• Startseite
  • Promis
  • “Sorgenvoller Hilferuf”: Peter Maffay schreibt Brandbrief an Angela Merkel

“Sorgenvoller Hilferuf”: Peter Maffay schreibt Brandbrief an Angela Merkel

  • Musiker Peter Maffay hat sich im Namen bekannter deutscher Künstler und Bands in einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin gewandt.
  • Er fordert von Angela Merkel mehr finanzielle Unterstützung für die Musikbranche.
  • Mit unterzeichnet haben unter anderem Tokio Hotel und Max Mutzke.
Anzeige
Anzeige

Tutzing. “Sehr geehrte Bundeskanzlerin, wir wenden uns an Sie mit einem sorgenvollen Hilferuf”: So lautet der erste Satz in einem offenen Brief von Musiker Peter Maffay an Angela Merkel. In dem Schreiben, das dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt, wendet sich der 70-Jährige im Namen diverser deutscher Künstler und Bands an das Bundeskanzleramt, den Bundesfinanzminister Olaf Scholz sowie alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages. “Durch den pandemiebedingten Shutdown steht die ganze Konzert- und Veranstaltungsbranche vor einer Herausforderung, die sie ohne staatliche Hilfe die nächsten Monate aus eigener Kraft kaum überstehen wird”, schreibt Maffay über die derzeitige Situation.

Darüber hinaus stehe die “Wertschöpfungskette aus Dienstleistern” kurz vor einem völligen Zusammenbruch und gefährde somit die Basis “aller Künstler, aller Genres”. Insbesondere das Geschäft der Livekonzerte sei für viele junge Musiker, die erst am Anfang ihrer Karriere stehen würden, “überlebenswichtig”.

Video
Chronologie des Coronavirus
2:33 min
Der Beginn des verheerenden Coronavirus war vermutlich ein Tiermarkt in Wuhan/China. In nur wenigen Wochen erreichte das Virus auch Europa.  © RND
Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige
Video
Scholz plant 57-Milliarden-Schutzschild für Kommunen
1:10 min
Der Bundesfinanzminister geht davon aus, die Widerstände beim Koalitionspartner CDU/CSU überwinden zu können und Gemeinden in diesem Jahr Schulden zu erlassen.  © Reuters

“Musik darf nicht am Ende der Skala stehen”

Anzeige

Peter Maffay betont darüber hinaus, dass ihm und allen unterzeichnenden Künstlern die Extremsituation, der sich nun auch die Entscheidungsträger stellen müssten, bewusst sei. “Wir möchten, gerade deshalb, mit diesem Schreiben eindringlich die Bestrebungen der Musikverbände unterstützen, in der Hoffnung, dass – auch im Interesse von Millionen Musikbegeisterten – das privatwirtschaftliche Segment der Musikindustrie, also der Konzertbetrieb, überlebt.”

Er schließt seinen Brief mit den Worten: “Die Musik (…) darf genauso wie zum Beispiel der Sport nicht am Ende der Skala stehen. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes wichtiger Teil der Harmonie in unserem täglichen Leben.” Zu den Künstlern, für den Brief ebenfalls unterzeichnet haben, gehören unter anderem die Scorpions, Tokio Hotel, Max Mutzke, Sasha, Till Brönner sowie Angelo und Joey Kelly.

Anzeige

Peter Maffay musste aufgrund des Verbots von Großveranstaltungen während der Corona-Pandemie kommende Termine seiner Jubiläumstour absagen. Die Konzerte sollen jedoch noch dieses Jahr nachgeholt werden.

RND/al

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen