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  • Tim Mälzer & Sasha über „Alles auf Freundschaft“: „Es liegt an uns, ob wir der neue Wendler werden wollen“

Mälzer & Sasha: „Wir sind die Samstagabendshow, die Freitag und Sonntag läuft.“

  • „Alles auf Freundschaft“ heißt die neue RTL-Show mit Sänger Sasha und TV-Koch Tim Mälzer, die am Freitag und Sonntag jeweils um 20.15 Uhr läuft.
  • „Es liegt an uns, ob wir der neue Wendler werden wollen“, sagen die beiden Kumpels im exklusiven RND-Doppelinterview.
  • Außerdem sprechen die besten Freunde über Joko & Klaas und dicke, weiße, alte Männer.
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Köln. Sie sind seit über 15 Jahren miteinander befreundet. Warum hat es so lange gedauert, bis Sie eine gemeinsame Show bekommen haben?

Sasha: Wir denken ja nun wirklich schon sehr, sehr lange und intensiv darüber nach, mal was zusammen zu machen. Das ist normalerweise die größte Lüge unter Musikern: „Wir müssen mal was zusammen machen!“ (lacht) Aber wir beide hatten in den letzten Jahren schon mehrere Meetings gehabt, um etwas zu entwickeln, auf das wir beide Bock haben. Es hat immer ein bisschen die Initialzündung gefehlt. Aber jetzt haben wir, glaube ich, ein sehr schönes Format für uns gefunden.

Vor gut einem Jahr sind Sie bereits bei „Schlag den Star“ gegeneinander angetreten und haben mit der Show Fans und Kritiker begeistert. Altersmäßig kratzen Sie beide aber eher am oberen Ende der relevanten TV-Zielgruppe. Sind Sie so was wie Joko & Klaas für die ältere Generation?

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Mälzer: Man kann ja so eine Sendung nicht planen, ohne die Namen Joko und Klaas nicht auf dem Tisch zu haben. Jede Form der Duellanten, jede Form der Teambildung ist von Joko und Klaas in ihren Formaten herausragend transportiert worden. Aber in meinen Augen hin und wieder mal auf effektheischende Art und Weise. Was Sasha und mich auszeichnet, ist, dass wir einfach nett sind. Das meine ich sehr, sehr positiv. Wir wollen die Zuschauer nett unterhalten und keine Leute in unwürdige, schmerzhafte Situationen bringen. Wir wollen gemeinsam mit den Zuschauern einen schönen Spieleabend verbringen. Es dauert einfach, bis man ein Format entwickelt hat, was von RTL wahnsinnig mutig auf den Freitagabend um 20.15 Uhr gelegt wird. Vor allem ist die Sendung live. Eigentlich geht der Sender damit ein totales Risiko ein, aber gleichermaßen versuchen sie damit, unsere Stärken zu nutzen und uns an der richtigen Stelle abzuholen. Denn Sasha und ich sind im Spontanen gut. Wir sind nicht mit geschriebenen Witzen lustig. Manchmal liegt der gute Humor auch in den Kleinigkeiten des Alltags, und nicht in der gescripteten Punchline. Sasha kann wenigstens noch schauspielern und sich Texte gut merken, aber da bin ich katastrophal. Wir machen Unterhaltungsfernsehen, wie es im klassischen Sinn sein soll. Die Zielgruppe wird sich ganz von alleine finden. Wir senden für die Leute, die einfach Samstagabendunterhaltung genießen wollen – auch wenn sie am Freitag und am Sonntag stattfindet. Wir wollen eigentlich die Samstagabendshow, aber das haben wir nicht geschafft. (lacht)

Sasha: Guter Slogan: Wir sind die Samstagabendshow, die Freitag und Sonntag läuft. (lacht)

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Herr Mälzer, Sie sind dafür bekannt, dass Sie bei Spielen durchaus schon mal sehr ruppig werden können…

Mälzer: Deshalb habe ich ja auch Sasha an meiner Seite. Er ist das Regulativ. Es kann passieren, dass ich vielleicht mal einen raushaue, gerade wenn ich zurückliege. Ich verliere einfach nicht gerne. Aber ich gewinne auch nicht so gerne. Es mir nur ums Nichtverlieren. Das ist eine schizophrene Sichtweise, ich weiß. (lacht)

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Sasha: Das ist ja fast schon ein Paradoxon und einfach nicht in die Tat umsetzbar. Außer vielleicht bei einem Unentschieden. Aber Unentschieden mögen wir beide auch nicht. (lacht) Unentschieden finde ich sogar noch schlimmer, als zu verlieren.

Was reizt Sie denn besonders an der Show?

Mälzer: Wir haben keine Chance, uns auf die Sendung vorzubereiten. Wir wissen nicht, ob wir Gewichtheben machen, falls was Sportliches kommt. Wir können zwar die Tagespresse verfolgen, falls Quizfragen kommen, aber wir haben keine Ahnung, was in der Show passiert. Das ist das Schöne daran. Es wird für uns genauso überraschend wie für den Zuschauer und die Herausforderer, die ebenfalls unvorbereitet in die Sendung reingehen. Wir haben eine wunderbare, einzigartige Situation geschaffen. Am Ende gibt es sowieso nur Gewinner. Das aber nicht im Pathos von „Dabei sein ist alles“. Entweder gewinnen unsere Gegner, die für sich und ihre Familien einen schönen Batzen Geld erspielen können. Oder wenn wir gewinnen, werden wir das erspielte Geld sehr schnell wieder unter die Leute bringen. Dafür haben wir nur 24 Stunden Zeit.

Sasha: Es geht ja nicht nur um uns, sondern auch um unsere Herausforderer, die erst mal beweisen müssen, dass sie beste Freunde sind. Die Freundschaft steht bei der Show ganz klar im Vordergrund. Manchmal werden wir uns bestimmt auch entscheiden müssen, wer von uns in den einzelnen Spielrunden antritt.

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Ein paar Kategorien sind auch schon bekannt: Action, Geschick und Talent. Trauen Sie sich das überhaupt zu?

Mälzer: Wir haben schon andere dicke, weiße, alte Männer durch den Ring keuchen sehen, die manchmal die Challenge sehr deutlich für sich entscheiden konnten, obwohl man auf dem Papier ganz klar auf den Gegner gesetzt hätte. Außerdem möchte ich dezent anmerken, dass ich vor einem Jahr ein Sportspiel gegen Sasha gewonnen habe – trotz der vorhandenen körperlichen Defizite. Das ist etwas, das man manchmal mit Ehrgeiz und Willen ausgleichen kann.

Sasha: Oder die absolute Ahnungslosigkeit des Gegners. (beide lachen)

Mälzer: Das Schöne ist, dass wir mit der Kohle machen können, was wir wollen. Wenn wir noch einigermaßen sympathisch rüberkommen wollen, verteilen wir das Geld. Wenn uns alles egal ist, setzen wir uns mit der Kohle in den nächsten Flieger und gönnen uns einen zweiwöchigen Malediven-Urlaub. (lacht) Offiziell dürften wir das. Es liegt also an uns, ob wir Empathie haben und in der Öffentlichkeit als sympathisch wahrgenommen werden wollen oder ob wir der neue Wendler werden wollen. (lacht)

Wenn Sie gewinnen, werden Sie das Geld dann für karitative Zwecke ausgeben?

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Mälzer: Der gute Zweck ist nicht zwanghaft vorgeschrieben. Wir dürfen frei ausgeben und wollen einfach Wünsche erfüllen.

Sasha: Natürlich wollen wir auch etwas für den guten Zweck ausgeben, aber es soll nicht der einzige Grund sein, einen Wunsch zu erfüllen.

Mälzer: Es soll auch nicht nur der Scheck sein, den wir einfach nur überreichen, sondern wir wollen das Ganze dreidimensional präsentieren und übergeben. Wir haben uns im Vorfeld schon damit beschäftigt, wo wir eine Weitergabe des Geldes als sinnvoll erachten. Denkbar wäre, dass wir einen Spielplatz für einen Kindergarten bezahlen, den die Kita sich nicht leisten kann. Aber vielleicht laufen wir in Köln einfach über die Ringe, stürmen in eine Kneipe rein und legen ein Bündel Scheine hin und sagen: „Die nächste Stunde saufen geht auf uns.“ Auch das wäre ja ein guter Zweck. (lacht)

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