Säumnisurteil gegen Gooding Jr. in Vergewaltigungsfall

  • Gegen den Oscar-Preisträger läuft ein Strafverfahren, zu dem am 18. Oktober eine Anhörung stattfindet.
  • Ein Bezirksrichter entschied nun aber in einer Zivilklage, die Gooding offenbar ignoriert habe.
  • Das Ignorieren der Vergewaltigungsklage könnte ihn Millionen kosten.
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New York. US-Schauspieler Cuba Gooding Jr. könnte das Ignorieren einer Vergewaltigungsklage eine Geldstrafe in Millionenhöhe einbringen. US-Bezirksrichter Paul Crotty erließ am Donnerstag in New York ein Säumnisurteil gegen den Oscar-Preisträger, weil er offenbar vorsätzlich die Klage einer Frau ignoriert habe, die ihm vorwirft, sie 2013 in New York vergewaltigt zu haben.

Crotty verwies darauf, dass das Versäumnis des 53-jährigen Schauspielers, auf die Klage zu reagieren und sich zu verteidigen, ein Haftungsanerkenntnis sei. Er setzte ihm eine letzte Frist bis zum 7. September, sich in den Fall einzubringen. Danach werde er über eine Geldstrafe entscheiden.

Klägerin fordert über fünf Millionen Euro

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Die Klägerin firmiert in Gerichtsakten unter dem Platzhalternamen Jane Doe. Sie wirft Gooding vor, sie ungeschützt in einer VIP Lounge in Greenwich Village vergewaltigt und sie unter falschen Vorwänden in sein Hotelzimmer gelockt zu haben. Sie fordert sechs Millionen Dollar (5,1 Millionen Euro).

Ein Anwalt, der Gooding in einem Kriminalfall wegen sexuellen Fehlverhaltens vertritt, sagte, die in der Klage aufgeführten Taten hätten „nie stattgefunden“. Die Klägerin strebe „nach etwas Ruhm, sich in der Öffentlichkeit zu sonnen und der Bekanntheit von Cuba Gooding Jr.'s Fall“, sagte Mark Heller.

Drei Frauen werfen Gooding sexuelles Fehlverhalten vor

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Die Klägerin hatte Gooding ursprünglich bereits im August 2020 verklagt. Der Fall wurde abgewiesen und im März wieder eröffnet. Am 22. April wurden Gooding die Gerichtsdokumente zugestellt. Bis 13. Mai hätte er darauf antworten sollen, sagte Crotty in seinem Urteil.

In dem Kriminalfall werfen ihm drei Frauen sexuelles Fehlverhalten vor. Es soll sich an drei verschiedenen Orten in Manhattan in den Jahren 2018 und 2019 zugetragen haben. Eine der Frauen wirft Gooding vor, er habe sie in den Po gezwickt, eine andere, er habe ihre Brust begrapscht. Gooding hat sich als nicht schuldig bezeichnet. Am 18. Oktober soll eine Anhörung stattfinden, auf der ein Prozesstermin festgelegt werden soll.

RND/AP

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