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Tim Curry wird 75: „Rocky Horror“-Star sitzt nach Schlaganfall im Rollstuhl

  • Dank der „Rocky Horror Picture Show“ und seiner Rolle als Horrorclown Pennywise in „Es“ wurde Tim Curry weltberühmt.
  • Der ganz große Durchbruch blieb dem Schauspieler, der am Montag seinen 75. Geburtstag feiert, aber trotzdem verwehrt.
  • Was macht Tim Curry heute?
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„I’m a sweet transvestite from transsexual Transsilvaniaaaa...“ Er ist vulgär, er ist verführerisch, und er ist komisch. Die Lippen blutrot geschminkt, stöckelt Tim Curry als Dr. Frank-N-Furter über die Bühne, wirft lässig seinen glitzernden Umhang ab und genießt im knallengen Lederkorsett den Schockeffekt der verruchtesten Herrenunterwäsche der Filmgeschichte. Dutzende Male hat so mancher Fan die „Rocky Horror Picture Show“ schon gesehen. Seit mehr als 40 Jahren läuft das berühmte Grusical mittlerweile in den Kinos. Woher der Erfolg eigentlich kam, weiß heute keiner mehr zu sagen. Am wenigsten Zeremonienmeister Tim Curry selbst, der am 19. April 75 Jahre alt wird und lange Zeit mit seiner Kultrolle fremdelte.

Tim Currys schauspielerische Karriere begann mit einem Engagement bei der Royal Shakespeare Company in London. Seinen Aufstieg in die Riege der internationalen Stars verdankte der Pfarrerssohn aus Warrington im Nordwesten Englands jedoch dem parodistischen Horrormusical „Rocky Horror Picture Show“, das wider Erwarten fantastisch ankam. Curry spielte in London, Los Angeles und am Broadway. Und als das Spektakel 1974 verfilmt wurde, erhielt er sofort die Hauptrolle.

Der britische Schauspieler Tim Curry sitzt nach einem Schlaganfall im Rollstuhl. © Quelle: Nina Prommer/MILESTONE PHOTO/EPA
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Zweite Karriere als Sänger

Nach dem überwältigenden Triumph des Musicals war es für Tim Curry allerdings schwer, seine Popularität am Zenit zu erhalten. Weder mit Horrorfilmen wie „Es“ (1992), in dem er den Horrorclown Pennywise spielte, oder „Shadow und der Fluch des Khan“ (1994), noch mit der Komödie „Oscar – Vom Regen in die Traufe“ (1992) oder dem Kostümfilm „Die drei Musketiere“ (1994) konnte der Schauspieler an seinen früheren Erfolg anschließen. Und auch in den letzten Jahren sah man ihn vor allem in Nebenrollen – in „3 Engel für Charlie“ (2000) etwa oder in zwei Folgen der TV-Serie „Criminal Minds“.

Eine langfristige Nachwirkung hatte „Rocky Horror“ aber doch: Endlich von seinem musikalischen Können überzeugt, startete Curry damals eine zweite Karriere als Sänger und erntete mit Alben wie „Read My Lips“, „Fearless“ und „Simplicity“ einiges Kritikerlob.

Mit seiner Rolle als wollüstiger Transvestit wollte er jedoch als Musiker lange Zeit nichts mehr zu tun haben. Im Alter aber schien er sich mit seiner ikonischen Rolle wieder versöhnt zu haben. In einer TV-Adaption der „Rocky Horror Picture Show“ gab Curry 2016 den Erzähler, im vergangenen Jahr spielte er gar erneut den Dr. Frank-N-Furter – in einer online gestreamten Vorführung des Kultmusicals. Das Tanzbein schwingen wie einst konnte er da allerdings nicht mehr: Nach einem Schlaganfall im Jahr 2012 sitzt der Mann mit dem breiten Grinsen im Rollstuhl und ist teilweise gelähmt.

RND/Teleschau

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