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Schokolade, Wein und Pizza: Diese Promis mischen den Lebensmittelsektor auf

  • Schokolade, Pizza oder Honig: Prominente machen nicht nur Werbung für Lebensmittel und Getränke, sie vertreiben sie oft auch selbst.
  • In Corona-Zeiten kommt so mancher oder manche auf die Idee, etwas Genussvolles herzustellen.
  • Insbesondere den Wein- und Spirituosenmarkt haben bekannte Menschen schon längst entdeckt.
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Bekannte Menschen machen nicht nur Werbung fürs Essen – sie versuchen manchmal auch mit einer eigenen Produktmarke Geld zu verdienen. Und oft klappt das erstaunlich gut. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie tut sich – vielleicht aus Langeweile – manch ein Prominenter als Lebensmittelerzeuger hervor. So wie David Beckham. Der ehemalige Fußballprofi ist unter die Imker gegangen und hält sich neuerdings auf seinem Landsitz in der britischen Grafschaft Oxfordshire jede Menge Bienen. Richtig viel Geld wird er mit dem gewonnenen Honig wohl nicht verdienen. Andere dagegen umso mehr.

Capital Bra verkaufte 3,5 Millionen Pizzen in kurzer Zeit

Als Urgestein des Prominenten, der in die Lebensmittelbranche einsteigt, kann Paul Newman bezeichnet werden. Was zunächst in der eigenen Küche begann, hat sich inzwischen mit „Newman’s Own“ (Gründung 1982) zu einer weltweit bekannten Bio-Marke mit einem großen Sortiment von Grillsaucen bis hin zu Pizza entwickelt. Das Geschäft floriert auch nach dem Tod des Hollywoodstars 2008 prächtig.

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Ein Vertreter der Neuzeit ist Capital Bra, der seit dem vergangenem Jahr nun auch in der Kühltruhe zu finden ist. Das Konterfei des Rappers prangt auf mehreren Tiefkühlpizzen. Dazu ist unter seinem Namen auch noch ein Eistee zu haben. Des Rappers Gangstarella-Pizza-Reihe gibt es übrigens in den Varianten Salami, Thunfisch, natürlich Veggie und Halal Sucuk. Offenbar scheinen die Geschäfte so gut zu laufen wie geschnitten Brot: In einer Pressemitteilung gab Universal Music bekannt, dass die Pizza extrem gut läuft und man bis zum Jahreswechsel 2020/21 über 3,5 Millionen Pizzen verkaufen konnte. Das bedeutet einen Umsatz von rund 14 Millionen Euro.

Die „Jokolade“ hat ihren Preis

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Der Moderator Joko Winterscheidt bringt seit Februar 2021 mit der „Jokolade“ seine eigene Schoki auf den Markt. Sie besteht nach eigenen Angaben aus 99,2 Prozent transparent und fair gehandeltem Kakao, unabhängig vom Hersteller sollte das Ziel langfristig 100 Prozent sein. Der faire Snack mit Suchtfaktor ist bislang nur online zu haben, dann aber teurer als die Schweizer Premiummarke Lindt.

Aber der Preis muss kein Problem sein. Dass prominente Namen Verbraucher zum Kauf animieren, zeigt das Beispiel Wein schon seit Jahren. Etliche Promis sind unter die Winzer gegangen, darunter Sting und Madonna, Gérard Depardieu und Francis Ford Coppola und national zuletzt auch Thomas Gottschalk, Günther Jauch und Til Schweiger. Franz Beckenbauer beispielsweise ist Mitbesitzer des Weinguts Lammershoek in Südafrika ist. Dort wird eine Edelabfüllung hergestellt. Das Etikett zeigt Beckenbauers Gesicht, und der Wein trägt in Anlehnung an die Rückennummer des ehemaligen Fußball-Weltmeisters den Namen „Libero No 5“.

Günther Jauch ist auf dem familieneigenen Weingut Von Othegraven unter die Winzer gegangen.
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Wer lieber Bier mag, kann sich eine Dose „Hosen Hell“ der Toten Hosen aufmachen. Das Bier wird seit 2018 in Bayern unter Leitung der Düsseldorfer Hausbrauerei Uerige gebraut und abgefüllt. Doch dass auch die Bandmitglieder selbst mitgemischt haben, machen sie auf ihrer Website klar: „Die Toten Hosen und sämtliche Freunde stellten sich den finalen Testabfüllungen des Hosen Hell mit diversen Geschmacksrichtungen und mussten sich nun endgültig für eine Variante entscheiden. Diese Verkostung dauerte bis in den frühen Morgen ...“ Na dann, Prost!

Sido hat schon eine Zeitlang härteren Sprit im Angebot. Der Berliner Rapper hat sich zusammen mit einem Geschäftspartner und einem österreichischen Brennmeister auf die „Suche nach einem noch nie dagewesenen und außergewöhnlichen Gin gemacht“, wie es auf der Homepage heißt. Herausgekommen ist der “KawummGin”.

Auch Michaela Schaffrath (50) steigt in das Spirtuosengeschäft mit ein. Zumindest hat die Schauspielerin angekündigt, nun einen Eierlikör auf den Markt zu bringen. Immerhin ist auf der Flasche ein Bildnis samt Unterschrift von ihr zu sehen. Bei der Renovierung ihres alten Bremer Hauses hat Schaffrath zwischen alten Möbeln, Koffern und Kisten einen vergilbten Zettel gefunden: darauf geschrieben Oma Marthas Eierlikörrezept. Immerhin 20 Prozent Alkoholgehalt hat das gelbe Likörchen der Schauspielerin.

Übrigens scheint es insbesondere bei US-Promis schick zu sein, eine eigene Spirituosenmarke im Portfolio zu haben. Kunden können sich durchs hochprozentige Flaschenregal von Ryan Reynolds über Michael Jordon bis hin zu George Clooney und Rita Ora trinken. Bereits seit sechs Jahren gehört dem Rapper Jay Z. die Luxus-Champagner-Marke Armand de Brignac, in der Szene auch als „Ace of Spades“ ein Begriff. Einzelne Flaschen der edelsten Sorte kommen auf mehrere Hundert Euro.

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Axel Schulz ist ein leidenschaftlicher Grillmeister

Da ist er schon bodenständiger: Auch der ehemalige Profiboxer Axel Schulz nutzt seine Bekanntheit, um in die Regale der deutschen Supermärkte zu kommen: Seine große Leidenschaft ist das Grillen und so bringt er unter der Marke „Axel’s“ und in Kooperation mit „Ankerkraut“ eigene BBQ-Saucen, Würste und Snacks auf den Markt. Weniger würzig, dafür umso süßer ist TV-Koch Tim Mälzer unterwegs. Er unterhält seit Jahren eine eigene Produktion an Honig auf dem Dach seines Restaurant „Bullerei“ in Hamburg. Drei Bienenstöcke mit mehr als 50.000 Bienen, die von der Imkerei „Heimann & Söhne“ betreut werden, schwirren munter durchs Schanzenviertel und sollen im Jahr bis zu 40 Kilo Honig einbringen.

RND/hma

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