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Ruth Moschner wehrt sich gegen Genderkritik: „Männer können das doch aushalten“

  • Mit einem Screenshot der Nachricht eines Zuschauers löst Ruth Moschner eine Welle an Kommentaren bei Instagram aus.
  • Die Person beschwert sich, mit dem Gendern in ihrer Sendung „filetiere“ die Moderatorin die deutsche Sprache.
  • Die 44-Jährige reagiert mit einer deutlichen Botschaft.
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Hannover. Ruth Moschner, Moderatorin der Unterhaltungsshow „Buchstaben Battle“ auf Sat.1, spricht Klartext: Nachdem sie nach der Show am Donnerstag (11. Februar) eine Nachricht von einem Zuschauer zu der gendergerechten Sprache in den neuen Folgen erhalten hat, postet sie sie prompt auf Instagram.

„Hallo Frau Moschner, grundsätzlich finde ich Sie klasse“, heißt es darin. „Allerdings haben Sie heute Zuschauer*innen nervig gegendert.“ Das habe den Absender der Nachricht so gestört, dass er „nicht mal mehr dort reinzappen“ werde. „Bitte das Gendern lassen und unsere Sprache nicht weiter filetieren. Danke!“

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Den Screenshot der Nachricht veröffentlichte die 44-Jährige nicht unkommentiert. Sie erklärte, es sei „tragisch“, dass Frauen im Jahr 2021 noch immer nur als Anhängsel in der deutschen Sprache stattfänden. „Ich selbst hätte auch gerne eine neue ebenbürtigere Wertschöpfung, betrachte das Gendern aber als ersten Schritt, Ladies mit ins Boot zu holen“, erklärt Moschner in ihrem Beitrag weiter. Sie gehörten nun mal zur Gesellschaft dazu. „Und Männer können das doch aushalten.“

In einem zweiten Teil der Beschreibung des Posts wendet sich die Moderatorin letztlich direkt an den Absender – mit einer Art Friedensangebot mit Augenzwinkern: „Sollten Sie also Ihre Männlichkeit nach meinem verbalen Filetieren wiedergefunden haben, freue ich mich, wenn Sie wieder einschalten. Betrachten Sie es als Konfrontationstherapie. Stellen Sie sich Ihrer Angst. Ich glaube an Sie!“ Die Moderatorin unterzeichnet mit „Ihre Moschner*In“.

Post ruft Reaktionen in den sozialen Medien hervor

In den sozialen Medien ließen die Reaktionen auf den Post nicht lange auf sich warten: Viele solidarisierten sich mit der TV-Moderatorin und sprachen ihr ihre Unterstützung aus.

So kommentierte zum Beispiel Schauspieler Jochen Schropp unter den Beitrag bei Instagram: „Ich finde es toll, dass du das machst.“

Auch Moderatorinnenkollegin Annett Möller ist auf ihrer Seite, zeigt aber selber auch Verständnis für all diejenigen, die noch etwas mit der Gendersprache fremdeln: „Ich finde es manchmal auch noch komisch, weil manche Sprecher – gerade in den News – sehr merkwürdig betonen. Es geht noch nicht so leicht über die Lippen. Aber es war längst überfällig. Und deshalb super!“

Und die Band Mundstuhl kommentierte mit einer Priese Ironie: „Die Sternchen-Sprechpause sollte halt lang sein. Also nicht nur so zwei, sondern eher so zwölf Sekunden lang. Dann ist es nicht nur sinnvoll, sondern auch noch lustig.“

Follower uneinig über gendergerechte Sprache im TV

Ruth Moschner hat 347.000 Follower auf Instagram. Sie scheinen uneinig über das Thema gendergerechte Sprache im TV zu sein. „Nur durch die Anwendung wird es Gewohnheit“, kommentiert ein Mann. „Und wenn es Gewohnheit ist, fällt es auch den Nörglern nicht mehr ins Ohr.“ Eine Frau meint hingegen: „Ich finde es übertrieben und oft auch nervig.“

Weil ein Teil der Kommentare sich auf das Gendersternchen – und darauf, dass es mehr sichtbar mache, als nur die beiden Geschlechter „männlich“ und „weiblich“ – bezog, passte die Moderatorin den Post sogar noch mal an: „Nachtrag: Weil es hier so viele geschrieben haben, dass das Sternchen einfach ALLE einbeziehen soll und damit noch wichtiger ist. Danke!“

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Ruth Moschners Show ist nicht die erste im deutschen Fernsehen, in der gegendert wird. Auch in der „Tagesschau“ und dem „ZDF heute journal“ ist die geschlechtergerechte Sprache mittlerweile etabliert.

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