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Trotz Hexenschuss: Bushido sagt weiter gegen Clanchef Abou-Chaker aus

  • Trotz eines Hexenschusses hat Rapper Bushido am Mittwoch vor dem Landgericht Berlin als Zeuge im Prozess gegen Clanchef Arafat Abou-Chaker ausgesagt.
  • Der 42-Jährige ist in dem Prozess auch Nebenkläger.
  • Nach eigener Aussage habe er in etlichen Fällen 50 Prozent seiner Einnahmen an den Berliner Clanchef gezahlt.
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Berlin. Rapper Bushido hat am Mittwoch trotz eines Hexenschusses vor dem Landgericht Berlin als Zeuge im Prozess gegen Clanchef Arafat Abou-Chaker ausgesagt. Wie die „Bild“-Zeitung schreibt, sei der 42-Jährige trotz Schmerzen vor Gericht erschienen, weil er nicht „nicht durch Abwesenheit glänzen“ wollte.

Bushido hat nach eigener Aussage in etlichen Fällen 50 Prozent seiner Einnahmen an den Berliner Clanchef Arafat Abou-Chaker gezahlt. Er habe an seinen damaligen Geschäftspartner aber nicht freiwillig gezahlt, sagte Bushido am Mittwoch vor dem Berliner Landgericht als Zeuge. „Da, wo er das Gefühl hatte, dass er die Finger krumm gemacht hat, hat er 50 Prozent verlangt.“ Er wisse nicht, was bei den Rechnungen konkret zugrunde gelegt worden sei. In einer früheren Befragung hatte Bushido gesagt, A.-Ch. habe ihn als sein Eigentum betrachtet, es sei eine „Zwangsehe“ gewesen.

Der 42-jährige Musiker, mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi, wird seit mehr als fünf Monaten als Zeuge in dem Prozess gegen A.-Ch. und drei seiner Brüder befragt. Bushido ist auch Nebenkläger.

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Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten Straftaten gegen den Musiker vor, nachdem Bushido 2017 die Beziehungen zu dem langjährigen Manager aufgelöst habe. Arafat Abou-Chaker habe dies nicht akzeptieren wollen und eine Millionen-Zahlung sowie die Beteiligung an dessen Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert. Bushido sei bedroht, beschimpft, im Januar 2018 in einem Büro eingesperrt und mit Wasserflasche und Stuhl attackiert worden.

Dem 44-jährigen Hauptangeklagten A.-Ch. werden Beleidigung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, Nötigung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Die Angeklagten haben sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Prozess wird am 17. Februar fortgesetzt

In der Befragung ging es auch um Management-Verträge. Bushido sagte, nach dem ihm vorliegenden Vertrag habe er 30 Prozent seiner Einnahmen abgetreten und dies auch über Jahre in Ordnung gefunden. Doch Abou-Chaker habe dann gesagt: „Wenn ich was mache, krieg ich die Hälfte.“ Doch er habe nichts dafür getan. Nur wenn es Streit in der Rapperszene gab, sei er „hineingegrätscht“.

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Eine originale, zweite Vertrags-Version habe er nicht, so der Rapper. Seine Unterschrift unter diesem Papier „sieht merklich anders aus“, bezweifelte der Musiker die Echtheit.

Der Prozess wird am 17. Februar fortgesetzt.

RND/dpa/liz

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