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Topmodel Elisabetta Canalis: „Greta Thunberg ist ein Geschenk!“

  • Zum 20. Mal fand in Hamburg das Branchentreffen „Movie meets Media“ statt.
  • Mit dabei war auch Werbeikone Elisabetta Canalis.
  • Im Gespräch mit dem RND spricht sie über ihre Tochter, Schönheitsoperationen und Klimaaktivistin Greta Thunberg.
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Hamburg. Die italienische Schauspielerin und Werbeikone Elisabetta Canalis (41) war Stargast des 20. Branchentreffens „Movie meets Media“ in Hamburg. „Ich war schon zweimal dabei und freue mich erneut, dass ich die Gelegenheit habe, deutsche und europäische Promis zu sehen“, sagt Canalis im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Mein deutscher Lieblingspromi ist Diane Kruger. Sie hat weltweit einen der besten Styles. Sie hat einen sehr modernen, klassischen Look und ist auch eine exzellente Schauspielerin.“

Auch von einer anderen europäischen Persönlichkeit fühlt sich Canalis, die mittlerweile in Amerika lebt beeindruckt: „Ich folge Greta Thunberg auf Instagram, und sie ist ein Geschenk für die Menschheit. So ein junges Mädchen, dass sich nur für eine Sache einsetzt: den Planeten zu retten. Jeder von uns sieht Fotos und schaut die Nachrichten, und danach machen wir damit weiter, was wir zehn Minuten zuvor gemacht haben. Niemand tut wirklich etwas. Dabei müssen wir die Meere säubern, Plastiktüten und Plastikflaschen ersetzen. Wir hinterlassen eine Erde, die sehr, sehr schmutzig, vergiftet und gefährlich für die nächste Generation ist. Das ist unfair.“

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Elisabetta Canalis: „Greta Thunberg ist ein Geschenk!“
3:28 min
Die italienische Schauspielerin und Werbeikone Elisabetta Canalis (41) war Stargast beim Branchentreff „20. Movie meets Media“ in Hamburg.  © RND
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„Das Marketing richtet sich sehr nach Instagram“

Zu sozialen Netzwerken wie Instagram hat die Schauspielerin ein zwiegespaltenes Verhältnis: „Jeder guckt nur, wie viele Follower man bei Instagram hat. Es ist so wichtig geworden, dass es fast absurd ist. Am Anfang meiner Karriere hatte niemand Social Media, und Facebook kam erst zehn Jahre später dazu. Heute sagen alle: ‚Ich kenne sie nicht, mal gucken, wie viele Follower sie bei Instagram hat.‘ Das Verrückte daran ist, dass es großartige Schauspieler und weltbekannte Prominente gibt, die noch nicht mal einen Instagram-Account haben. Heutzutage richtet sich das Marketing sehr nach Instagram, aber es spiegelt nicht das tatsächliche Talent oder die echte Arbeit eines Prominenten wider.“

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Katja Flint bei „Movie meets Media“ in Hamburg.  @ Quelle: Martin Brinckmann

Canalis hat eine Tochter namens Skyler Eva (4), die sie aber aus der Öffentlichkeit raushält und bei Instagram höchstens mal von hinten postet. „Ich zeige meine Tochter nie, weil es zu viel Aufmerksamkeit für so ein kleines Mädchen wäre. Es gibt ein paar verrückte Menschen, die sie vielleicht attackieren könnten oder etwas zu den Fotos schreiben könnten, was mir nicht gefällt. Wenn sie das über mich machen, ist mir das egal. Aber wenn sie das über meine Tochter machen würden, ist mir das nicht egal.“

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Kind und Karriere kriegt sie gut unter einen Hut

Über ihren Alltag sagt die erfolgreiche Modeikone: „Ich arbeite immer noch als Model, aber mein Leben hat sich sehr verändert. Ich habe mich entschieden, nach Amerika zu ziehen. Nach 16 Jahren im italienischen Fernsehen habe ich mir gedacht, dass ich etwas anderes ausprobieren will. Ich gehe aber immer mal wieder zurück nach Italien, um einige Shows zu machen.“ Kind und Karriere kriegt sie so sehr gut unter einen Hut: „Ich bin sehr glücklich, weil ich sehr viel Zeit mit meiner Tochter verbringen kann. Ich muss nicht sehr viel Zeit ohne sie verbringen.“

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Ihr Leben läuft in perfekten Bahnen, auch wenn sich nicht alle Träume erfüllt haben: „Ich wollte ein Supermodel werden, aber ich habe es nie so ganz geschafft, deshalb habe ich dann angefangen, beim Fernsehen zu arbeiten“, erzählt sie und lacht. „Danach habe ich wieder Jobs als Model bekommen, aber eher als Konsequenz meines Bekanntheitsgrades. Ich musste also nie zu Castings gehen. Aber als ich meine Modelkarriere startete, war es die große Zeit von Kate Moss. Damals hatte ich viel zu viele Kurven. Ich sah halt nicht so aus wie sie, aber sie haben mich trotzdem vor die Kamera gestellt. Danach haben sich die Fernsehsender nach mir gerissen. Das hätte ich mir nie vorstellen können, aber so begann das große Abenteuer für mich.“

„Ein Arzt sollte ehrlich sein"

Das Aus der legendären Victoria’s-Secret-Modenschauen betrachtet sie mit gemischten Gefühlen: „Ich wünschte, ich hätte einmal daran teilnehmen dürfen, aber ich habe für andere Marken gemodelt. Ich denke, dass es weder ein gutes noch ein schlechtes Zeichen ist, dass es die Victoria’s-Secret-Fashionshow nicht mehr geben soll. Ich bin eine Graue, und ich liebe es, mir wunderschöne Frauen anzuschauen. Ich glaube nicht, dass Frauen ihre wunderschönen Körper verstecken wollen oder dass man keine Werbungen mehr mit schönen Frauen machen sollte. Ich glaube, einige Marken haben wirtschaftliche Probleme und sagen deshalb Schauen ab. Denn andere Modemarken arbeiten ja immer noch mit schönen Frauen. Aber was ich in der Tat beobachte, ist, dass die Menschen es schöner finden, wenn Frauen weniger Make-up tragen. Frauen, die früher nicht als perfekt galten, gelten nun als einzigartig.“

Mit ihren 41 Jahren steht Canalis in der Blüte ihres Lebens. Ihr Geheimrezept? „Ich probiere einiges aus. Aber ich bin wirklich dagegen, was am Gesicht machen zu lassen. Da sehen dann alle gleich aus. Wir sind so im Vorteil, dass es Möglichkeiten wie Laser-Peeling gibt. Das sind künftige Methoden. Damit sollten sich die Leute beschäftigen, bevor sie etwas an sich machen lassen, das fake aussieht.“ Ihre Meinung zu Schönheitsoperationen: „Ein Arzt sollte ehrlich sein und sagen: ‚Das würde Sie wie einen Clown aussehen lassen!’ Wenn ich manche dieser Ergebnisse sehe, steht ja meist ein Arzt hinter, der nur viel Geld machen wollte.“


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