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TV-Arzt Johannes Wimmer über seine schwerkranke Tochter: “Es ist Totenstille”

  • Vor wenigen Tagen machte TV-Arzt und Moderator Johannes Wimmer öffentlich, dass seine sechs Monate alte Tochter an einem aggressiven Hirntumor leide.
  • In der “NDR Talk Show” sprach er nun über das Leid der kleinen Maximilia.
  • Auf ihre Familie reagiert das Kind nicht.
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Eigentlich hätte TV-Arzt Johannes Wimmer in der “NDR Talk Show” am Freitagabend über sein neues Buch sprechen sollen. Stattdessen wurde es ein emotionales Gespräch über seine kleine Tochter – die mit einem bösartigen und aggressiven Hirntumor auf der Intensivstation liegt.

“In erster Linie leidet dieses Kind und wie jeder Vater auf der Welt würde ich ohne mit den Augen zu zwinkern tauschen, würde ihr das abnehmen, würde mein Leben für ihres geben”, fängt Wimmer das Gespräch an. Da das nicht gehe, versuchten er und seine Frau so oft bei dem sechs Monate alten Kind zu sein wie möglich. Dass die kleine Maximilia ihre Familie aber nicht bewusst erkenne, beziehungsweise auf sie reagiere, würden die Tage noch länger. “Unsere Tage sind gerade unendlich lang, es ist nur warten, warten, warten.”

Diese Art des Tumors endet zu 85 Prozent tödlich

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Immer wieder kommen Punkte, an denen der 37-Jährige mit den Tränen ringt, etwa, als er darüber sprach, wie die große Schwester von Maximilia einen Kuchen zum halbjährigen Geburtstag gebacken habe – oder dass die Statistik besagt, dass diese Art von Tumor bei 85 Prozent der Kinder tödlich endet. “Es geht ihr nicht gut”, sagt Wimmer.

Schlimm sei auch, dass die Tragödie so viele Menschen treffe. Und auch wenn er Angehörigen gesagt habe, sie müssten sich selbst um Hilfe kümmern, so hat es starke Auswirkungen auf das direkte Familienleben. “Die Mutter des Kindes leidet unglaublich, sie hat Geschwister, die haben es sehr schwer. Ich leide auch. Krank vor Sorge sagt man so, aber das kann man sich so gar nicht vorstellen.” Er verglich die Krankheit mit einem Schiff, das im Kielwasser zum Stillstand gekommen sei. “Es ist Totenstille.”

Johannes Wimmer über seine Frau: “Wir waren noch nie so nah zusammen und so weit entfernt”

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Auf die Paarbeziehung hat die lebensbedrohliche Krankheit der Tochter ebenfalls Auswirkungen, wie der TV-Arzt und Moderator erzählt. “Wir waren noch nie so nah zusammen und so weit entfernt. Es ist wie ein Pendel, das schwingt.” Seine Frau und er hätten “in vielen Momenten hervorragend zusammengehalten”, da die Kraft aber aufgebraucht sei, führe ein falscher Ton auch schon zum Streit. “Dann entlädt sich viel, deshalb haben wir ein Codewort eingeführt, so eine Art Pauseknopf.”

Halt findet die Familie im Kleinen auch bei den Eltern anderer Patienten auf der Intensivstation. “Man sieht dort permanent schwerstkranke Kinder, das ist nicht einfach. Aber im Kleinen ist man füreinander da, geht mal ein Wasser holen. Man sieht das Leid der Eltern in deren Augen und es tut gut zu merken, dass man nicht alleine auf weiter Flur ist.”

RND/msk



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