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Sorge vor einer Ausgangssperre: Jan Josef Liefers über Corona

  • Jan Josef Liefers ist im deutschen Fernsehen besonders durch seine langjährige Rolle als “Tatort”-Ermittler bekannt.
  • Jetzt äußerte er sich ausführlich zur Corona-Krise.
  • Unter anderem macht ihm eine mögliche Ausgangssperre Sorgen, dies sei “so was wie Stubenarrest”.
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Der Schauspieler Jan Josef Liefers schränkt momentan, wie fast ganz Deutschland, seine sozialen Kontakte ein. In der Livesendung von “Bild” äußerte sich der “Tatort”-Ermittler zur derzeitigen Corona-Krise.

Der 55-Jährige sprach darüber, dass er noch keinen ganzheitlichen Überblick über die Situation hat. “Obwohl ich sehr interessiert bin, habe ich trotzdem das Gefühl, dass mir ganz wichtige Dinge fehlen, um mir wirklich ein eigenes Bild zu machen. Ich glaube, das ist ein Gefühl, das ich nicht alleine habe”, sagte er in der Liveschalte.

Gegenüber “Bild” sagte Liefers auch, dass er die Sicherheitsmaßnahmen der Bundesregierung nachvollziehen kann und sich daran hält. “Unter dem großen Ziel, die Streuung des Virus in der Bevölkerung im Griff zu behalten oder zumindest zu reduzieren, verstehe ich, dass wir unsere sozialen Kontakte einschränken müssen. Ich tue es auch, alle meine Freunde tun es.”

Sorge um mögliche Ausgangssperre

Dennoch kritisiert der Schauspieler auch die Fernsehansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel. “Ich habe nichts Neues gehört”, so Liefers laut “Bild”. “Man hat das Gefühl, die Katze ist noch nicht ganz aus dem Sack. Es gibt sehr düstere Prognosen. Die Prognosen sind aber auch alle zum Teil widersprüchlich. Sie basieren letztlich auf Annahmen. Keiner hat Erfahrungen mit der Situation.” Es wird deutlich, dass Liefers sich mehr Transparenz wünscht.

Video
Ansprache der Bundeskanzlerin in voller Länge
12:47 min
“Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst”, sagte Angela Merkel in ihrer Fernsehansprache zum Coronavirus.  © ARD
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Besonders sorgt sich der Fernsehdarsteller um schwerere Vorkehrungen. “Ansonsten macht mir der Gedanke an eine Ausgangssperre, das ist ja so was wie Stubenarrest, Sorge.” Später sagte er über die andere Maßnahmen, die die Freiheit einschränken: “Natürlich regt sich erst mal bei mir Protest, wenn ich lese, dass unsere Bewegungsprofile von der Deutschen Telekom ans Robert-Koch-Institut einfach jetzt mal so weitergegeben werden. Gut – sie werden anonymisiert, so heißt es. Aber das ist natürlich schon erst mal krass. Da wurde niemand gefragt. Man muss das jetzt einfach schlucken. Andererseits ist es natürlich so, dass ich schon auch den Unterschied sehe: Es ist jetzt kein totalitäres Regime, das versucht, herumzuspitzeln.”

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Zukunft der Filmbranche

Auch über die Zukunft der Filmbranche macht Liefers sich Gedanken. “Wenn man wie ich gerade eine Hauptrolle gespielt hat, dann hat man noch ein bisschen Geld übrig. Aber es gibt im Filmgeschäft sehr viele andere Leute, für die sieht’s anders aus. Da gibt es große existenzielle Fragen.”

Der Schauspieler und Musiker schätzt laut “Bild” jedoch besonders die Leistungen der Gesundheitskräfte: “Was die Menschen in den Krankenhäusern zu leisten haben, ist unglaublich.”

RND/am

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