Illner gegen eine Impfpflicht ausgesprochen. „Das ist in der Fachwelt völlig klar, dass das unsinnig ist“, sagt er. „Das ist nicht nur ein Phänomen von Virologen und Epidemiologen, es geht auch ganz viel um Psychologie, um Kommunikation.“ So habe er sich über das Thema beispielsweise auch mit Cornelia Betsch unterhalten, die in Erfurt die Cosmo-Studie leite und schon bei der Masern-Impfpflicht ganz klar gesagt habe, dass man in dem Moment, wo man Menschen zu etwas zwinge, viele negative Effekte an anderer Stelle bekomme.

„Zum Beispiel sinkt dann die Zustimmung für freiwillige Impfungen“, meint von Hirschhausen in der Sendung mit dem Thema „Langsames Impfen, schnelles Virus – droht der lange Winter-Shutdown?“. Deswegen sei es seiner Meinung nach schon unnötig, überhaupt den Begriff Impfpflicht ins Rennen zu bringen. „Weil die meisten Menschen, wenn man es ihnen gut erklärt, verstehen, dass impfen sozial ist“, so die Meinung des TV-Arztes. Schließlich gehe es um Gemeinschaftsschutz. Dieses Wort ziehe er auch dem Begriff der Herdenimmunität vor: „Kein Mensch ist gerne Teil einer Herde.“ Er plädiert für die Bezeichnung Gemeinschaftsschutz, die den Kern besser treffe, und nennt Impfungen „eines der genialsten Dinge, die wir in der Medizin haben“.

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Hirschhausen für fachspezifische Kommunikation bei der Impfthematik

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Deswegen ist es seiner Meinung nach auch eine Frage „von Aufklärung, von Gesundheitskompetenz und eben auch Kommunikationsstrategien, Menschen zum Beispiel auch in ihren Berufsgruppen anzusprechen“, so von Hirschhausen bei Maybritt Illner zu der Impfthematik. Es müsse bei der Bewerbung der Impfung gegen das Coronavirus auch mehr fachspezifisch kommuniziert werden. „Es gibt heute noch keine richtig gute, evidenzbasierte Entscheidungshilfe, und dafür würde ich mich sehr starkmachen in diesem Land.“

RND/hsc

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