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Thomas Anders über Wendler und Co.: Bei Corona-Leugnern werde ich aggressiv

  • Schlagerstar Thomas Anders (58) übt scharfe Kritik an prominenten Kollegen wie Michael Wendler.
  • „Ich kann Corona-Leugner nicht verstehen – da werde ich aggressiv“, sagt der Sänger.
  • Angesichts der aktuellen Inzidenzzahlen wünsche er sich „einen knallharten Lockdown“.
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Schlagerstar Thomas Anders (58) hat kein Verständnis für prominente Kollegen, die die Gefahr durch das Coronavirus kleinreden. Auf Xavier Naidoo, Michael Wendler und Nena angesprochen, die mit Verschwörungstheorien oder Unterstützung der Querdenker-Bewegung aufgefallen waren, sagte der Sänger im Interview mit „t-online“: „Ich kann Corona-Leugner nicht verstehen – da werde ich aggressiv. Da fühle ich mich auch als Deutscher persönlich beleidigt.“

Wenn jemand, der sein Leben lang hier gelebt und seine Karriere hier gemacht habe und von den Menschen hier getragen worden sei, dieses Land plötzlich als ein Verschwörungsland betitele, dann frage er sich, was das solle, so Anders. Seine klare Botschaft an die Promikollegen: „Wenn euch Deutschland nicht passt, weil ihr findet, eure Freiheit sei eingeschränkt, dann geht. Es läuft hier nicht alles richtig, aber es läuft sehr vieles richtig“, so der 58-Jährige.

Scharfe Kritik an politischen Entscheidern

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Sehr kritische Worte findet Anders allerdings auch für die politischen Entscheidungsträger in Berlin und den Bundesländern. „Es geht doch nicht, dass eine Ministerpräsidentenkonferenz gemacht wird – und in den Räumen ist noch nicht das Licht aus, da sind noch nicht die Mülleimer geleert, da fängt der erste Ministerpräsident schon an, einen eigenen Weg zu gehen. Was soll das?“, fragt Anders. Aus seiner Sicht sollte der Bund die Corona-Maßnahmen regeln und nicht die Länder – „diese Lehre muss Deutschland aus der Pandemie ziehen“.

Er wünsche sich jetzt, dass sich auf das Wesentliche konzentriert und nicht immer alles tausendmal durchdiskutiert werde, so Thomas Anders. „Nach den aktuellen Inzidenzzahlen brauchen wir keine Lockerungen, wir brauchen einen knallharten Lockdown.“ Er verstehe nicht, warum man jetzt nicht an Ostern schon alles dicht mache. „Ich habe lieber zwei Wochen knallhart Schicht im Schacht, als mich weiter zu quälen“, sagte der Sänger.

Er persönlich sei aber gut durch das erste Jahr der Corona-Pandemie gekommen. „Als Familie hat es uns sehr gutgetan. Ich war ewig nicht mehr so lange am Stück zu Hause und habe so intensiv Zeit mit meiner Frau und meinem Sohn verbringen können“, so Anders. Und auch beruflich sei es trotz abgesagter Tourneen und Auftritte eine erfolgreiche Zeit für ihn gewesen. „Ich habe mit Florian Silbereisen ein Nummer-eins-Album rausgebracht. Insgesamt war es also ein gutes Jahr für mich.“

RND/seb

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