SEK-Einsatz bei Schwesta Ewa in Düsseldorf

  • Schwester Ewa hat in Düsseldorf Besuch vom SEK bekommen.
  • Der Einsatz galt aber nicht der Rapperin, sondern einem 28-jährigen Bekannten.
  • Er wird der Polizei zufolge dem Düsseldorfer Clan-Milieu zugeordnet.
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Düsseldorf. Rapperin Schwesta Ewa hat in Düsseldorf Überraschungsbesuch einer Spezialeinheit der Polizei bekommen. Die 35-Jährige beschwerte sich in einem Video auf ihrem Instagram-Account über den Einsatz: "Man weiß doch, dass ich hier allein mit einem Säugling zu Hause bin. Man muss hier nicht die Tür kaputt treten, man kann doch einfach klingeln. Das heißt Hausdurchsuchung und nicht Hauszerstörung."

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft bestätigte am Montag, dass die 35-Jährige in der Wohnung gewesen sei. Der Einsatz wegen Clan-Kriminalität habe nicht ihr gegolten, sondern einem 28-Jährigen. "Die Zustände in der Wohnung bestanden auch schon vor dem SEK-Einsatz", sagte die Staatsanwältin. Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor berichtet.

Polizist soll Rapperin zu Boden geschleudert haben

Ein SEK-Beamter habe sie zu Boden geschleudert, obwohl sie die Hände erhoben gehabt und gerade im Begriff gewesen sei, sich freiwillig hinzulegen, so die Rapperin: "Die Polizei erwartet Respekt, bringt aber keinen entgegen", kritisierte die 35-Jährige und kündigte an: "Ich schreib' im Knast direkt wieder ein Buch."

Nach seinem Rückflug aus der Karibik war ein 28-jähriger Bekannter der Rapperin am Frankfurter Flughafen festgenommen worden. Er sitzt nun in Untersuchungshaft. Der Mann wurde wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz und der gefährlichen Körperverletzung verhaftet. Der Festgenommene ist der Polizei zufolge dem Düsseldorfer Clan-Milieu zuzuordnen. Es seien mehrere Wohnungen in Düsseldorf und Mettmann durchsucht worden.

Verurteilt wegen Körperverletzung und Steuerhinterziehung

Rapperin Schwesta Ewa war im Februar vom Bundesgerichtshof rechtskräftig zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden - wegen mehrfacher Körperverletzung und Steuerhinterziehung. Sie muss ihre Haft noch antreten.

RND/dpa

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